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Sardiniens Top 15

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REISEZIELE AUF SARDINIEN

CAGLIARI & DAS SARRABUS

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Villasimius & Capo Carbonara

Costa Rei

IGLESIAS & DER SÜDWESTEN

Iglesias

Rund um Iglesias

Das Iglesiente

Nebida

Masua

Cala Domestica

Buggerru & Portixeddu

Costa Verde

Arbus

Montevecchio

Torre dei Corsari

Carbonia & Umgebung

Portoscuso & Portovesme

Montessu

Santadi

Die Inseln im Südwesten

Isola di San Pietro

Isola di Sant’Antioco

Die Südküste

Costa del Sud

Pula & Umgebung

Campidano

Uta & Umgebung

Sanluri

Sardara

La Marmilla

Villanovaforru &Nuraghe Genna Maria

Nuraghe Su Nuraxi

La Giara di Gesturi & Umgebung

Sardinien aktiv

ORISTANO & DER WESTEN

Oristano

Südlich von Oristano

Santa Giusta

Arborea

Marceddi

Halbinsel Sinis

Cabras

Marina di Torregrande

San Giovanni di Sinis

Tharros

Monti Ferru

Milis

Seneghe

Bonarcado

Santu Lussurgiu

Cuglieri

Santa Caterina di Pittinuri & Umgebung

Bosa & Umgebung

Macomer

Lago Omodeo & Umgebung

Santa Cristina & Paulilatino

Nuraghe Losa

Bidoni

Fordongianus

Die Küste

ALGHERO & DER NORDWESTEN

Alghero

Riviera del Corallo

Fertilia

Nuraghe di Palmavera

Porto Conte

Capo Caccia

Die Nordküste

Stintino

Capo Falcone

Parco Nazionale dell’Asinara

Porto Torres

Castelsardo

Sassari

Der Logudoro & Monte Acuto

Ozieri

Valle dei Nuraghi

OLBIA, DIE COSTA SMERALDA & DIE GALLURA

Olbia

Rund um Olbia

Golfo Aranci

Die Südküste

Porto San Paolo & Isola Tavolara

San Teodoro

Costa Smeralda & Umgebung

Porto Cervo

Baia Sardinia

Cannigione

Das Hinterland der Costa Smeralda

San Pantaleo

Arzachena

Die Nordküste

Santa Teresa di Gallura

Porto Pollo & Isola dei Gabbiani

Palau

Parco Nazionale dell’Arcipelago di la Maddalena

Isola Maddalena

Isola Caprera

Das Landesinnere

Tempio Pausania

Lago di Coghinas, Oschiri & Berchidda

NUORO & DER OSTEN

Nuoro

Nördlich von Nuoro

Monte Ortobene

Fonte Sacra Su Tempiesu

Bitti & Complesso Nuragico Romanzesu

Supramonte

Oliena

Barbagia

Barbagia Ollolai

Barbagia di Belvi

Barbagia di Seulo

Sarcidano

Laconi

Nuraghe Arrubiu

Pranu Mutteddu

Golfo di Orosei

Orosei

Dorgali

Cala Gonone

Ogliastra

Tortolì & Arbatax

Baunei & der Altopiano del Golgo

UNTERKUNFT

SARDINIEN VERSTEHEN

Sardinien aktuell

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So lebt man in Sardinien

Kunst & Kultur

Die sardische Küche

PRAKTISCHE INFORMATIONEN

Allgemeine Informationen

Verkehrsmittel & -wege

Sprache

Kartenlegende

SPECIALS

Reiseroute: Abseits der üblichen Pfade

Sardinien aktiv

Die Küste

So lebt man in Sardinien

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Detailansicht der Karte folgt

Willkommen auf Sardinien

Wilde Landschaften, spektakuläre Steilküsten, Traumstrände, eine urtümliche Geschichte und liebenswerte Eigenarten prägen diese unwiderstehliche Insel.

Traumstrände

Ohne Übertreibung: Sardinien besitzt einige der schönsten Strände Europas. Und ja, der Sand ist wirklich so weiß und das Meer funkelt im blauesten Blau. Man kann vor der Costa Smeralda ankern, wo Promis und Supermodels im smaragdgrünen Wasser planschen, die Einsamkeit der durch Küstenfelsen abgeschotteten Buchten des Golfo di Orosei auskosten oder zwischen den Granitinseln von La Maddalena herumschippern. Ob man barfuß durch die Dünen der Costa Verde wandert oder sich an den Sandstränden der Costa del Sud aalt – wer sein Badehandtuch einmal hier ausgebreitet hat, will nie wieder weg.

Outdoor-Abenteuer

Adrenalinkick oder Naturerlebnis, Küste oder Inland: Sardinien ist eines der letzten großen Inselabenteuer Europas. Wanderwege winden sich durchs stille grüne Landesinnere zu den Nuraghen-Ruinen von Tiscali. Ein schwindelerregender Küstenpfad führt zur sichelförmigen Cala Luna, die Kletterer mit Kalksteinfelsen lockt. Durch Steineichenwälder geht es zur spektakulären Schlucht Gola Su Gorropu. Windsurfer tummeln sich an der Nordküste, Taucher zieht es zu den Wracks vor Cagliari und den versunkenen römischen Ruinen von Nora.

Eigenwilliges Eiland

Sardinien ist eine Welt für sich. Wo sonst liegen Bergwälder so nahe an schneeweißen Stränden, begegnet man kuriosen Kreaturen wie den blauäugigen weißen Eseln der Isola dell’Asinara und den scheuen Wildpferden der Giara di Gesturi? Auch kulinarisch verspricht die Insel einzigartige Erlebnisse, von ihren ureigenen Pasta-, Brot- und dolci-Rezepten über die einheimischen Weine bis zu Käsesorten wie dem casu marzu pecorino mit lebenden Maden. Sardinien ist einfach in jeder Hinsicht anders – und dadurch besonders liebenswert.

Zeitlose Traditionen

Sardinien ist stark von den Spuren seiner uralten, bewegten Geschichte geprägt. Auf der Insel verstreut liegen über 7000 nuraghi (bronzezeitliche Türme und Siedlungen), tombe dei giganti (Hünengräber) und domus de janas (Feenhäuser). An jedem Landsträßchen und in jedem von zehn Menschen und 100 Schafen bewohnten Weiler warten diese Ruinen aus vorgeschichtlicher Zeit, ein faszinierendes Historienpuzzle. Nicht zuletzt ist Sardinien auch eine Insel der exzentrischen Festivitäten, von den Karnevalszügen der Barbagia mit ihren gespenstischen mamuthones bis zum tollkühnen Reiterfest S’Ardia in Sedilo.

DEGAS JEAN-PIERRE/HEMIS.FR/GETTY IMAGES ©

Castelsardo

Warum ich Sardinien so liebe

Kerry Christiani, Autorin

Sardinien war für mich Liebe auf den ersten Blick. Egal, wie oft ich wiederkomme, es gibt immer noch neue Küstenwege zu erkunden, Berge zu erklimmen, versteckte Buchten mit dem Kajak zu entdecken, übersehene agriturismi im stillen Hinterland aufzustöbern. So klein die Insel auf der Karte aussieht: Wer sich näher auf sie einlässt, merkt bald, wie riesig sie ist. Sie ist wie ein Kontinent im Miniaturformat, mit eigener Sprache und inbrünstig verteidigten Traditionen, eigener Küche und Kultur, eigener Geschichte und einer ganz eigenen geheimnisvollen Aura. Die Sarden sind stolz auf ihre Insel und das dürfen sie auch sein.

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Sardiniens Top 15

Golfo di Orosei

1 Natürlich kann man hier von aquamarinblau glitzerndem Wasser, blendend weißem Sand und schwindelerregenden Kalksteinfelsen schwärmen, aber Worte reichen kaum aus – man muss den Golfo di Orosei einfach selbst gesehen haben. Wo Berge und Meer spektakulär aufeinandertreffen, bildet diese weite Meeresbucht den Küstenabschnitt des Parco Nazionale del Golfo di Orosei e del Gennargentu. Hier können Besucher die Pfade am oberen Rand der Steilküste entlangwandern, Meeresgrotten per Seekajak erkunden oder auf einer Bootstour verwunschene Buchten entdecken – eine überwältigender als die andere.

DOUG PEARSON/GETTY IMAGES ©

Gola Su Gorropu

2 Der erste Blick in die Gola Su Gorropu auf der Wanderung vom Pass Genna ‘e Silana herunter ist einfach atemberaubend. Die gewaltige Schlucht mit den 400 m hohen Felswänden und den Gesteinsbrocken, die wie Riesenmurmeln überall verstreut liegen, gilt als Europas Grand Canyon. An ihrer schmalsten Stelle ist die Schlucht nur 4 m breit, sie verschlingt einen dort förmlich, sperrt die Sonne aus und lässt einen die Außenwelt vollkommen vergessen. Wenn die vereinzelten Wanderer und Kletterer nicht wären, könnte man das unheimliche Gefühl bekommen, irgendwie aus Zeit und Raum herausgefallen zu sein.

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Costa Smeralda

3 Der Hype um die Costa Smeralda ist nicht übertrieben: Die windgepeitschten Granitberge der Gallura umrahmen fjordähnliche Meeresarme und smaragdgrüne See säumt eine Küste, an der sich Buchten wie die Spiaggia del Principe reihen – eine perfekte, schneeweiße Sandsichel mit glasklarem Wasser. Wer auf Glamour steht, bestaunt die Riesenjachten in den Urlaubsorten der Superreichen; wer es geruhsamer mag, sucht sich eine der stillen Buchten inmitten duftender macchia und genießt die großartigen Ausblicke.

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Spiaggia del Principe

Il Castello, Cagliari

4 Die Burg, die auf einem Felsen in Cagliari thront, wirkt am schönsten in der Dämmerung eines warmen Sommerabends. Wenn die untergehende Sonne den Himmel in Purpurfarben taucht, erglühen die Festungsmauern, palazzi und pisanischen Türme in purem Gold. Am besten erwartet man das Schauspiel ganz entspannt auf der Terrasse einer Bar auf den Wällen, die zum Sundowner einen umwerfenden Panoramablick auf die von Lichtern erhellte Stadt bietet.

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Nuraghi & Tombe dei Giganti

5 Wachtürme, Stätten heiliger Rituale, prähistorische Versammlungsorte ... – der eigentliche Zweck der 7000 nuraghi auf Sardinien bleibt unklar. Doch innerhalb der halbkreisförmigen Mauern dieser Steintürme und befestigten Siedlungen spürt man bis heute die Atmosphäre der Bronzezeit. Am berühmtesten und am besten erhalten ist die Nuraghe Su Nuraxi, ein Weltkulturerbe der Unesco. Nicht weniger geheimnisvoll sind die tombe dei giganti (Hünengräber), Massengräber einer Megalithkultur, die mit wuchtigen Portalstelen beeindrucken.

KEN GILLHAM/ROBERT HARDING/GETTY IMAGES ©

Nuraghi-Ruinen

Orgosolo

6 Sozialkritik, politische Botschaften und Weltuntergangsprophezeiungen schmücken die alten Fassaden der Häuser und Cafés von Orgosolo. Der einstige Schlupfwinkel von Banditen dient heute als Riesenleinwand für faszinierende Graffiti. Wer den Corso Repubblica entlangschlendert, entdeckt auf riesigen Wandgemälden Kommentare zu allen Großereignissen des 20. und 21. Jhs., vom Abwurf der Atombombe bis zum Irakkrieg. So spiegelt sich die Weltgeschichte in einem kleinen Bergdorf in der Barbagia.

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Politisches Wandbild, Orgosolo

Alghero

7 Am stimmungsvollsten ist Alghero am frühen Abend, wenn sich das Labyrinth der mittelalterlichen Gassen mit Menschen füllt und das Treiben von den Caféterrassen an der Piazza Civica beobachtet werden kann. An Tischen entlang der honigfarbenen Festungsmauern speist man im Laternenlicht mit Blick auf das Meer und den Sternenhimmel. Hier muss man einfach aragosta alla catalana (Languste mit Tomaten und Zwiebeln) probieren, ein Rezept aus der Zeit der katalanischen Herrschaft.

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Bosa

8 Wie viele große Kunstwerke betrachtet man Bosa am besten aus einiger Entfernung. Nur mit etwas Abstand erfasst man das ganze Bild: die eleganten Häuser mit den bunten Fassaden, die Fischerboote auf dem Fiume Temo und die mittelalterliche Burg hoch oben über der Stadt. Wer eine der hübschesten Städte Sardiniens ohne Besuchermassen erleben möchte, bleibt bis zum Abend und spaziert dann durch die schmalen Gassen, wo kleine Restaurants fangfrischen Fisch von der Westküste zubereiten.

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Tiscali

9 Die im Dämmerlicht einer halb zerfallenen Karsthöhle verborgene archäologische Stätte Tiscali gibt viele Rätsel auf. Zwar sind nur noch spärliche Reste erhalten, doch mit ein wenig Phantasie kann man sich das Nuraghen-Dorf der Bronzezeit durchaus vorstellen. Ebenso faszinierend wie Tiscali selbst ist auch der Weg dorthin: Der Pfad führt durch ein grünes Tal, am Fuß hoher Felsen entlang. Greifvögel kreisen in der Luft, und außer dem Geräusch der eigenen Schritte stört nichts die große Stille, die über allem hängt.

ANDREW PEACOCK/GETTY IMAGES ©

Der Weg nach Tiscali

Oristano

10 Oristano, im 14. Jh. Hauptstadt der Provinz Arborea, ist eine der großartigen mittelalterlichen Städte Sardiniens. In den barocken Gassen und auf den Piazze im Zentrum und im Duomo mit seiner schönen Kuppel ist die Vergangenheit allgegenwärtig. Hier lässt man es ruhig angehen und folgt den Einheimischen, die zur Piazza Eleonora d’Arborea schlendern. Oder man nutzt den Ort als Ausgangspunkt, um die phönizischen und römischen Ruinen von Tharros und die schneeweißen Strände und von Vögeln wimmelnden Lagunen der Halbinsel Sinis zu erkunden.

PSF/IMAGEBROKER©

Piazza Eleonora d’Arborea, Oristano

Grotta di Nettuno

11 Egal, ob man per Boot von Alghero aus hinfährt oder die 110 m hohe Felswand über 654 schwindelerregende Stufen hinabsteigt, die Ankunft an der Grotta di Nettuno ist unvergesslich. In der riesigen, kathedralenartigen Höhle scheint es, als habe Meeresgott Neptun höchstpersönlich Hand angelegt. Ein Wald aus bizarr geformten Stalaktiten und Stalagmiten spiegelt sich im unbewegten Wasser. Nichts kann den Zauber dieser Feenhöhle beeinträchtigen – nicht einmal die Besucherscharen zur Mittagszeit.

KEITH TAYLOR/ALAMY ©

Parco Nazionale dell’Asinara

12 Isoliert am nordwestlichen Zipfel der Insel liegt der Parco Nazionale dell’Asinara, eine der herrlichsten Küstenlandschaften Sardiniens. In diesem Nationalpark leben außer dem einzigartigen asino bianco (Albino-Esel) auch Wanderfalken, Mufflons, Wildschweine und Unechte Karettschildkröten. Wer ihnen begegnen will, schließt sich am besten einer der Wander- oder Radtouren an, die bis in die letzten Winkel der Insel führen. Andere Besucher tauchen lieber im glasklaren Wasser, das Granitfelsen und verträumte Strände umspült.

MICHAŁ KRAKOWIAK/GETTY IMAGES ©

Bergdörfer

13 Auf einer serpentinenreichen Gebirgsstraße nach nirgendwo hat man die Orientierung verloren, und kein Navigationsgerät, keine Karte und keine Schafherde kann einem weiterhelfen. Dann aber ist der Bergrücken erreicht und plötzlich kommt ein uriges Dorf in Sicht, umgeben von mächtigen Bergen und dichten Wäldern. So oder ähnlich ergeht es einem oft in den Provinzen Barbagia und Ogliastra. Lust auf ein Abenteuer? Dann nichts wie hin zu herrlich abgelegenen Bergdörfern wie Aritzo.

DEGAS JEAN-PIERRE/HEMIS.FR/GETTY IMAGES ©

Castelsardo

Sardinien für Genießer

14 „Bio“ und „Slow Food“ lauten die modernen Schlagworte für etwas, das auf Sardinien seit Jahrhunderten gepflegt wird. Die Bauernhöfe im Landesinneren verkaufen pecorino, Salami und Cannonau-Rotwein aus eigener Erzeugung, die Bäckereien von Cagliari und Nuoro kunstvoll geformtes Brot und Mandelgebäck. Das Angebot an Fisch und Meeresfrüchten ist überwältigend. Und rustikale agriturismo-Unterkünfte wie Li Mori verwöhnen ihre Gäste mit Antipasti, culurgiones (Ravioli) mit Ricotta-Füllung, Spanferkel und honiggetränkten sebadas (Teigtaschen).

BRUNO MORANDI/GETTY IMAGES ©

Feste auf Sardinien

15 Ob tollkühne Reitkünste bei der S’Ardia oder mamuthones, die beim Karneval in Mamoiada die Winterdämonen austreiben: Die Sarden feiern herrlich verrückt. Am besten plant man so, dass man Highlights wie das mittelalterliche Turnier Sa Sartiglia in Oristano im Februar, die Festa di Sant’Efisio in Cagliari im Mai oder die folkloristischen Umzüge der Sagra del Redentore in Nuoro im August mitbekommt. Gourmets können bei gastronomischen Festivitäten alles Mögliche von Maronen bis zu Seeigeln kosten.

DAVID SUTHERLAND/GETTY IMAGES ©

Das Reiterfest Sa Sartiglia in Oristano

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Gut zu wissen

Mehr Infos unter Praktische Informationen

Währung

Euro (€)

Sprache

Sardisch (Sardo) und Italienisch

Visa

EU-Bürger und Schweizer brauchen für Italien kein Visum.

Geld

In den meisten Urlaubsorten und größeren Städten gibt es Geldautomaten. Visa-, MasterCard- und Cirrus-Karten werden in größeren Hotels und Restaurants angenommen, in kleineren nur Bargeld.

Mobiltelefone

Europäische Handys funktionieren auf Sardinien problemlos, sofern sie für internationales Roaming eingerichtet sind.

Zeit

Mitteleuropäische Zeit

Reisezeit

Hauptsaison (Juli & Aug.)

Die Zimmerpreise und Besucherzahlen steigen massiv an.

Die Preise klettern über Ostern und in den Schulferien.

Die Straßen sind dann oft verstopft.

Optimales Strandwetter.

Zwischensaison (April–Juni & Mitte Sept.–Okt.)

Die Zimmer sind deutlich preiswerter.

Das Wetter ist wechselhaft und das Meer recht kühl.

Ideal zum Wandern, Radfahren und Klettern.

Sehenswürdigkeiten und Strände sind nicht so überfüllt.

Nebensaison (Nov.–März)

Das Wetter ist kühler und feuchter.

Viele Sehenswürdigkeiten, Hotels und Restaurants sind geschlossen.

Die Preise sind um bis zu 50 % niedriger.

Im Februar lockt der Karneval.

Websites

Sardegna Turismo (www.sardegnaturismo.it) Die Website des Fremdenverkehrsamts ist die erste Anlaufstelle für Infos über Aktivitäten, Kultur, Reiserouten, Events und Unterkünfte.

ENIT (www.enit.it) Der staatliche Tourismusverband Italiens gibt Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Unternehmungen und kulinarischen Genüssen.

Lonely Planet (www.lonelyplanet.com/sardinia) Informationen über Ziele, Buchungen, Reiseforum und mehr.

ARST (www.arst.sardegna.it, auf Italienisch) Fahrpläne und andere Infos zum Regionalverkehr auf Sardinien.

Trenitalia (www.trenitalia.com) Informationen zu Fahrplänen und Preisen für Zugreisen auf der Insel.

Get Around Sardinia (www.getaroundsardinia.com) Gute Tipps, wie man auf Sardinien mit öffentlichen Verkehrsmitteln herumkommt.

Wichtige Telefonnummern

Ländervorwahl Italien 0039
EU-weite Notrufnummer 112
Rettungswagen 118
Feuerwehr 115
Polizei 113

Wechselkurs

Schweiz 1 € 1,20 sFr
1 sFr 0,83 €

Aktuelle Wechselkurse siehe www.xe.com.

Tagesbudget

Budget: bis 120 €

Bett im Schlafsaal 20–25 €

Doppelzimmer in einem preiswerten Hotel 60–100 €

Hauptsaison (Juli & Aug.) meiden, weniger besuchte Urlaubsorte wählen

Tagesgerichte 15–20 €

Mittelklasse: 120–250 €

Doppelzimmer im Mittelklassehotel 100–200 €

Essen in soliden einheimischen Restaurants 25–45 €

Gehoben: über 250 €

Deluxe-Doppelzimmer in beliebten Städten und Hotels

Entspannung in Hotel-Spas

Kulinarische Genüsse und sardische Spitzenweine in Nobelrestaurants

Öffnungszeiten

Angaben für die Hauptsaison; in der Zwischen- und Nebensaison gelten meist kürzere Öffnungszeiten.

Banken Mo–Fr 8.30–13.30 & 14.45–16.30 Uhr

Bars Mo–Sa 19–1 Uhr

Cafés Mo–Sa 7 oder 8 bis 22 oder 23 Uhr

Clubs Do–Sa 22 bis 3, 4 oder 5 Uhr

Postämter Mo–Fr 8–18.50, Sa 8–13.15 Uhr

Restaurants 12 bis 14.30 oder 15 und 19.30 bis 22 oder 23 Uhr

Geschäfte Mo–Sa 9–13 & 16–20 Uhr

Ankunft auf Sardinien

Aeoroporto di Cagliari-Elmas Von 5.20 bis 22.30 Uhr verkehren ca. alle 30 Min. ARST-Busse vom Flughafen Elmas zur Piazza Matteotti (4 €, 10 Min.). Ein Taxi kostet etwa 20 €.

Aeroporto Olbia Costa Smeralda Von 6.15 bis 23.40 Uhr verkehren die Buslinien 2 und 10 (1 € bzw. 1,50 € bei Ticketkauf im Bus) halbstündlich vom Flughafen ins Zentrum von Olbia. Ein Taxi kostet um 15 €.

Aeoroporto di Alghero-Fertilia Von 5 bis 23 Uhr verkehren stündlich Busse zur/von der Via Cagliari in Alghero (1 € bzw. 1,50 € bei Ticketkauf im Bus, 25 Min.). Ein Taxi zum Flughafen kostet ca. 25 €.

Unterwegs vor Ort

Die Fahrpreise der öffentlichen Verkehrsmittel sind zivil, aber Fahrten in entlegenere Ecken der Insel können kompliziert und zeitaufwendig werden. In der Nebensaison werden viele Verbindungen nur sporadisch bedient.

Auto Wer Sardinien gründlicher erkunden will, braucht einen fahrbaren Untersatz, um abgelegene Dörfer, das gebirgige Landesinnere und menschenleere Strände zu erreichen.

Bus Busse sind meist brauchbarer als Züge. Fahrpläne bei ARST (www.arst.sardegna.it).

Zug Die Hauptstrecke führt von Cagliari nach Oristano und dann weiter nach Chilivano-Ozieri, wo eine Nebenstrecke nordwestlich nach Sassari und eine nordöstlich nach Olbia abzweigt. Fahrpläne bei Trenitalia (www.trenitalia.com).

Mehr zum Thema
Unterwegs vor Ort

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Wie wär’s mit …

Inseln & Strände

Sardiniens Inseln, Strände und vom Wind geformte Meereslandschaften sind hinreißend. Hier kann man mit Barrakudas tauchen, in versteckten Buchten ankern und sich sein ganz persönliches Fleckchen schneeweißen Sand suchen.

Parco Nazionale dell’Arcipelago di La Maddalena Rosarote Granitinseln, feinsandige Strände und glasklares Wasser.

Spiaggia di Piscinas Der entlegene, 3,5 km lange Sandstrand lockt mit unvergesslichen Sonnenuntergängen.

Isola dell’Asinara Die Insel mit Albino-Eseln und vielen anderen Tieren ist am besten zu Fuß oder per Rad zu erkunden.

Cala Mariolu Die versteckte Bucht verzaubert mit weiß schimmernden Kieseln und himmelblauem Wasser.

Spiaggia del Principe Der weiße Sandbogen mit unglaublich blauem Wasser ist der Lieblingsstrand des Aga Khan.

Spiaggia della Pelosa Malerischer Sandstrand in der Obhut eines spanischen Wachturms.

Is Aruttas Der perfekte Bogen aus glitzerndem Quarzsand am türkisblauen Meer verspricht himmlische Ruhe.

Archäologische Ausgrabungen

Die Insel lädt mit 7000 nuraghi (bronzezeitlichen Siedlungen), pozzi sacri (heiligen Quellen) und tombe dei giganti (Riesengräbern) zu archäologischen Entdeckungsreisen ein.

Nuraghe Su Nuraxi Sardiniens berühmteste Nuraghe und einzige Unesco-Welterbestätte geht auf 1500 v. Chr. zurück.

Tiscali Der ursprüngliche Zweck der Nuraghe in einer eingestürzten Karsthöhle im Supramonte bleibt rätselhaft.

Nuraghe di Santa Cristina Schöne Nuraghen-Anlage um einen bronzezeitlichen tempio a pozzo (Quellentempel).

Serra Orrios Eine geheimnisvolle Aura umgibt die verfallenen Hütten und Tempel der Nuraghen-Siedlung inmitten eines Olivenhains.

Nuraghe di Palmavera Die komplexe Anlage hat 3500 Jahre auf dem Buckel.

Necropoli del Montessu Prähistorische Felsgräber.

Coddu Ecchju Schönes Beispiel einer tomba dei giganti mit Portalstele.

Nuraghe Is Paras Diese Nuraghe beeindruckt mit einem 11,8 m hohen tholos (Kegelturm).

Outdoor-Abenteuer

Küstenfelsen erklimmen, über Wellen flitzen, durch Bergwälder wandern: Sardinien begeistert mit toller Landschaft, einzigartiger Tierwelt und Outdooraktivitäten ohne Ende.

Gola Su Gorropu Eine gewaltige, wilde Schlucht von urtümlicher Schönheit.

Cardedu Kayak Paddeltouren erschließen einsame Winkel der roten Granitküste.

Golfo di Orosei Zu Fuß oder per Boot gibt es hier einsame Buchten, Höhlen und Felsformationen zu entdecken.

Porto Pollo Das Windsurfer-Mekka der Nordküste lockt mit verlässlichen Brisen.

Cala Gonone Berauschende Klettererlebnisse an Steilwänden und Überhängen hoch über dem Meer.

Parco Nazionale del Golfo di Orosei e del Gennargentu Der größte Nationalpark Sardiniens lädt zum Wandern, Radeln, Canyoning, Tauchen, Höhlenwandern und Klettern ein.

Nereo-Höhle In der größten Unterwasserhöhle des Mittelmeers können Taucher rote Korallen bestaunen.

La Giara di Gesturi Auf der grünen Hochebene kann man Wildpferden begegnen.

Ferien auf dem Bauernhof

Die agriturismi (Unterkünfte auf Bauernhöfen), die zwischen Eichenwäldern, Olivenhainen und Schafweiden über die Insel verstreut liegen, sind ideale Ruheoasen für Urlauber, die es gemächlich angehen wollen.

Agriturismo Guthiddai Weiß getünchte Zuflucht zwischen Olivenbäumen am Fuß schroffer Berge.

Agriturismo Su Boschettu Ruhiger Bauernhof im Herzen der Insel.

Agriturismo Ca’ La Somara Wer den Eseln folgt, findet den Weg zu diesem stressfreien Bauernhof mit idyllischem Garten.

Agriturismo Testone Weitab von allem Trubel liegt diese rustikale Behausung in einem Steineichenwald.

Agriturismo Nuraghe Mannu Der superfreundliche agriturismo verwöhnt mit Essen aus eigenen Erzeugnissen und weitem Blick über Cala Gonone.

Wander- & Radtouren an der Küste

Die spektakulären Steilküsten, wilden Schluchten und zahlreichen Buchten sind am besten per pedes oder Drahtesel zu erkunden.

Selvaggio Blu Ein Highlight im Osten ist diese siebentägige Wandertour an einem grandiosen Küstenabschnitt.

Riviera del Corallo Eine Radtour entlang der Steilküste zwischen Alghero und Bosa eröffnet atemberaubende Panoramen.

Cala Goloritzè Eine schöne Wanderroute führt von der märchenhaften Golgo-Hochebene zu dieser Traumbucht.

Funtanamare Eine Radtour zur abgelegenen Costa Verde bietet Ausblick auf schroffe Steilküsten und Meeresfelsen.

Cala Luna Von der Cala Fuili geht es am Rand der Steilküste entlang und durch duftende Strauchlandschaft zu dieser bezaubernden Bucht.

Parco di Porto Conte Wanderer und Radler genießen hier phantastische Küstenpanoramen und duftende Flora.

Bergstädte & -dörfer

Straßen und Flüsse winden sich durch die Felder, Wälder und Berge des stillen Inselinneren. Die Orte bezaubern mit nostalgischem Charme, Traditionsküche und umwerfender Aussicht.

Castelsardo Ein wunderschöner mittelalterlicher Ortskern mit Blick aufs Meer.

Ulassai Eine Straße schraubt sich mühsam zu dem winzigen Dorf empor, das unterhalb gezackter Berggipfel liegt.

Monti Ferru Außer schönen Dörfern in herrlicher Natur locken hier auch köstliches Rindfleisch und Olivenöl.

Orgosolo Die Wandmalereien des Bergstädtchens kommentieren das Weltgeschehen – von der Atombombe bis zur Zerstörung des World Trade Center.

San Pantaleo Abseits der mondänen Costa Smeralda liegt dieses hübsche Dorf zu Füßen von Granitfelsen.

Laconi In dem friedlichen Bergstädtchen winden sich gepflasterte Gassen zu einem lauschigen Park.

Naturwunder

Sardinien wimmelt von Wunderwerken der Natur – die Küste ist mit Buchten, Höhlen und bizarren Felsformationen gespickt, das Inselinnere von tiefen Schluchten durchzogen.

Grotta di Nettuno Schwindelerregende 654 Stufen führen zu dieser kathedralenähnlichen Höhle am Meer hinab.

Scoglio Pan di Zucchero Der Zuckerhut-Felsen ist der größte der faraglioni, die hier aus glasklarem Wasser ragen.

Grotta di Ispinigoli Die gewaltige Höhle beherbergt einen Wald aus Tropfsteinen, darunter der zweitgrößte der Welt.

Roccia dell’Elefante Wer hätte erwartet, einen Elefanten in der Nähe von Castelsardo anzutreffen? In dem bizarren Naturfels befinden sich zwei steinzeitliche Gräber.

Il Golgo Ein Blick in den düsteren Schlund des 270 m tiefen Abgrunds reicht, um Höhenangst zu kriegen.

Roccia dell’Orso Der verwitterte Granitfelsen ähnelt je nach Blickwinkel einem Bären oder einem Drachen.

Essen aus erster Hand

Die sardische Küche dreht sich um schlichte Genüsse – familiengeführte Weinkellereien, Bauernhöfe, die frischen pecorino, Honig und Salami verkaufen, Städte, die ihre Spezialitäten mit munteren Festen feiern.

Cantine Surrau Das exzellente Weingut an der Costa Smeralda ist bekannt für fruchtige Vermentino-Weißweine und vollmundige Cannonau-Rotweine.

Cabras In dem Fischerdorf sind die salzigen muggini (Barben) und bottarga (Barbenrogen) sehr probierenswert.

Durke Traumhafte sardische Süßigkeiten; die besten bestehen nur aus Zucker, Eiweiß und Mandeln.

Azienda Agricola Mossa Alessandro Der Bauernhof verkauft würzige Salami, cremigen Ziegenmilch-Ricotta und fiore sardo pecorino.

DAVID SUTHERLAND/GETTY IMAGES ©

Sardische Orangenplantage

Historische Städte

Karthager, Römer, Aragonier und Pisaner – sie alle haben Sardinien ihren Stempel aufgedrückt. Wer ihre Festungswälle entlangschlendert, zu Zitadellen emporkraxelt und sich auf Kirchplätzen ausruht, fühlt sich wie in ferne Vergangenheit zurückversetzt.

Alghero Das centro storico (Altstadt) ist ein Labyrinth aus Palazzi zwischen Stadtmauern und lockt an Sommerabenden zuhauf Gourmets an.

Cagliari In den verschlungenen Gässchen des mittelalterlichen Castello verweilen Besucher gern, um seine Türme und Mauern im Licht der untergehenden Sonne zu erleben.

Oristano Die bezaubernde Altstadt ist voll von guten Restaurants und Bars.

Iglesias Das spanische Flair und die vielen Kirchen machen den besonderen Reiz dieser Stadt aus.

Olbia Die mächtigen Schiffe des Museo Archeologico vermitteln ein anschauliches Bild der Römerzeit.

Nuoro Die Bergstadt am Fuß des Monte Ortobene hatte ihre kulturelle Blütezeit im 19. und frühen 20. Jh.

PAUL BIRIS/GETTY IMAGES ©

Leuchtturm bei Olbia

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Monat für Monat

Top-Events

Carnevale, Februar

Pasqua, März/April

Festa di Sant’Efisio, Mai

S’Ardia, Juli

Festa del Redentore, August

Januar

Festa di Sant’Antonio Abate

Zu diesem Fest am 16. und 17. Januar werden in Orosei, Orgosolo, Sedilo und Paulilatino Freudenfeuer entzündet. Finstere mamuthones, halb Mensch, halb Tier, machen Mamoiada unsicher.

Februar

Carnevale

Zu den Highlights gehören die Verbrennung des Abbilds eines französischen Soldaten in Alghero, die mamuthones in Mamoiada sowie die närrischen Kostüme in Ottana.

Sa Sartiglia

Mittelalterliches Treiben beim Reiterfest Sa Sartiglia in Oristano mit Turnieren, Reitern und Ritterkämpfen im Vorfeld des Faschingsdienstags.

März

Lunissanti

Am Palmsonntag ziehen von Inbrunst geprägte Prozessionen durch den mittelalterlichen Kern des Bergstädtchens Castelsardo.

Pasqua

Die Karwoche wird in Sardinien mit feierlichen Prozessionen und Passionsspielen begangen. Besonders sehenswert sind die Festlichkeiten in Alghero, Castelsardo, Cagliari, Iglesias und Tempio Pausania.

Sagra del Torrone

Von wegen Ostereier: Am Ostermontag schlagen sich die Einwohner von Tonara in Barbagia di Belvi die Bäuche mit köstlichem torrone (Nougat) voll (s. www.comunetonara.org).

April

Sagra degli Agrumi

Mitte April steigt in Muravera das spritzige Zitrusfruchtfest (www.sagradegliagrumi.it) mit Bergen von Orangen und Zitronen.

Festa di Sant’Antioco

Vier Tage lang feiert die Stadt Sant’Antioco seinen Schutzheiligen mit Festumzügen, Tanzaufführungen, Konzerten und Feuerwerken.

Mai

Festa di Sant’Efisio

Am 1. Mai wird eine Holzstatue des heiligen Ephisius unter buntem Festtreiben auf einem Ochsenkarren durch Cagliari gezogen und dann nach Nora gebracht. Am 4. Mai kehrt der Heilige wieder zurück, was Anlass zu weiteren Festlichkeiten bietet.

Cavalcata Sarda

Am vorletzten Sonntag im Mai feiern in Sassari Hunderte von Einheimischen in historischen Kostümen den Sieg über die Sarazenen im Jahr 1000 n. Chr. Am Ende des Festzugs galoppieren Reiter durch die Straßen der Stadt.

Juni

Girotonno

Mit Kochwettbewerben, Verkostungen, Konzerten und Veranstaltungen rund ums Thema Meer wird Carlofortes berühmte mattanza (Thunfischfang) begangen.

Juli

S’Ardia

Packendes Pferderennen, bei dem eine Horde Reiter um die Kirche in Sedilo rast.

L’Isola delle Storie, Festival Letterario della Sardegna

Während des dreitägigen Literaturfestivals (www.isoladellestorie.it) finden in und um Gavoi Autorenlesungen und Konzerte statt.

Festa della Madonna del Naufrago

Mitte Juli wird bei einer Bootsprozession vor der Küste bei Villasimius zu Ehren der ertrunkenen Seeleute eine Unterwasser-Madonna mit einem Blumenkranz geschmückt.

August

Festa di Santa Maria del Mare

Am ersten Augustwochenende huldigen die Fischer von Bosa der Muttergottes mit einer Schiffsparade auf dem Fluss.

Matrimonio Maureddino

Am ersten Sonntag im August spielen kostümierte Einwohner von Santadi eine maurische Hochzeit nach.

I Candelieri

Das sehenswerte Fest findet am 14. August in Sassari statt. Höhepunkt ist die faradda, bei der die neun Zünfte der Stadt in Begleitung von Trommlern und Flötenspielern riesige Votivkerzen durch die Straßen tragen.

Festa del Redentore

Reiter und Tänzer begleiten Sardiniens spektakulärstes Kostümfest. Am 28. August geht ein Fackelzug durch Nuoro. Am folgenden Vormittag findet eine Wallfahrt zur Statue von Christus dem Erlöser auf dem Monte Ortobene statt.

Festa dell’Assunta

Bruderschaften, Reiter und Frauen in traditioneller Tracht ziehen Mitte August durch Orgosolo.

Time in Jazz

In der zweiten Augustwoche findet in Berchidda dieses große Musikfestival (www.timeinjazz.it) mit Jam-Sessions, Konzerten und Tanz statt.

Narcao Blues Festival

Bei einem der wichtigsten Musikevents (www.narcaoblues.it) von Sardinien stehen Ende August im Bergarbeiterstädtchen Narcao Topkünstler der Blues- und Jazzszene auf der Bühne.

September

Autunno in Barbagia

Bei diesem Herbstfestival in den Dörfern der Region Barbagia dreht sich von September bis in den Dezember alles ums Essen und um Kunsthandwerk.

Festa di San Salvatore

Hunderte weiß gekleideter junger Männer starten in Cabras zum Corsa degli Scalzi (Barfußrennen), das 8 km weit bis zur Kirche des Dörfchens San Salvatore führt.

Oktober

Sagra delle Castagne

Das Bergstädtchen Aritzo feiert Ende Oktober sein Kastanienfest.

November

Rassegna del Vino Novello

Anfang November gibt es bei diesem Festival auf den piazze von Milis den neuen Wein zu verkosten.

Dezember

Natale

In der Adventszeit bauen viele Kirchen kunstvolle Krippen auf, die sogenannten presepi. In Alghero wird das neue Jahr mit Feuerwerk und Konzerten begrüßt.

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Reiserouten

Sardiniens Highlights

Diese „Best of“-Tour kombiniert die tollsten Küstenpanoramen, Kultur-Highlights und kulinarische Erlebnisse der Insel zu einer einfachen Route.

Die ersten zwei Tage dienen der Erkundung des spanisch geprägten Alghero mit seiner befestigten Altstadt und einer Bootstour zur märchenhaften Grotta di Nettuno.

Am dritten Tag geht es nach Osten, mit einem Stopp im beschaulichen Dorf Tempio Pausania und Besuch der prähistorischen Nuraghen-Anlagen um Arzachena. Auf die Übernachtung in einem ruhigen agriturismo (Unterkunft auf einem Bauernhof) in den Bergen der Gallura folgen zwei faule Tage in den Paradiesbuchten der Costa Smeralda.

Am sechsten Tag führt die Fahrt nach Süden, um nach einer Picknickpause an der Cala Brandinchi den weiten Bogen des Golfo di Orosei zu erkunden. Cala Gonone ist der ideale Stützpunkt für Wanderungen oder Autoausflüge zu Buchten mit spektakulärer Steilküste, archäologischen Stätten und der grandiosen Gola Su Gorropu. Am neunten Tag geht es südwärts durch die Berge des Sarrabus zur Hauptstadt Cagliari. Ihre spannenden Museen, ein Bummel durch das historische Castello-Viertel auf der Hügelkuppe und ein Abendessen am Hafen sind genug Programm für den letzten Tag.

Entlang der Westküste

Die Tour entlang der weniger bekannten Westküste führt zu eindrucksvollen Nuraghen und einsamen Stränden.

Zum Aufwärmen kann man sich einen Tag an den weißen Sandstränden der Costa del Sud aalen oder auf der nahen Isola di San Pietro die Küste entlangwandern und fangfrischen Thunfisch schmausen. Über Sardiniens Bergbauzentrum Iglesias geht es nach Norden, um zwei Tage an den menschenleeren Stränden der Costa Verde zu verbringen und barfuß durch die Dünen der Spiaggia di Piscinas zu spazieren.

Am vierten Tag lockt ein Abstecher ins Hinterland zu der prähistorischen Nuraghe Su Nuraxi und den Wildpferden der Hochebene La Giara di Gesturi. Am nächsten Tag warten weiter nördlich Oristano und die phönizischen Ruinen von Tharros auf der Halbinsel Sinis.

Der sechste Tag führt ins pastellbunte Bosa mit seinem Kastell, dann über spektakuläre Küstenstraßen nach Alghero zum Abendessen auf der Ufermauer. Den Ausklang bildet ein Strandtag an der Spiaggia della Pelosa oder ein Ausflug zu den weißen Eseln der Isola dell’Asinara.

Durch Südsardinien

Die Route bietet den perfekten Mix aus Kultur und Küste, aus hektischem Hauptstadttrubel und der Ruhe der Berge und Strände westlich und östlich von Cagliari.

Zum Auftakt kann man im stimmungsvollen Cagliari zwei Tage durch die steilen Gassen des mittelalterlichen Viertels Il Castello bummeln, am Stadtstrand Poetto planschen, Highlights wie die pisanischen Türme und das Museo Archeologico Nazionale besichtigen, Ladensträßchen und von Cafés gesäumte piazze erkunden.

Am dritten Tag eröffnet die kurvenreiche Küstenstraße nach Osten abwechslungsreiche Meer- und Bergpanoramen. Ein Abstecher führt auf die üppig bewaldeten Höhen des Monte dei Sete Fratelli. Am vierten Tag lädt das funkelnde Wasser des Meeresreservats Capo Carbonara zum Tauchen oder die Costa Rei zum Ausspannen an weißen Sandstränden ein.

Die letzten Tage gibt es westlich von Cagliari die phönizischen Ruinen von Nora zu besichtigen und die piniengesäumten Buchten der Costa del Sud auszukosten. Chia ist der Strand für Windsurfer, Flamingobeobachter und Dünenwanderer.

Durch Nordsardinien

Innerhalb einer Woche lassen sich einige der reizvollsten Städte und Strände im Norden der Insel abklappern.

Startpunkt ist Alghero mit seinen quirligen piazze und dem malerischen Meerblick. Ein Tagesausflug führt zur dramatischen Steilküste des Capo Caccia. Am dritten Tag schlängelt sich die Route nordwärts zum entlegenen Stintino und dem Traumstrand Spiaggia della Pelosa. Oder man besucht die asini bianchi (weißen Esel) des Parco Nazionale dell’Asinara. Am vierten Tag sollte man etwas Zeit für die Universitätsstadt Sassari einplanen, bevor man ostwärts zu den romanischen Kirchen des Logudoro und den archäologischen Schätzen von Ozieri weiterfährt. Über die SS127 geht es nordostwärts zum urigen Bergstädtchen Tempio Pausania und dann zur surrealen Valle della Luna.

Nach Erkundung der nuraghi um Arzachena oder einer Inseltour im Parco Nazionale dell’Arcipelago di La Maddalena bleiben noch ein, zwei Tage, um sich an der Costa Smeralda unter die Promis in Porto Cervo zu mischen oder abgeschiedene Traumbuchten wie die Spiaggia del Principe zu entdecken.

Der wilde Osten

Die Fahrt durch den Parco Nazionale del Golfo di Orosei e del Gennargentu begeistert mit herrlicher Natur.

Von Nuoro, dem Zentrum der bergigen Barbagia, führt die Straße nach Oliena, wo es Cannonau-Wein zu kosten gibt. Am zweiten und dritten Tag steht Dorgali auf dem Programm, Ausgangspunkt für einen Ausflug zur Grotta di Ispinigoli mit dem zweitgrößten Tropfstein der Welt und zur Nuraghen-Siedlung Serra Orrios.

Von Dorgali führt eine spektakuläre Strecke hinab zur Bucht Cala Gonone, wo man gut zwei Tage mit Felsklettern, Tauchen oder der Erkundung des Golfo di Orosei verbringen kann. Mit dem Boot tuckert man zu verträumten Buchten wie der Cala Luna oder Cala Mariolu und zur Grotta del Bue Marino.

Wer die Wanderschuhe dabei hat, kann die letzten beiden Tage mit Wildniswanderungen füllen – etwa zur Nuraghen-Siedlung Tiscali und zur gewaltigen Schlucht Gola Su Gorropu. Vom bizarren Hochlandplateau Altopiano del Golgo führen Maultierpfade hinab zum traumhaft blauen Wasser der Cala Goloritze.

Detailansicht der Karte folgt

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Reisen mit Kindern

Die Sarden lieben bambini (Kinder) und heißen sie überall herzlich willkommen. Und die schöne Natur der Insel mit ihren sanft abfallenden Sandstränden, faszinierenden Höhlen und rätselhaften Hinterlassenschaften aus grauer Vorzeit macht Sardinien für Kids zu einem spannenden Abenteuer.

Top-Regionen für Kinder

Alghero & der Nordwesten

Phantastische, kinderfreundliche Strände, Naturparks, Höhlen, Tierbeobachtungen, Wassersportmöglichkeiten für ältere Kinder und Teenies

Cagliari

Ein langer Stadtstrand, Klettertouren auf Türme in der Altstadt, spaßige Läden und eine Zugfahrt durch herrliche Landschaft mit dem Trenino Verde

Olbia & die Gallura

Tolle Strände, Tierbeobachtungen, leichte Wandertouren und Bootsausflüge zu den Delfinen

Oristano & der Westen

Faszinierende Vogelwelt, Wassersport für Teens und wilde Sandstrände für Kleinkinder

Nuoro & der Osten

Höhlenwanderungen, Klettern, Radfahren und vielfältige Aktivitäten für größere Kinder und Jugendliche, familienfreundliche Campingplätze

Iglesias & der Nordwesten

Die Hochebene Giara di Gesturi, auf der wilde cavallini (Kleinpferde) umherstreifen, herrliche Strände an der Südküste, unheimliche Bergwerke, wundersame Höhlen

Sardinien für Kinder

Wie das übrige Italien ist Sardinien ideal für Kinder aller Altersgruppen. Babys und Kleinkinder werden überall verhätschelt. Größere Kinder und Teenager können sich bei einer Fülle von Outdoor-Aktivitäten austoben: Strandreiten, Tauch- und Schnorchelkurse, Kajak- oder Klettertouren, Tierbeobachtungsexkursionen, Küstenwanderungen und vieles mehr.

Sardinien besitzt einige der schönsten Strände des Mittelmeers, ist aber noch nicht so touristisch wie viele andere Urlaubsziele in Europa. Die sanft abfallenden, feinsandigen Strände der Nord-, West- und Südküste sind für Familien besonders geeignet. Hier können die Kleinen stundenlang Sandburgen bauen und im kristallklaren Wasser planschen. Die meisten Urlaubsorte haben kinderwagentaugliche Promenaden, Spielplätze und Eiscafés.

Mit etwas Erzählkunst lassen sich Sardiniens Landschaften, Geschichte und Kultur auch Kindern schmackhaft machen. So werden Grotten und Höhlen, prähistorische Stätten wie die tombe dei giganti (Hünengräber) und domus de janas („Feenhäuser“) zu spannenden Zielen. Oder wie wäre es mit einer Autofahrt durch Täler, die mit ihren verstreuten Felsbrocken als surreale Kulisse für einen Science-Fiction-Film herhalten könnten?

In öffentlichen Verkehrsmitteln und bei den meisten Sehenswürdigkeiten gibt es für Kinder Ermäßigungen.

Highlights für Kinder

Strandspaß

Halbinsel Sinis Lange Sand- oder winzige Kiesstrände, ideal für Kleinkinder.

Cala Gonone Familienfreundlicher Ferienort mit piniengesäumtem lungomare (Uferpromenade), schattigem Campingplatz und zahlreichen Spielplätzen.

Costa del Sud Sardiniens Südwestküste lockt mit sandigen Abschnitten und klarem, seichtem Wasser.

Cala Battistoni, Baia Sardinia Abenteuerliche Rutschen, verrückter Wasserspaß und dazu schöne Sandstrände.

Riviera del Corallo, Alghero Viel Grün, Sonnenliegen und -schirme, Spielplätze.

Costa Verde Herrliche Strände mit Dünengürtel fernab vom Touristentrubel. Wenig Infrastruktur, aber viel Platz zum Herumtoben.

Aktiv austoben

Cardedu Kajaktouren und Campingabenteuer an der roten Granitküste.

Arborea Großes Reitzentrum mit Reitunterricht und Ausritten am Strand oder durch Pinienwälder.

Golfo di Orosei Kanu-, Rad-, Höhlen-, Tauch- und Canyoningtouren – alles prima Beschäftigungen für Teenager.

Palau und Porto Pollo Die Nachbarorte an der Nordküste bieten Wassersport ohne Ende – vom Windsurfen und Kajakfahren bis zu Bubblemaker-Tauchkursen für Kids.

Laguna di Nora Kanuausflüge und einfaches Schnorcheln.

Capo Carbonara Seichtes Wasser und Sandstrände zum Spielen und Schnorcheln.

Natur & Tierwelt

Halbinsel Sinis Salzseen und, im Frühjahr, Rosaflamingos.

Parco Nazionale dell’Asinara Die weißen Esel sind die Topattraktion des wildromantischen Nationalparks im Norden.

Parco Naturale Regionale Molentargius Geschützte schilfgesäumte Feuchtgebiete mit interessanter Vogelwelt – Flamingos, Reiher usw.

Stagno S’Ena Arrubia Fernglas bereithalten, um Flamingos, Reiher, Wasserhühnchen und Fischadler zu erspähen.

La Giara di Gesturi Mit etwas Glück bekommt man die kleinen Wildpferde zu Gesicht, die auf der Hochebene heimisch sind.

Capo Carbonara Das Meeresschutzgebiet lockt mit Lagunen voller Flamingos und Bootsausflügen zu seinen Inseln.

Felsen & Höhlen

Roccia dell’Orso, Palau Vom Wind modellierter Granitfelsen in Form eines Bären.

Grotta di Nettuno, Capo Caccia 654 Stufen führen zum Eingang dieser phantastischen, kathedralenähnlichen Höhle hinab.

Le Grotte Is Zuddas, Santadi Spektakuläres Höhlensystem mit bizarren Sinterformen.

Roccia dell’Elefante, Castelsardo Außer dem Bären gibt es noch den Elefantenfelsen.

Grotta di Ispinigoli, Dorgali Ein unterirdisches Märchenreich aus Tropfsteinen, darunter der zweitgrößte der Welt.

Reiseplanung

Reisezeit

Wer mit Kindern unterwegs ist, besucht Sardinien am besten in der Zeit von April bis Juni oder im September. Dann ist das Wetter milde, es gibt reichlich Unterkünfte und weniger Touristengedränge. Im Juli und August schießen die Temperaturen und Preise in die Höhe und die Touristen knubbeln sich. Familien, die an die Schulferien gebunden sind, können auf agriturismi (Unterkünfte auf Bauernhöfen) im Inselinneren ausweichen: Familien sind hier herzlich willkommen und es gibt Platz zum Herumtoben, Tiere zu tätscheln und Wanderwege zu erkunden.

Unterkünfte

Die Ferienorte an Sardiniens Küsten sind voll und ganz auf Familien eingestellt. Viele Hotels und Campingplätze haben Pools, Kinderclubs mit Aktivitätsangeboten und Speisekarten für Kinder. Ferienwohnungen bieten Familien willkommenen Freiraum und sind unterm Strich oft billiger als ein Hotel. Eine andere tolle Möglichkeit sind die agriturismi – ideal für aktive Familien, die Sardiniens Natur erleben und mehr von der Insel sehen wollen als bloß den nächsten Strand.

Es ist ratsam, frühzeitig zu reservieren und sich ggf. nach den Unterbringungsmöglichkeiten für Kinder zu erkundigen. Viele Hotels sind gern gewillt, ein Kinderbettchen oder ein Zusatzbett gratis oder gegen einen kleinen Aufschlag ins Zimmer zu stellen. Familienfreundliche Unterkünfte sind in diesem Führer mit einem -Symbol gekennzeichnet. Mehr Infos dazu gibt es im Kapitel Unterkunft.

Gepäck

Bei den meisten Fluggesellschaften – sogar Billigfliegern – darf man einen zusammenklappbaren Buggy ohne Zusatzkosten mit an Bord nehmen (er muss beim Check-in etikettiert werden). Für weitere Teile wie Kindersitze oder Babybettchen werden mitunter heftige Aufschläge fällig. Babynahrung, Milch und abgekochtes Wasser dürfen ins Handgepäck.

Baby-Grundbedarf

Säuglingsmilch in Pulver- oder flüssiger Form sowie Sterilisationslösungen gibt es in den farmacie (Apotheken). Einwegwindeln – pannolini – bekommt man ebenfalls in farmacie und, in größerer Auswahl, in Supermärkten. Vor dem Wochenende daran denken, dass die Geschäfte sonntags in der Regel geschlossen sind.

Frischmilch wird in Supermärkten, alimentari (Lebensmittelläden) und manchen Bars in Liter- und Halb-Liter-Kartons verkauft. Für alle Fälle kann man eine Notreserve an lungo conservazione (H-Milch) mitführen.

Mietwagen

Die meisten Autovermieter verleihen (normalerweise gegen eine Tagesgebühr) Baby- und Kindersitze, die man aber frühzeitig reservieren sollte. Am besten vergewissert man sich schon bei der Buchung, ob das Auto groß genug ist, um Gepäck und Buggy in den Kofferraum zu quetschen.

Verkehrsmittel

Kinder unter vier Jahren fahren in Zügen und auf Fähren generell umsonst mit, haben dafür aber auch keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz bzw. ein Kabinenbett. Für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren gilt normalerweise ein Preisnachlass von 50 %.

Die Züge auf Sardinien sind nur selten überfüllt, aber in der Hauptsaison ist es doch ratsam, Sitzplätze zu reservieren.

Achtung: Viele Küsten- und Bergstraßen sind so kurvenreich, dass man Anfälle von Reiseübelkeit einkalkulieren sollte.

Besonders beliebt bei Kindern ist der Trenino Verde, eine Schmalspurbahn, die durch eine der spektakulärsten und unzugänglichsten Landschaften Sardiniens zuckelt.

MMMH, LECKER ESSEN!

Mit Kindern essen zu gehen ist auf Sardinien eine ziemlich stressfreie Angelegenheit. Das gilt umso mehr in den Ferienorten an der Küste, wo die Kids in den Hotelrestaurants gern gesehen sind. Es gibt kaum Tabus, was den Restaurantbesuch mit Kindern angeht – auch wenn die Einheimischen selbst ihre Kinder eher in die populären Trattorias mitnehmen und nur selten in gehobene Restaurants.

Spezielle Kindergerichte gibt es kaum, aber viele Restaurants richten sich gern nach den Wünschen der Kleinen oder servieren eine mezzo porzione (halbe Portion). Nur wenige Restaurants haben seggioloni (Hochstühle), also entweder eine tragbare Stuhl-Sitzerhöhung mitbringen oder das zappelige Kleinkind auf den Schoss nehmen und das Beste hoffen. Auch Wickeltische sind rar, aber meist hilft das Personal, einen Platz zum Windelwechsel zu finden und sei es ein leerer Servierwagen.

Die Kids werden auf der Speisekarte sicher fündig. Überall gibt es Spaghetti, aber auch sardische Pastaspezialitäten wie die muschelförmigen malloreddus oder ravioli-ähnliche culurgiones mit Ricottafüllung. Eis ist das ideale Bestechungsmittel für maulende Kinder – oder auch Pizza, die aber hier meist erst abends serviert wird.

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