Inhalt

REISEPLANUNG

Übersichtskarte Schweden

Willkommen in Schweden

Schwedens Top 15

Gut zu wissen

Wie wär’s mit …

Monat für Monat

Reiserouten

Outdoor-Aktivitäten

Reisen mit Kindern

Schweden im Überblick

REISEZIELE IN SCHWEDEN

STOCKHOLM & UMGEBUNG

Bildergalerie 1

Rund um Stockholm

Drottningholm

Stockholms Schären

Kapellskär

Nationalpark Tyresta

Sigtuna

Mariefred

UPPSALA & MITTELSCHWEDEN

Uppsala

Lövstabruk

Nyköping

Eskilstuna

Västerås

Sala

Nora

Örebro

Karlstad

Sunne

Torsby & Umgebung

Falun

Region Siljansee

Sälen & Umgebung

Idre & Grövelsjön

GÖTEBORG & DER SÜDWESTEN

Göteborg

Rund um Göteborg

Südliche Schären

Bohuslän

Küste von Bohuslän

Uddevalla

Strömstad

Dalsland

Håverud

Rund um Håverud

Västergötland

Vänersborg

Trollhättan

Lidköping

Halland

Halmstad

Varberg

MALMÖ & DER SÜDEN

Skåne

Malmö

Lund

Halbinsel Falsterbo

Trelleborg

Smygehuk

Ystad

Rund um Ystad

Österlen

Kristianstad

Åhus

Helsingborg

Halbinsel Kulla

Blekinge

Karlskrona

Karlshamn

DER SÜDOSTEN & GOTLAND

Östergötland

Norrköping

Linköping

Vadstena

Rund um Vadstena

Småland

Jönköping & Huskvarna

Gränna & Visingsö

Eksjö

Växjö

Kalmar

Glasriket

Oskarshamn

Västervik

Vimmerby

Öland

Borgholm & Umgebung

Der Norden von Öland

Das Zentrum von Öland

Der Süden von Öland

Gotland

Visby

Rund um Visby

Der Norden von Gotland, Furillen & Fårö

Nationalpark Gotska Sandön

Der Osten von Gotland

Der Süden von Gotland

ÖSTERSUND & BOTTNISCHER MEERBUSEN

Jämtland

Östersund

Åre

Storlien & Umgebung

Härjedalen

Funäsdalen & Umgebung

Bottnischer Meerbusen

Gävle

Hudiksvall

Sundsvall

Härnösand

Höga Kusten

Umeå

Skellefteå

Luleå

Haparanda

LAPPLAND & DER HOHE NORDEN

Strömsund

Vilhelmina

Storuman

Tärnaby & Hemavan

Sorsele & Ammarnäs

Arvidsjaur

Arjeplog

Jokkmokk

Rund um Jokkmokk

Gällivare

Nationalpark Muddus

Kiruna

Nikkaluokta & Kebnekaise

Jukkasjärvi

Abisko

Riksgränsen

Kungsleden

Karesuando

Pajala

SCHWEDEN VERSTEHEN

Schweden aktuell

Geschichte

Essen & Trinken

Menschen & Kultur

Natur & Umwelt

Design & Architektur

Die Samen

PRAKTISCHE INFORMATIONEN

Allgemeine Informationen

Verkehrsmittel & -wege

Sprache

Kartenlegende

SPECIALS

Reiserouten

Outdoor-Abenteuer

Design & Architektur

Die Samen

Zurück zum Anfang des Kapitels

Detailansicht der Karte folgt

Willkommen in Schweden

Eisiges Ödland, gemütliche Landhäuser, Urwälder, felsbedeckte Inseln, Rentierhirten und das Erbe der Wikinger: All das trägt zum vertrauten Bild von Schweden bei. Zutaten neueren Datums sind ein höchst modernes Stilgefühl und erstklassige Restaurants.

Schwedischer Stil

Eine Reise nach Schweden ähnelt in mancher Hinsicht einem Blick in Zeitschriften über Mode oder Innenarchitektur. Langweilige Kleidung findet man auf den Straßen Stockholms selten, und die Art und Weise, wie überall im Land Wohnhäuser, Höfe oder Cafés und der öffentliche Raum gestaltet und dekoriert werden, ist beispielhaft. Der schwedische Stil setzt dabei weniger auf äußeren Glanz, sondern führt Form und Funktion zusammen: typisch für eine Gesellschaft, in der Mäßigung, Praktikabilität und Ordnung so wichtig sind wie klare Linien und ein vernünftiges Design. Egal, ob man sich nun selbst mit Material eindeckt oder einfach nur schauen will – schon bald ist man der nüchternen Schönheit dieses Landes rettungslos verfallen .

Landschaft

Trotz allem reist man hauptsächlich wegen der Landschaft nach Schweden. Um den Zauber des Landes zu spüren, muss man zunächst die Städte hinter sich lassen. Dann segelt man durch die Schären und besucht einige einsame Inseln oder man wandert durch die Wildnis des hohen Nordens. Wandern, Zelten, Radeln, Skifahren, Segeln, Angeln, Pilze- und Beerensuchen – all das sind Vergnügungen, die die Schweden selbst über alles lieben, und die Möglichkeiten dazu sind nahezu unbegrenzt.

Die Samen

Der Norden ist die Heimat des indigenen Volkes der Samen, die traditionell nomadisch als Rentierhirten leben. Wer bis nach Lappland reist, kann diese alte Kultur kennenlernen – das Handwerk der Samen, ihre Häuser und Dörfer, ihre Verkehrsmittel und die Art ihrer Speisen. Die Chance, ein Hirtenlager zu besuchen oder einmal mit dem Hundeschlitten zu fahren, sollte man sich nicht entgehen lassen. Wem die Zeit dafür fehlt, kann zumindest in einem samischen Restaurant einkehren oder sich ein paar Holz- oder Lederarbeiten kaufen.

Wikinger & mehr

Überall in Schweden gibt es Parks, in denen Runensteine aufragen; außerdem findet man häufig Steinsetzungen in Schiffsform oder Grabhügel, die sich in die Landschaft einfügen. Aus dem Mittelalter stammen die Stadtmauern vieler Städte und die Festungen an der Küste. Die Ruinen der Wikinger und manche Geschichten über dieses kriegerische Volk sind im heutigen Schweden immer noch allgegenwärtig. Eine Fahrt durch Schweden ist also immer auch eine Reise in die europäische Vergangenheit.

PETER ADAMS / GETTY IMAGES ©

Skärhamn, Tjörn

Warum ich Schweden liebe

Von Becky Ohlsen

Schweden fühlt sich einfach so gesund an. Die Menschen hier wissen, wie sie ihr herrliches Land genießen können – die prachtvolle Natur, die wunderschöne Landschaft ebenso wie die Fülle an Essbarem. Meine ersten Reisen nach Schweden waren Besuche bei den Großeltern, und jeden Tag unternahmen wir lange Spaziergänge in den Wäldern. Abends gab es vor Ort gefangenen Fisch und Beilagen vom Stockholmer Markt – und als Nachspeise schwedische Erdbeeren. Bis heute bedeutet Schweden für mich: viel draußen sein, zelten, wandern oder einfach nur entspannt spazieren gehen.

Mehr Informationen über die Autorinnen gibt es hier.

Zurück zum Anfang des Kapitels

Schwedens Top 15

Stockholm

1 Die Hauptstadt des Landes bezeichnet sich selbst als „Schönheit am Wasser“ und hat damit sicherlich recht. Die vielen Wasserwege reflektieren das tief stehende Licht auf die Gebäude, und beim Spaziergang durch die verschlungenen Gassen der Gamla Stan fühlt man sich wie im Märchen. Zudem hat Stockholm erstklassige Museen und Restaurants zu bieten. Dank der gut funktionierenden öffentlichen Verkehrsmittel und der Mehrsprachigkeit der Einheimischen ist die Stadt leicht zu erkunden, und am Abend kann man sich erschöpft in ein gemütliches Designer-Hotel zurückziehen.

MATTI NIEMI / GETTY IMAGES ©

Stortorget, Gamla Stan

Wandern in Norrland, Abisko

2 Schweden kann mit einigen wirklich wunderschönen Wanderwegen aufwarten, die fast alle gut gepflegt und mit bequem erreichbaren Berghütten bestückt sind. Die Wandersaison fällt allerdings relativ kurz aus, doch die unberührte Natur zählt zu Schwedens größten Vorzügen als Reiseziel. Ein guter Ausgangspunkt, um sich ins Abenteuer zu stürzen, ist das gemütliche Dorf Abisko in Norrland, wo der Fernwanderweg Kungsleden beginnt – eine Hochburg der Wanderfreunde, die sich ohne Aufwand mit der Bahn erreichen lässt.

SABINE LUBENOW / GETTY IMAGES ©

Nationalpark Abisko

Zauber des Nordens, Kiruna

3 Was den Norden Schwedens so berühmt gemacht hat, ist auf der einen Seite ein Werk der Natur, auf der anderen Seite ein Werk des Menschen, und beide liegen jenseits des Polarkreises. Kein anderes Naturschauspiel reicht an die Nordlichter (aurora borealis) heran – die Lichter, die im arktischen Winter (Oktober bis März) am nächtlichen Himmel umhertanzen. Das Icehotel, ein einfaches Iglu bei Kiruna, das in einen Eispalast verwandelt wurde, wird von der Natur inspiriert und wird jeden Winter immer etwas anders aufgebaut.

JUSTIN REZNICK PHOTOGRAPHY / GETTY IMAGES ©

Gaumenfreuden in Stockholm

4 Traditionell ist das schwedische Essen eher ein bescheidenes, gesundes Unterfangen auf der Grundlage von Fisch, Kartoffeln und haltbar gemachtem Fleisch. In den letzten Jahren jedoch haben die Spitzenköche des Landes Neuland betreten, sodass es zusätzlich zu den klassischen bzw. exotischen Tagesgerichten wie gebackenem Hering, Fleischklopsen, Polarsaibling oder Rentier mit Wildbeeren moderne, innovative Kost gibt, die international Anklang finden könnte. Essengehen kann in Schweden ein Abenteuer und ein Erlebnis werden (siehe >>).

JOHNER IMAGES / GETTY IMAGES ©

Mittelalterliches Visby

5 Die Hanse- und Hafenstadt Visby ist so schön, dass eine Übertreibung kaum möglich ist; sie allein ist Grund genug, um mit der Fähre nach Gotland zu reisen. Von dicken, mittelalterlichen Mauern umschlossen sind die verwinkelten Straßen mit Kopfsteinpflaster, Blumen wuchern um Märchenhäuser und Ruinen hoch in den Hügeln bieten einen herrlichen Blick über die Ostsee. Die Stadtmauer mit ihren gut 40 Türmen samt faszinierenden Kirchenruinen im Zentrum ist der Traum eines jeden Fotografen. Die Stadt ist auch ein Eldorado für Feinschmecker; die vielen Gourmetrestaurants beeindrucken selbst anspruchsvollste Gäste.

PER MIKAELSSON / GETTY IMAGES ©

St. Nicolai Kyrka

Göteborg

6 Das Pendant zu Stockholms selbstbewusstem Glanz ist Göteborg, eine Stadt voller Kontraste: mit Museen, rauer Industrielandschaft, hübschen Parks und einer ausgefallenen Küche. Es gibt leckere Shrimps und Fisch – direkt vom Boot oder in einem der fünf Sterne-Restaurants. Ansonsten lädt der größte Freizeitpark Schwedens zu Spiel und Spannung ein. Nicht versäumen sollte man zudem einen Einkaufsbummel in Haga und Linné. Man kann mit dem Schiff dorthin fahren oder die 190 km entlang dem Göta-Kanal wandern.

HOLGER LEUE / GETTY IMAGES ©

Kungsparken (Königspark)

Die Küste von Bohuslän

7 Die Küste von Bohuslän zwischen Himmel und Meer ist rau und wunderschön; an ihren Schären wimmelt es von Vögeln, und die Dörfer sind hell getüncht und lugen aus den Felsen hervor. Die Filmschauspielerin Ingrid Bergman liebte das hübsche Fjällbacka, die preisbewussten Norweger strömen nach Strömstad, und jeder Segler weiß, dass im August Tjörn wegen der Insel-Regatta angesagt ist. Der wahre Sommergenuss besteht darin, sein Strandtuch auf einem Felsen auszubreiten und sich eine Tüte mit Shrimps schmecken zu lassen.

PETER ADAMS / GETTY IMAGES ©

Smögen

Gotland & Fårö

8 Im 12. und 13. Jh. schmückten Kaufleute die Insel mit herrlichen Kirchen. Heute locken Gotlands reizvolle Ruinen, die abgelegenen Strände, idyllische Rad- und Reitwege, faszinierende Felsformationen, die hervorragenden Restaurants und das quirlige Nachtleben im Sommer Gäste aus aller Welt an. Wichtigster Event ist Medeltidsveckan (Woche des Mittelalters); dann erwacht die Altstadt von Visby mit Trachten, Historienspielen und Märkten zum Leben. Freunde des Kinos und Naturliebhaber zieht es hinauf nach Fårö, wo Ingmar Bergman lebte.

BOISVIEUX CHRISTOPHE / GETTY IMAGES ©

Das Glasreich

9 Im Glasriket (Glasreich) tun sich Geschick und Muskelkraft zusammen, um faszinierende (und oft auch praktische) Kunstwerke zu schaffen. Hier kann man Glasbläsern dabei zuschauen, wie sie fantasievolle Kreaturen, Schalen, Vasen und Skulpturen formen. Man kann diese Kunst auch selbst ausprobieren oder in den Zentren Kosta und Orrefors ein Andenken für daheim erstehen. Wissenswertes über die 500 Jahre alte Industrie vermittelt das Smålands Museum in Vaxjo. Am Ende erfreut ein Cocktail in Kjell Engmans kobaltblauer Bar im Kosta Boda Art Hotel.

NIKLAS BERNSTONE / GETTY IMAGES ©

Stockholmer Schären

10 Die Stockholmer Schären dümpeln vor der Stadt in der Ostsee – eine Wunderwelt aus kleinen Felsinseln. Einige sind gerade einmal so groß, dass eine Möwe abheben kann, andere dicht bewaldet und mit Wildblumen bestanden. Die meisten befinden sich gleich vor den Toren der Stadt und lassen sich mit den im Sommer regelmäßig verkehrenden Fähren besuchen. Hostels, Campingplätze und feudalere Quartiere laden zum Übernachten ein – und die wachsende Anzahl an hervorragenden Restaurants zum Verweilen.

JOHNER IMAGES / GETTY IMAGES ©

Wikingerdorf Foteviken

11 Es gibt immer noch echte Wikinger in einem der interessantesten Orte Schwedens. Foteviken ist eine lebensechte Nachbildung eines Dorfes aus der späten Wikingerzeit; es liegt an der Küste nahe dem Ort, wo 1134 die Schlacht von Foteviken stattgefunden hat. Der Ort besteht aus 22 reetgedeckten Häusern, die man allesamt besichtigen kann. Besonders sehenswert sind die große Versammlungshalle und ein Katapult. Man kann sogar Kunsthandwerk der Wikinger kaufen – alles wirkt erstaunlich echt und folgt alten Traditionen,

ANDERS BLOMQVIST / GETTY IMAGES ©

Gammelstad

12 Schweden kann mit einer Fülle von Schätzen aufwarten, die zum Weltkulturerbe der Unesco zählen. Ein schönes Beispiel ist die Kirchenstadt Gammelstad unweit von Luleå. Sie ist die größte Kirchenstadt des Landes und war im Mittelalter ein bedeutendes Zentrum. Die Nederluleå-Kirche, ein Steingebäude aus dem Jahr 1492, beeindruckt mit einem Altaraufsatz, der einer Kathedrale zur Ehre gereichen würde; außerdem gibt es 424 Holzhäuser zu bestaunen, in denen die Menschen vergangener Zeiten auf Wochenendwallfahrt nächtigten.

CULTURA TRAVEL/PHILIP LEE HARVEY / GETTY IMAGES ©

Per Inlandsbanan nach Gällivare

13 Entlang der historischen Eisenbahnstrecke (nur im Sommer) durch Norrland erblickt man kleine Bergbaustädchen, dichte grüne Wälder, Rentierherden und mitunter sogar Elche. Die Strecke wurde in den 1930er-Jahren gebaut und 1992 für den regulären Betrieb stillgelegt, hat aber so viel Charme und historischen Zauber, dass das langsame Vorankommen kein Problem darstellt – man hat genügend Zeit, die Landschaft zu genießen. Die Bahn ist ein herrlich schrulliges Fortbewegungsmittel und bietet Abenteuer pur.

KEVEN OSBORNE/FOX FOTOS / GETTY IMAGES ©

Wintersport in Åre

14 Wintersport übt in Lappland eine enorme Anziehungskraft aus. Wer zum Langlauf gehen möchte, schnappt sich einfach ein Paar Skier, und los geht’s gleich vor der Haustür. Für den Abfahrtslauf, ob nun Heliskifahren oder Snowboarden, ist Åre die beste Location. Wenige Freizeitaktivitäten sind so amüsant wie die Fahrt im Hundeschlitten durch die Eiswüste. Wer einen Motor bevorzugt, kann seine Autofahrkünste auf den zugefrorenen Seen erproben – Wettrennen inklusive.

JOHNER / GETTY IMAGES ©

Vasamuseet

15 Das Vasamuseet in Stockholm ist einzigartig: ein Gebäude als Schaukasten für ein versunkenes Schlachtschiff. Die Galeone war der ganze Stolz der schwedischen Krone, als sie im August 1628 auslief. Doch dann kippte das kopflastige Schiff und sank auf den Grund der Saltsjön-Bucht, wo es 300 Jahre auf seine Bergung wartete. Das Museum zeigt, wie das Wrack gefunden und restauriert wurde, wie es zu der Havarie kam und welche Bedeutung dieses Ereignis für das schwedische Volk hat.

ANDERS BLOMQVIST / GETTY IMAGES ©

Zurück zum Anfang des Kapitels

Gut zu wissen

Weitere Hinweise im Kapitel „Praktische Informationen“

Währung

Schwedische Krone; Krona (Skr)

Sprachen

Schwedisch, Finnisch, Samische Dialekte

Visa

Besucher aus der EU und der Schweiz benötigen für die Einreise nach Schweden bei einem Aufenthalt von bis zu drei Monaten nur einen gültigen Reisepass oder Personalausweis.

Geld

Geldautomaten sind weit verbreitet. Kreditkarten werden in den meisten Hotels und Restaurants akzeptiert.

Handys

Die meisten Handys funktionieren in Schweden, wobei Roaming-Gebühren anfallen. Schwedische SIM-Karten lassen sich problemlos ins eigene Gerät einsetzen.

Zeit

Es besteht kein Zeitunterschied zu Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Reisezeit

Hochsaison (Mitte Juni–Aug.)

Die Saison beginnt zur Sommersonnwende; es ist warm, die meisten Sehenswürdigkeiten und Unterkünfte sind geöffnet.

Einige Restaurants und Geschäfte schließen im Juli oder August, weil die Betreiber selbst Urlaub machen.

Zwischensaison (Sept. bis Okt.)

Das Wetter ist noch schön, auch wenn kaum jemand da ist, um es zu genießen.

Viele Touristenattraktionen sind geschlossen.

Die Hotelpreise sind wieder normal, am Wochenende sogar noch günstiger.

Nebensaison (Nov.–Mai)

Die beste Jahreszeit für Wintersport, die Nordlichter und Märkte an den Feiertagen.

Unterkünfte und Winteraktivitäten sollte man im Voraus buchen.

Viele Campingplätze und Hostels haben im Winter geschlossen.

Infos im Internet

Visit Sweden (www.visitsweden.com) Die offizielle Website des schwedischen Fremdenverkehrsamts.

Swedish Institute (www.si.se/English) Fundierte Informationen zur schwedischen Kultur.

The Local (www.thelocal.se) Nachrichten aus Schweden auf Englisch.

Smorgasbord (www.sverigeturism.se/smorgasbord) Eine Datenbank mit Suchfunktion.

Lonely Planet (www.lonelyplanet.com/sweden) Zur Planung und Inspiration.

Wichtige Telefonnummern

Landesvorwahl 0046
Telefonauskunft, Ausland 118 119
Telefonauskunft, Schweden 118 118
Notruf 112

Wechselkurse

Euro-Zone 1 € 9,33 Skr
Schweiz 1 SFr 8,84 Skr
US 1 US$ 8,62 Skr

Aktuelle Wechselkurse im Internet unter www.xe.com

Tagesbudget

Preiswert: unter 1000 Skr

Bett im Schlafsaal oder Zeltplatz: 200–300 Skr

Fastfood-Mahlzeit (Döner, Quiche, Sandwich): 55–85 Skr

Bus- und U-Bahnfahrkarte für 24 Std.: 115 Skr

Eintritt in Museen: 100 Skr

Mittelteuer: 1000–2000 Skr

Doppelzimmer in einem Mittelklassehotel: 800–1600 Skr

Bier während der Happy Hour: 35–75 Skr

Mahlzeit in einem Mittelklasserestaurant: 100–200 Skr

Bus- und U-Bahnticket für 72 Std.: 230 Skr

Teuer: über 2000 Skr

Doppelzimmer in einem Spitzenhotel: 1600–2600 Skr

Abendessen mit Getränken in einem schönen Restaurant: 350–600 Skr

Taxifahrt vom Flughafen: 520 Skr

Öffnungszeiten

Wenn nicht anders angegeben, sind in diesem Reiseführer die Öffnungszeiten während der Hochsaison (Mitte Juni–Aug.) vermerkt. Im restlichen Jahr sind sie weniger lang.

Banken Montag bis Freitag von 9.30 bis 15 Uhr; manche Filialen in der Stadt haben bis 17 oder 18 Uhr geöffnet.

Bars und Kneipen Von 11 oder 12 Uhr bis 1 oder 2 Uhr.

Behörden Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 17 Uhr.

Restaurants Mittagessen von 11 bis 14 Uhr; Abendessen von 17 bis 22 Uhr; oft sonntags und/oder montags geschlossen; Restaurants im obersten Preissegment schließen oft im Juli oder August für ein bis zwei Wochen.

Geschäfte Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, Samstag bis 13 Uhr.

Ankunft in Schweden

Stockholm-Arlanda Airport Der Arlanda Expresszug verkehrt von 5 Uhr bis 23.30 Uhr alle zehn bis 15 Minuten (nach 21 Uhr im 30-Minutentakt); die Fahrt dauert 20 Minuten und kostet (einfach) 260 Skr. Ein Taxi kommt auf 475 Skr bis 520 Skr. Der Flughafenbus Flygbuss verkehrt alle zehn bis 15 Minuten vom Flughafen zum Cityterminalen; die Fahrt dauert rund 50 Minuten und kostet (einfach) 119 Skr.

Unterwegs vor Ort

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind in Schweden zuverlässig und lassen sich problemlos benutzen. Die Straßen sind generell in gutem Zustand, Busse und Züge sind komfortabel; in den Bahnhöfen und Haltestellen sowie an Bord gibt es jede Menge Dienstleistungen. Unter http://reseplanerare.resrobot.se. findet sich ein guter Reiseplaner.

Zug Erschwinglich und mit einem großen Streckennetz; die Geschwindigkeit hängt davon ab, ob es sich um eine Lokal-, Regional- oder Expressverbindung handelt.

Bus Umfassenderes Netz als die Bahn; oft ebenso schnell und preiswert (oft sogar erheblich günstiger).

Auto Teuer, aber ideal, um abgelegenere Orte und Nebenstraßen zu erkunden, und zwar vor allem beim Zelten und bei Outdoor-Aktivitäten.

Mehr zum Thema Unterwegs vor Ort

Zurück zum Anfang des Kapitels

Wie wär’s mit ...

Wandern

Schweden ist mit seinen zahlreichen naturbelassenen, aber dennoch gut gepflegten Wanderwegen und dem hervorragend ausgebauten Netz aus Hütten und Campingplätzen ein fantastisches Land zum Wandern.

Kungsleden Der „Königsweg“, eine beliebte und gut begehbare Nordroute

Höga Kusten Leden Fantastische Ausblicke von hohen Klippen hinab

Nationalpark Sarek Selbst für fortgeschrittene Wanderer eine Herausforderung

Skåneleden Toller Weg an Schwedens Südküste entlang

Arctic Trail Ein 800 km langer Weg, der als gemeinsames Projekt der Schweden, Norweger und Finnen angelegt wurde und jenseits des Polarkreises verläuft

Kebnekaise Schwedens höchster Gipfel gilt als Highlight für Wanderer in Norrland

Die europäischen Fernwanderwege E1 und E6 verlaufen von Varberg nach Grövelsjön (1200 km) und von Malmö nach Norrtälje (1400 km)

Finnskogleden Ein 240 km langer Wanderweg an der Grenze zwischen Norwegen und Värmland (Schweden)

Alpine Abenteuer

Norrland ist im Winter eine der besten Regionen für viele erlebnisreiche Outdoor-Aktivitäten.

Åre Die schicke, kleine Stadt ist ein fabelhafter Wintersportort

Riksgränsen Dieser Urlaubsort liegt direkt an der Grenze zu Norwegen und ist vornehmlich für fortgeschrittene Skifahrer geeignet

Tärnaby Eine Stadt am Rande eines fantastischen Sees mit ständig wachsendem Wintersportangebot; etwas entlegener als das benachbarte Hemavan

Båtsuoj Sami Camp Für diejenigen, die noch niemals ein Rentier gesehen haben ...

Jokkmokk Wintermarkt Absehen einmal von den guten Einkaufsmöglichkeiten und dem Straßentheater, finden auf diesem riesigen Markt auch Rentierrennen statt

Abisko In diesem gut unterhaltenen Nationalpark kann man wandern, Schneemobil und Hundeschlitten fahren oder sich einfach zurücklehnen und die Nordlichter beobachten

Kleine Dörfer

Das Land ist übersät mit winzigen Meisterwerken: roten Häuschen, kopfsteingepflasterten Dorfplätzen oder vom Wind gezeichneten Fischerhütten an der Küste.

Eksjö Eine der besterhaltenen hölzernen Städte Schwedens

Vadstena Ein lohnendes Ziel für Pilger auf ihrem Weg zur hl. Birgitta

Skanör Ort für die sommerliche Strandidylle

Höga Kusten Die winzigen und reizvollen Fischerdörfer hier muss man einfach gesehen haben

Tällberg Eine hübsche Ansammlung roter Holzhäuser entlang einer gewundenen malerischen Straße

Nora Nicht nur fantastisch schön, sondern auch ein wahres Paradies für Eis-Liebhaber

Sigtuna Von Stockholm und Uppsala gut zu erreichen. Dieses wunderschöne Dorf ist bekannt für seine zahlreichen Kirchenruinen und Schwedens älteste Hauptstraße

Vaxholm Ein fotogener Hafen und eine berühmte Festung locken unzählige Besucher in diese Stadt

ANDERS BLOMQVIST / GETTY IMAGES ©

Sigtuna

Radfahren

In den meisten Städten gibt es Fahrradverleihstationen. Außerdem ist Fahrradfahren nicht nur umweltfreundlicher, sondern zwingt einen dazu, einen Gang zurückzuschalten und die herrliche Umgebung intensiv in sich aufzunehmen.

Gotland Breite Radwege mit tollen Ausblicken aufs Meer sind geradezu ideal für Insel-Fahrradtouren

Öland Auf dieser friedlichen Insel radelt man zwischen Bauernmärkten und Naturschutzgebieten

Göta-Kanal Auf dem Weg nach Vättern kommt man an vielen Schleusen vorbei

Örebro In dieser Universitätsstadt fährt fast jeder mit dem Rad

Stockholm Obwohl der Autoverkehr hier recht hektisch ist, ist die Stadt wegen der vielen Radwege und des Angebots an Leihrädern recht fahrradfreundlich

Åre Der Bike Park liefert unvergessliche Erlebnisse

Boots- und Schiffsausflüge

Schweden ist das Land der 100 000 Seen (aber vielleicht sind es sogar auch einige mehr). Nur Mut zum nassen Abenteuer!

Stockholmer Schären Zwischen den Schären zu schippern ist genau das, was die Stockholmer selbst gerne in ihrem Urlaub machen würden

Göta-Kanal Hier lässt man sich bei einer Tour geruhsam von Schleuse zu Schleuse und von See zu See treiben und genießt dabei die friedliche Stille

Fähren in Bohuslän In Bohuslän geht es von Fähre zu Fähre

Luleå-Archipel Das nördliche Archipel ist immer eine Erkundungstour wert

Nationalpark Tiveden Hier kann man ein Kanu mieten und die wilde Natur kennenlernen

Unter den Brücken von Stockholm Strömma Kanalbolaget bietet zahlreiche gute Touren auf den Wasserwegen Stockholms, darunter auch diese zweistündige Fahrt auf dem Kanal

Gutes Essen

Wenn man mal die Zahl der Starköche in den Medien, die biologischen Zutaten und das Bestreben, eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen, in Betracht zieht, verwundert es nicht, dass man hier in Schweden einige fantastische Restaurants findet.

Mathias Dahlgren Das viel gerühmte Restaurant des mit zwei Michelin-Sternen hoch ausgezeichneten Chefkochs passt gut zum luxuriösen Grand Hôtel

Wasa Allé Hier können Feinschmecker die gute schwedische Küche genießen

Finnhamns Café & Krog Unglaublich gutes Restaurant auf einer grünen Schäreninsel

Länsmansgården Ein historisches Gebäude in der Nähe von Sunne, das in Selma Lagerlöfs Gösta Berling vorkommt und ein malerisches Lokal für ein traditionelles schwedisches Mittagessen ist

Schwedisches Design

Hier trifft man auf schlichte und einfache Formen, abgerundete Ecken, praktische Werkzeuge, lebendige Farbmuster und einfallsreiche Glaskunst, die das schwedische Design ausmachen – vom bereits etablierten Künstler, der schon lange zu den renommierten Designern gehört, bis zu den jüngeren Talenten, die sich noch einen Namen machen müssen.

Nationalmuseum (Nordiska Museet) Riesiges Gebäude voller Ausstellungsstücke zur Entwicklung des schwedischen Designs, die je nach Themenschwerpunkt immer wieder für Wechselausstellungen neu arrangiert werden

Svenskt Tenn Beheimatet Josef Franks atemberaubende typische Textilien und andere kultige Stücke

DesignTorget Großes Angebot an cleveren Spielereien und Dekorationsgegenständen von aufstrebenden Designern

Velour by Nostalgi Schicke Jeans, Strickwaren und Overalls von einem genialen Göteborger Designer

Kosta Outlets Hier kann man sich mit fantastischen Glaswaren im Herzen des Glasriket (Glasreich) eindecken

ANDERS BLOMQVIST / GETTY IMAGES ©

Mariakyrkan, Sigtuna

Shoppen

Shoppen ist in Schweden ganz einfach – fast zu einfach. Hier findet man Glas- und Kristallwaren, echtes Kunsthandwerk mit dem entsprechenden Aufkleber slöjd (Handarbeit), feines Leinen, schicke Designermoden und auch einige abgedrehte Spielereien, die es bis heute nicht mal bei Ikea gibt.

Stockholms Einkaufsstraßen Die Fußgängerzonen Biblioteksgatan, Drottninggatan und Västerlånggatan sind Paradiese für Einzelhändler

Svensk Slöjd Echtes Kunsthandwerk und qualitativ hochwertige Geschenkartikel, von schwedischen Kunsthandwerkern gefertigt, die Mitglied in der nach strengen Regeln organisierten Kunsthandwerkergilde sind

Prickig Katt Retro-Hüte und altmodische Kleider in einer Hipster-Boutique in Göteborg

Gotländsk Konst & Form Coole regionale Kunst und Kunsthandwerk, von trendigen Textilien bis zu fantastischen Glaswaren

Formargruppen Designer-Boutique und Galerie in Malmö

Sami Duodji Galerie und Shop mit einem echtem samischen Kunsthandwerksangebot

Kultur der Samen

Die Samen, die ursprüngliche Bevölkerungsgruppe Schwedens, haben eine reiche Kultur, die sich gegen viele Widerstände behauptet hat und Besucher wie Einheimische gleichermaßen fasziniert. Es gibt viele Möglichkeiten, mehr über sie zu erfahren, entweder durch einen Besuch in einem der anschaulichen Museen oder durch einen oder mehrere Tage Aufenthalt in einem traditionellen samischen Rentiercamp.

Ájtte Museum Ein herausragendes Museum zur Geschichte und Gegenwart des samischen Volkes in Schweden

Båtsuoj Sami Camp In diesem Waldcamp können Besucher auch mehrere Tage mit traditionellen Rentierhirten verbringen

Visit Sápmi Ein Tor zur Welt der Samen

Arjeplog Silvermuseet Dieses Museum in einer ehemaligen Nomadenschule zeigt eine atemberaubende Sammlung samischer Silbergegenstände

Nutti Sami Siida Mit diesem Experten des Ökotourismus kann man eine Exkursion mit dem Rentierschlitten unternehmen

CULTURA TRAVEL / PHILIP LEE HARVEY / GETTY IMAGES ©

Same mit Rentier, Lappland

Zurück zum Anfang des Kapitels

Monat für Monat

TOP EVENTS

Mittsommer, Juni

Wintermarkt von Jokkmokk, Februar

Weihnachtsmarkt Gamla Stan, November bis Dezember

Vasaloppet, Februar

Internationales Filmfestival Stockholm, November

Januar

Der Höhepunkt des Winters mit Eiseskälte und Schnee in den meisten Regionen lässt die Massen dem Wintersport frönen.

Snöfestivalen

Das alljährliche Festival rund um einen Wettbewerb mit Schneeskulpturen (auch bekannt als Kiruna-Schneefestival; www.snofestivalen.se) lockt Künstler an, die aus Schnee kunstvolle Gebilde formen. Mit dazu gehören Rentierschlittenrennen und das Brauchtum der Samen.

Internationales Filmfestival Göteborg

In der „zweiten Stadt” Schwedens findet dieses Festival statt, das mit seinen Kurz- und Dokumentarfilmen, Features, Seminaren und Feten alljährlich an die 200 000 Besucher begeistert.

Februar

Der Winter hat noch immer Hochsaison, und dementsprechend toll gestalten sich natürlich die Wintersportfreuden.

Wintermarkt von Jokkmokk

Das Festival, bei dem sich Samen aus ganz Skandinavien treffen, (www.jokkmokksmarknad.se) bietet auch einen Markt, Kunsthandwerksausstellungen, Vorführungen und vieles mehr.

Vasaloppet

Der große Skilanglaufwettbewerb (www.vasaloppet.se) zwischen Sälen und Mora erinnert an König Gustav Wasas Flucht auf Skiern im Jahr 1521, ein Ereignis, das Geschichte schrieb; mittlerweile ist daraus ein einwöchiges Skifest geworden.

März

In der Südhälfte des Landes verabschiedet sich der Winter nun allmählich, doch in Norrland steht der Wintersport noch immer hoch im Kurs.

Liljevalchs Frühlingssalon

Die bekannte Galerie Djurgården startet mit einer Frühjahrsausstellung ins neue Jahr in Sachen Kunst. Präsentiert werden aufstrebende Talente, aber auch neuere Arbeiten etablierter Kunstgrößen.

April

Es ist noch immer kalt, aber die Tage sind schon länger und heller.

Walpurgisnacht

Der gesetzliche Feiertag ist ein heidnisches Überbleibsel zur Feier des Frühlingsbeginns. Dazu gehören Maifeuer, Gesang und Paraden. Die größten Partys starten in Studentenstädten.

Mai

Da die Tage länger und wärmer werden, kommt nun im Frühling der Tourismus allmählich in Fahrt; auch die nur in den Sommermonaten bewirtschafteten Hostels und Campingplätze öffnen jetzt ihre Tore für die Gäste der neuen Saison.

Maifeiertag

In den Industriestädten des Landes wird er traditionell als Tag der Arbeit mit Kundgebungen, Demonstrationen, Aktionen der Arbeiterbewegung und Blasmusik begangen.

Juni

Mitte Juni fängt offiziell der Sommer an. Das Wetter ist perfekt, die Hotelpreise liegen niedrig, und das Reisen bereitet keinerlei Probleme.

Schwedisches Rock-Festival

Beim dreitägigen Rock-Festival (www.swedenrock.com) von Sölvesborg treten bedeutende Metal- und Hardrock-Größen auf wie Judas Priest, Rob Zombie und Ozzy Osbourne.

Schwedischer Nationaltag

Der gesetzliche Feiertag am 6. Juni hieß bis 1983 Schwedischer Flaggentag; er erinnert an die Krönung von König Gustav Wasa im Jahr 1593 und an Schwedens Unabhängigkeit von der Kalmarer Union unter der Vorherrschaft der Dänen.

Smaka På Stockholm

Bei diesem Fest der Gaumenfreunden (www.smakapastockholm.se), das in Kungsträdgården stattfindet, können die Besucher eine Woche lang wohlportionierte Köstlichkeiten aus den Topküchen Stockholms probieren und sich spannende Kochduelle anschauen.

Mittsommernacht

Dies ist zweifelsohne der wichtigste schwedische Feiertag. Die Mittsommernacht fällt immer auf den Freitag zwischen dem 19. und dem 25. Juni; die Feierfreudigen fahren aufs Land, um den Maibaum aufzustellen, zu singen und zu tanzen und marinierten Hering zu essen. Am Mittsommertag erholen sie sich dann von ihren Exzessen.

Kirchenmarkt Öjebyn

Zu diesem Markt unweit von Piteå (www.pitea.se) strömen alljährlich an die 20 000 Besucher.

Juli

Im Juli herrscht in Sachen Tourismus Hochsaison. Das Wetter ist schön, die Sehenswürdigkeiten sind geöffnet und alle Welt ist gut gelaunt.

Piteå Dansar

Als eines der größten Straßenfestivals von Schweden lockt das PDOL (www.pdol.se) mit Musik, Tanz, kulinarischen Köstlichkeiten und einem Karneval rund 120 000 Besucher an.

Musik vid Siljan

Das Mittsommer-Musikfestival mit Kammermusik, Jazz und Folk (www.musikvidsiljan.se) findet in den Ortschaften rund um den Siljan-See statt; die Touristeninformationen von Mora, Leksand und Rättvik erteilen Auskunft zum aktuellen Programm.

Storsjöyran

In Östersjön findet alljährlich ein dreitägiges Musikfestival statt (www.storsjoyran.se), bei dem sich international bekannte Künstler und bis zu 55 000 Besucher einfinden.

Classic Car Week

In Rättvik treffen sich Autofans, um ihrem Kultobjekt zu huldigen (www.classiccarweek.com); auf dem Programm stehen Monstertruck-Gefechte, Autokino, entspannte Spritztouren und jede Menge Chrom.

Stockholm Pride

Die alljährliche Parade mit Festival (www.stockholmpride.org/en) hat das Ziel, Toleranz gegenüber Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen zu fördern.

August

Das Wetter ist so schön wie im Juli, aber viele Schweden – vor allem Stockholmer – machen selbst irgendwo Urlaub, und manche Restaurants haben fast den ganzen Monat geschlossen.

Medeltidsveckan

Bei diesem enorm beliebten Event können die Besucher einen echten Ritter in glänzender Rüstung kennenlernen. Während der Mittelalterwoche in Visby (www.medeltidsveckan.se) verwandelt sich die mittelalterliche Innenstadt von Visby in einen Markt mit Spielen, Trachten und einem Bankett. man sollte unbedingt frühzeitig ein Quartier reservieren und auch den Transport zur Insel Gotland rechtzeitig buchen.

Kräftskivor (Krebspartys)

Die Schweden feiern mit Lätzchen und Partyhüten bei einem großen Krebsessen und viel snaps (meist Aquavit) das Ende des Sommers. Im Norden finden ähnliche Schlemmerpartys statt, aber mit surströmming (stinkendem vergorenem Ostseehering).

September

Die Tage werden nun langsam kürzer und kühler. Viele touristische Einrichtungen (Campingplätze, einige Hostels, Cafés im Freien) beenden ihre Saison und schließen, obwohl das Wetter noch wirklich herrlich sein kann.

Tjejmilen

Beim größten Sportevent Schwedens für Frauen (www.tjejmilen.se) nehmen 24 000 Läuferinnen aller Altersgruppen an einem Rennen teil, das bei Gärdet in Stockholm beginnt.

Internationale Buchmesse Göteborg

Auf Skandinaviens größter Buchmesse (www.bok-bibliotek.se) treffen sich Autoren, Leser, Verleger, Agenten, Lehrer, Bibliothekare und Medienvertreter.

Ölands Erntefest

Das Erntefest (www.skordefest.nu) findet jeden Herbst in Borgholm auf der Insel Öland statt.

Lidingöloppet

Diese alljährliche Veranstaltung (www.lidingoloppet.se), die im Guinness-Buch der Rekorde als weltgrößter Crosslauf verzeichnet ist, wird in Lidingö nordöstlich von Stockholm ausgetragen.

Oktober

Zwar ist die zum Reisen erforderliche Infrastruktur oft nicht mehr vorhanden, aber eine herrliche Jahreszeit ist der Herbst dennoch – und oft hat man alles allein für sich.

Stockholm Jazzfestival

Das international renommierte Jazzfestival (www.stockholmjazz.com) findet in Clubs in der ganzen Stadt statt und beeindruckt mit Namen wie Van Morrison und Mary J. Blige; zu den Highlights zählen die Jamsessions im berühmten Stockholmer Jazzclub Fasching.

Stockholm Open

In der internationalen Tennisszene gilt dieses Turnier (www.ifstockholmopen.se) als Top-Ereignis, bei dem viele der 100 weltbesten Spieler antreten.

Hem & Villa

Die größte Messe für Inneneinrichtung und Design präsentiert die neuesten Möbeltrends, Textilien, Beleuchtung sowie Kunst und Kunsthandwerk. Zu dem Event (www.hemochvilla.se), der in Stockholm und Göteborg stattfindet, gehören Ausstellungen, Vorträge und – natürlich Shoppen.

Kurzfilmfestival Uppsala

Schon seit über 30 Jahren werden auf diesem Festival (www.shortfilmfestival.com) über 300 Kurzfilme pro Jahr in vier Kinos in der Innenstadt von Uppsala gezeigt.

Umeå Internationales Jazzfestival

Renommierte Jazzmusiker aus dem In- und Ausland treten bei diesem Festival in Umeå (www.umeajazzfestival.se) seit mehr als 40 Jahren auf.

November

Der graue Winter hat Einzug gehalten, doch die Urlaubszeit lässt noch auf sich warten.

Internationales Filmfestival Stockholm

Cineasten strömen zu diesem renommierten Festival (www.stockholmfilmfestival.se), denn es verlocken die neuesten Filme aus dem In- und Ausland, Independent-Produktionen, Gespräche mit Regisseuren und Diskussionsrunden. Die Karten sind schnell ausverkauft, deshalb frühzeitig reservieren.

Weihnachtsmarkt Gamla Stan

Dieser reizende Weihnachtsmarkt (www.stortorgetsjulmarknad.com) in Stockholm eröffnet meist Mitte November am Hauptplatz (Stortorget) von Gamla Stan – und macht an einem kalten Winterabend sofort Laune. Man kann schönes Kunsthandwerk und schmackhaftes Kulinarisches erstehen oder einfach mit einem Becher Kakao und einem Safranbrötchen in der Hand ein wenig herumbummeln.

Martinstag

In Schweden wird am Abend des 10. November der heilige Martin gefeiert. In Schweden dreht sich am Martinstag alles nur um eines: die Gans. Und das bedeutet, dass auf jedem Teller eine köstliche Portion Gänsebraten landet.

Dezember

Der Monat im Jahresverlauf, in dem die Schweden gegen das schwindende Licht ankämpfen, wobei ein heißer Glühwein, zur Jahreszeit passende kulinarische Köstlichkeiten und Unmengen Kerzen gute Dienste tun.

Luciadagen (Luciafest)

Die heilige Lucia führt am 13. Dezember mit einer Krone aus brennenden Kerzen einen weiß gekleideten Chor mit traditionellen Gesängen an. Es ist eine Mischung aus alten Traditionen zur Feier der längsten Nacht des Jahres und zum Gedenken an die heilige Lucia von Syrakus. In manchen Kirchen finden kostenlose Veranstaltungen statt.

Julafton (Weihnachtsabend)

Heiligabend ist in Schweden die Nacht des üppigen Festschmausbüfetts smörgåsbord – und des jultomten, des Weihnachtsmanns mit seinem Sack voller Geschenke. Die Bescherung ist der wichtigste Teil des Weihnachtsfests.

Zurück zum Anfang des Kapitels

Reiserouten

Stockholm & Umgebung

Diese Route führt von Stockholm zu Sehenswürdigkeiten rund um die Hauptstadt, darunter Ruinen aus der frühen Geschichte Schwedens und ein paar Vorstadtattraktionen.

Ausgangspunkt ist Stockholm. Zum Programm zählen der Kungliga Slottet (Königspalast), die reizende Gamla Stan (Altstadt) und das Skansen, ein familienfreundliches Freilichtmuseum, das Schweden im Miniaturformat zeigt. Start ist ein kurzer Bootsausflug durch die Wasserstraßen der Stadt. Alles lässt sich in ein paar Tagen bewerkstelligen, sodass noch Zeit fürs Nachtleben in Södermalm bleibt – es warten die Clubs und Bars im Viertel SoFo. Am dritten Tag lockt noch das eine oder andere Museum.

Am nächsten Tag empfiehlt es sich, den Dom und das Schloss von Uppsala zu besichtigen und angesichts der Hügelgräber und des Museums von Gamla Uppsala in die schwedische Geschichte einzutauchen. Auf dem Rückweg lohnt ein Abstecher nach Sigtuna mit altmodischen Gebäuden, wunderbaren Cafés und malerischen Kirchenruinen. Am nächsten Tag steht der Besuch des Skulpturenmuseums von Millesgården auf dem Programm oder auch eine Wallfahrt zum Greta-Garbo-Monument im Skogskyrkogården, einem Friedhof mit Weltkulturerbe-Status. Zum Schluss macht eine Bootsfahrt zum Stockholmer Schärengarten Spaß, wo man eine der Inseln erkunden kann.

ANDERS BLOMQVIST / GETTY IMAGES ©

Domkyrka, Uppsala

WAYNE WALTON / GETTY IMAGES ©

Himmlische Musiker von Carl Milles im Millesgården, Stockholm

Stockholm & Göteborg

Von Schweden kann man in zwei Wochen ein gutes Stück kennenlernen. Die Route führt durchs Herz des Landes mit herrlicher Landschaft sowie einigen Industriedenkmälern.

Um ein Gefühl dafür zu entwickeln, was typisch schwedisch ist, sollte man die erste Woche wie unter „Stockholm & Umgebung“ vorgeschlagen verbringen und die Sehenswürdigkeiten in und rund um Stockholm besichtigen. Dann geht es weiter gen Westen nach Göteborg, Schwedens „zweiter Stadt“, die überaus sehenswert ist. Für die Anreise sollte man sich Zeit nehmen, denn unterwegs lohnt ein Stopp in der lebendigen Universitätsstadt Örebro. Hier bewundert man das von einem Burggraben geschützte Schloss und den Stadsparken gleich in der Nähe, einen der schönsten Parks im ganzen Land.

Weiter geht es zwischen den Binnenseen Vänern und Vättern hindurch nach Südwesten, nach Göteborg. Diese Stadt ist ein paar Tage Aufenthalt wert – z. B. der Themenpark und die Museen, allen voran die Kunst- und Designsammlung des Röhsska Museet. Lohnend sind auch ein Abendessen mit Michelin-Sternen und Shoppen im gut erhaltenen Viertel Haga, der ältesten Vorstadt Göteborgs. Familien kommen im riesigen Vergnügungspark Liseberg auf ihre Kosten, einer der meist besuchten Attraktionen Schwedens. Am besten besorgt man sich den Proviant für ein Picknick im Feskekörka, einem Fischmarkt in Form einer Kirche, oder gönnt sich Slow Food vom Feinsten im Wasa Allé von Küchenchef Mats Nordström. In der coolen Retro-Kunsthalle Röda Sten, einem umfunktionierten E-Werk mit modernen Kunstwerken, finden Abendveranstaltungen statt.

Der Rest der zweiten Woche eignet sich zur Erkundung der zerklüfteten Küste mit ihren Fischerdörfern an der Bohuslän-Küste. Interessant sind die Felszeichnungen aus der Bronzezeit in der Tanum-Ebene – bei der Entschlüsselung leistet das Vitlycke Museum gute Dienste. Dann geht es über die Brücke von Stenungsund (auf dem schwedischen Festland) zur Insel Tjörn, die bei Landschaftsmalern und Seglern gleichermaßen beliebt ist. Zu Fuß werden hier die kleinen Dörfer erkundet und Segelboote bestaunt; auf der Terrasse der Jugendherberge schmeckt im Sommer Gegrilltes – oder auch ein leckerer Räucherfisch im Åstols Rökeri.

Von Stockholm nach Kiruna

Die Reise von Stockholm in die nördlichste Stadt Schwedens lässt sich mit „episch” beschreiben. Es geht durch weite Landschaften, die nur von Rentieren bewohnt zu sein scheinen.

Von Stockholm fährt man in die Region Siljan-See, die Heimat der geschnitzten Dala-Holzpferde und der hobbitartigen Dörfer. Es macht Spaß, einen Tag zwischen Mora, Rättvik und Leksand zu pendeln. Weiter geht es in die Region Höga Kusten, wo Klippenwanderungen locken. Es folgen die Städte von Norrland: Umeå und Luleå. Von Luleå geht es nach Arvidsjaur, um mit einem Hundeschlitten zu fahren oder einen Ausflug mit dem Schneemobil zu unternehmen, dann nach Jokkmokk mit seinem Samen-Museum; Ájtte sollte man nicht verpassen. Man fährt nun nach Kiruna, um einen der letzten wilden Landstriche zu erkunden. Es empfiehlt sich eine Wanderung im Nationalpark Abisko. Von Kiruna geht es nach Jukkasjärvi, um das Eishotel zu bestaunen und ein Rentiercamp der Samen zu besuchen. Perfektionisten, die alles gesehen haben müssen, fahren noch nach Karesuando, ins nördlichste Dorf Schwedens.

Von Stockholm nach Malmö

In drei Wochen lässt sich viel von Südschweden erkunden, darunter zwei der dynamischsten Städte Skandinaviens, Malmö und Göteborg, aber auch die herrliche Küste mit ihren Fischerdörfern.

Diese Route beginnt in Stockholm. Die Hauptstadt zieht einen mehrere Tage in den Bann. Im Anschluss geht es ins dynamische Göteborg mit seiner malerischen Küste. Hier beeindrucken die Fischerdörfer und das Licht. Nun geht es an der Küste entlang gen Norden zum feudalen Marstrand – eine Augenweide! –, dann in Richtung Süden, um in Brännö mit seinen Stränden vor den Mopeds Reißaus zu nehmen. Ein Stopp empfiehlt sich in Varberg bei der konservierten Moorleiche des Bockstenmannes in der mittelalterlichen Festung. Noch weiter südlich kann die Universitätsstadt Lund, Schwedens zweitälteste Stadt, mit einem Dom und einer tollen Kaffeehauskultur samt großer Studentengemeinde aufwarten. Ein Stück weiter südlich liegt Malmö, eine abwechslungsreiche, pulsierende Stadt, die eher zum benachbarten Dänemark zu gehören scheint – kein Wunder, denn Kopenhagen ist nur eine Brücke entfernt.

Zurück zum Anfang des Kapitels