Inhalt

REISEPLANUNG

Übersichtskarte Schweiz

Willkommen in der Schweiz

Schweiz Top 15

Gut zu wissen

Was gibt’s Neues?

Wie wär’s mit …

Monat für Monat

Reiserouten

Outdoor-Aktivitäten

Die Schweiz im Überblick

REISEZIELE IN DER SCHWEIZ

GENF

GENFER SEE & WAADT (VAUD)

Lausanne

La Côte

Weinbaugebiet Lavaux

Schweizer Riviera

Vevey

Rund um Vevey

Montreux

Nordwestliche Waadt

Yverdon-Les-Bains

Waadtländer Alpen

Leysin

Les Diablerets

Villars & Gryon

Pays d’Enhaut 83

FRIBOURG, NEUCHÂTEL & JURA

Canton de Fribourg (Kanton Freiburg)

Fribourg (Freiburg)

Murten

Rund um Murten

Gruyères (Greyerz)

Charmey

Canton de Neuchâtel (Kanton Neuenburg)

Neuchâtel (Neuenburg)

Montagnes Neuchâteloises

Le Locle

Canton de Jura (Kanton Jura)

Franches Montagnes

Nördlicher Jura

MITTELLAND

Bern

Biel/Bienne

Emmental

Solothurn

BERNER OBERLAND

Interlaken

Schynige Platte

St.-Beatus-Höhlen

Jungfrau-Region

Grindelwald

Kleine Scheidegg

Jungfraujoch

Lauterbrunnen

Wengen

Stechelberg

Mürren

Gimmelwald

Schilthorn

Die Seen

Thun

Spiez

Brienz

Rund um Brienz

Östliches Berner Oberland

Meiringen

Westliches Berner Oberland

Kandersteg

Gstaad

WALLIS (VALAIS)

Unterwallis

Martigny

Verbier

Sion (Sitten)

Sierre (Siders)

Crans-Montana

Val d’Anniviers

Oberwallis

Leukerbad

Visp

Zermatt

Saas-Fee

Brig

Aletschgletscher

TESSIN (TICINO)

Bellinzona

Lugano

Lago di Lugano

Mendrisio & Umgebung

Lago Maggiore

Locarno

Ascona

Westliche Täler

Centovalli

Valle Maggia

ZENTRALSCHWEIZ

Luzern

Vierwaldstättersee

Urnersee

Brunnen

Schwyz

Einsiedeln

Engelberg

Zug

Andermatt

BASEL & AARGAU

Basel

Kanton Aargau

Rheinfelden

Baden

ZÜRICH

Rapperswil

Winterthur

NORDOSTSCHWEIZ

Kanton Schaffhausen

Schaffhausen

Rheinfall

Stein am Rhein

Bodensee

Kreuzlingen

Romanshorn & Arbon

Rorschach

Kantone St. Gallen & Appenzell

St. Gallen

Appenzell

Säntis

Walensee

Klöntal

Kanton Glarus

Glarus

Braunwald

GRAUBÜNDEN

Chur

Lenzerheide & Valbella

Arosa

Surselva-Region

Flims, Laax & Falera

Valsertal

Bündner Herrschaft

Malans & Jenins

Maienfeld

Bad Ragaz

Klosters & Davos

Klosters

Davos

Engadin

Unterengadin

Oberengadin

St. Moritz

Silvaplana

Sils im Engadin/Segl

Berninapass

Pontresina

Puschlav (Val Poschiavo)

Bergell (Val Bregaglia)

LIECHTENSTEIN

Vaduz

Malbun

DIE SCHWEIZ VERSTEHEN

Die Schweiz Aktuell

Geschichte

Schweizer Lebensart

Schweizer Küche

Schweizer Weine

PRAKTISCHE INFORMATIONEN

Allgemeine Informationen

Verkehrsmittel & -wege

Sprache

Kartenlegende

SONDERSEITEN

Outdoor-Aktivitäten

Wandertour Faulhornweg

Wandertour Aletschgletscher

Wandertour Cima della Trosa

Bergdörfer

Schweizer Seen

Wandertour Zwinglipass

Wandertour Seenplatte von Macun

Zurück zum Anfang des Kapitels

Detailansicht der Karte folgt

Zurück zum Anfang des Kapitels

Willkommen in der Schweiz

Die moderne Schweiz, das Land der vier Sprachen, hat mehr zu bieten als zart schmelzende Schokolade, Kuckucksuhren und Jodeln – nämlich denkwürdige Reisen durch eine erhabene Landschaft.

Wie aus dem Bilderbuch

Die Schweiz präsentiert ein harmonisches Tableau schöner Bilder, die Traveller schon seit der Zeit der Grand Tour und dem Aufkommen des Wintertourismus in den 1930er-Jahren begeistern. Von der High Society, die in Verbier mit Champagner anstößt, bis hin zu den schwarzen Eringerkühen, deren Kuhglocken im Wallis erklingen, versteht es die Schweiz, leicht, anmutig und präzise Ländliches mit Urbanem zu verbinden. Besucher tuckern in roten Zügen herum, entspannen in Thermalbädern, stapfen in Schneeschuhen zum Iglu und schlendern über mittelalterliche Brücken – die Schweiz ist eben ein Land wie aus dem Bilderbuch.

Alpentradition

Die Vielfalt ist die Würze des Landlebens in diesem reichen, bodenständigen Land, wo alpine Traditionen lebendig und hohe Berge so häufig wie Kuhfladen sind. Man kommt durch Dörfer mit aufgestelzten Scheunen und geraniengeschmückten Bauernhäusern. Altvertraute Märkte, volkstümliche Kirchweihfeste, Flaggenschmuck und Alphornblasen markieren den Lauf der Jahreszeiten. Und dann ist da noch das Essen – ein herzhafte, aromatische Mischung aus klebrigem Käse, zarter Schokolade, Wildgerichten und luftgetrocknetem Fleisch.

Urbaner Schick

Der Gegenpol zum Land sind die Städte, die viele Überraschungen bereithalten: Bern mit seiner Altstadt und moderner Kunst von Weltklasse, Basel mit seiner kühnen Architektur, das schicke Shopping-Mekka Genf mit dem riesigen See, der Magnaten-Magnet Zug und das coole Zürich mit seinen Dachbars und dem für die Schweiz untypischen Rasterplan. Wettbewerbe im Bartschneiden, Steinstoßen, Paul Klee und tolle Clubs – die Schweiz hat verdammt viel zu bieten.

Auf in die Natur!

Die Landschaften verführen zu Entdeckungstouren: Da schnürt man die Wanderstiefel, springt an Bord oder schwingt sich aufs Rad. Im Winter sind Skifahren und Snowboarden in Graubünden, im Berner Oberland oder in der Zentralschweiz angesagt, und wenn die Wiesen grünen, locken Wander- und Radwege ins gletscherdurchzogene Gebirge oder in einsame Täler, an die Ufer schimmernder Seen und in lindgrüne Weinberge. Man genießt die Natur vom Heißluftballon aus, beim Fallschirmspringen oder beim Raften. Und dann sind da Dinge, die man einfach einmal machen sollte: sich der Eigernordwand stellen oder den Gletscherspalten am Jungfraujoch – und dafür muss man kein Bergsteiger sein.

JON ARNOLD/GETTY IMAGES ©

Weinberge über der Schweizer Riviera

Warum ich die Schweiz liebe

Nicola Williams, Autorin

Das Südufer des Genfersees ist seit zehn Jahren mein Zuhause, und ich bin immer noch begeistert, dass meine Fernreisen stets mit einer herzerhebenden, 20-minütigen Bootsfahrt beginnen, mal im Morgengrauen mit einem kleinen Pendlerboot und mal mit einem der prächtigen Belle-Époque-Dampfschiffe, deren Lichter ich abends oft aus meinem Küchenfenster sehe. Seen, Berge, städtischer Schick: Die Schweiz hat jedes Wochenende eine andere Aktivität zu bieten, und da ich lieber draußen als drinnen bin (ich und meine Kinder begeistern uns fürs Skifahren, Wellenreiten und Wandern), passt das Land enfach perfekt zu mir.

Mehr zu unseren Autoren siehe >>

Zurück zum Anfang des Kapitels

Schweiz Top 15

Matterhorn

1 Kein Berg hat so viel Anziehungskraft und natürliche Ausstrahlung oder zieht einen so sehr in seinen Bann – eine angeborene Schönheit, die bewundert, beäugt und immer wieder bei Sonnenuntergang, bei Sonnenaufgang, zu verschiedenen Jahreszeiten und aus jedem erdenklichen Winkel fotografiert werden möchte. Und es gibt keinen schöneren Ort, der den topografischen Besonderheiten des Matterhorns besser Rechnung trägt als Zermatt, einer der tollsten alpinen Ferienorte Europas. Seit dem 19. Jh. ist er der angesagteste Ort zum Skifahren, Klettern, Wandern und der schicke Treffpunkt der Stars.

MATTEO COLOMBO/GETTY IMAGES ©

Wandern im Schweizerischen Nationalpark

2 Kein anderes Land in Europa wird so stark mit herrlichen und außergewöhnlichen Wanderungen in Verbindung gebracht wie die Schweiz. Und ihr alpiner Nationalpark ist genau der richtige Ort dafür. Über Blumenwiesen kann man den Pfaden zu tiefblauen Seen, engen Schluchten, Felsvorsprüngen und Berghütten folgen. Die Natur ist wild und ein seltener und privilegierter Eindruck von der Schweiz vor dem Aufkommen des Tourismus.

RADIUS IMAGES/GETTY IMAGES ©

Aletschgletscher

3 Der gigantische Gletscher ist ein Naturwunder und kommt einer 23 km langen, fünfspurigen, eisbedeckten Autobahn zwischen Bergspitzen gleich. Sein Eis ist gletscherblau und an der tiefsten Stelle 900 m dick. Der Anblick vom Jungfraujoch aus lässt Herzen höher schlagen. Adrenalin strömt jedoch nur, wenn man ihm ganz nah kommt: Von Riederalp aus kann man, begleitet von einem Bergführer, zwischen den Gletscherspalten wandern oder mit Skiern in Bettmeralp über den Gletscher sausen.

ANDREAS STRAUSS/GETTY IMAGES ©

Genfer See

4 Grüne Weinstöcke ziehen sich in Lavaux vom Ufer des Genfer Sees den Berg hinauf. Europas größten See sollte aber man von Genf aus, der weltoffensten Stadt in der französischsprachigen Schweiz, bewundern. Die Einheimischen schippern in kanariengelben mouettes-Fähren über den See, und über allem wacht der Mont Blanc. Durch die Straßen der Altstadt bummeln, auf dem Raddampfer über den See tuckern und unter dem Sprühnebel des Jet d’Eau hindurchflitzen: Das ist das Leben in dieser Stadt mit ihren 180 Nationalitäten.

ANTARES 71/GETTY IMAGES ©

Glacier Express

5 Der rote Zug fährt auf einer der legendärsten Bahnstrecken der Welt und verbindet zwei glamouröse Ferienorte in den Schweizer Alpen. Einfach in St. Moritz oder Zermatt in den Zug mit seinen bis zur Decke reichenden Fenstern einsteigen und wie im Film Aufnahmen von grünen Gipfeln, glitzernden Seen, eisigen Schluchten und anderen Landschaften vorbeiziehen lassen! Der Glacier Express, der bei seiner Jungfernfahrt 1930 noch von einer Dampflok gezogen wurde, passiert 91 Tunnel und 291 Brücken. Man kann im nostalgischen Speisewagen essen oder ein Champagner-Picknick mitbringen.

CHRIS PARKER /GETTY IMAGES ©

Romantisches Montreux

6 Wenn eines der tollsten Jazzfestivals der Welt mit Konzerten am Ufer des Genfer Sees noch nicht genug ist, so hat Montreux der Idylle auch noch ein Schloss hinzuzufügen. Von der Stadt am See, deren Klima so mild ist, dass hier sogar Palmen wachsen, führt ein blumengesäumter Weg am Wasser entlang gen Süden zum Château de Chillon. Dieses herrliche steinerne Schloss, das im 13. Jh. von den Savoyern erbaut wurde, ist ein prunkvolles Bauwerk. Es zählt zu den ältesten Schlössern der Schweiz.

TOBIAS RICHTER/GETTY IMAGES ©

Château de Chillon

Bern

7 Mittelalterliche Kopfsteinpflastergassen, Boutiquen unter Arkaden, eine „tanzende“ Uhr und Brunnenfiguren aus dem 16. Jh. – das ist die Schweizer Hauptstadt Bern, die so gar nicht das typische Klischee einer Hauptstadt erfüllt. Tatsächlich bemerkt kaum ein Besucher, dass diese kleine Stadt, die im flachen, bescheidenen mittleren Teil des Landes liegt (daher auch der Name „Mittelland“), die Hauptstadt ist. Aber es ist gerade das Unerwartete, wie Renzo Pianos innovative Architektur des Zentrums Paul Klee, das den Reiz der Stadt ausmacht.

HANS GEORG EIBEN/GETTY IMAGES ©

Zytglogge

Seestadt Luzern

8 Das Schlendern über mittelalterliche Brücken macht den Charme dieser Stadt in der Zentralschweiz aus. Man nehme Traumblicke auf den See, füge eine Café-Kultur unter freiem Himmel, bunte Architektur und viktorianische Raritäten hinzu, und schon hat man den Beginn einer Liebesgeschichte: Luzern. Hat man diese Eindrücke verdaut, kann man das Ganze noch aus einem anderen Blickwinkel betrachten: vom Gipfel des Pilatus, Rigis oder Stanserhorns. Der Blick über den See auf grüne Hänge, Wiesen und Ferienorte wird niemanden enttäuschen.

ALAN SMITHERS/GETTY IMAGES ©

Kapellbrücke, Luzern

Epische Natur

9 Kein Bergtrio ist in den Bergsteigerlegenden präsenter als die drei Ikonen Eiger, Mönch und Jungfrau. Ihre Gipfel ragen über dem im 19. Jh. gegründeten traditionsreichen und schönen Ferienort Grindelwald in den Himmel. Und ganz gleich, ob man auf Skiern den Berg hinabrast, auf einem altmodischen Schlitten die längste Rodelbahn Europas hinunterjagt, einen Bungeesprung in eine Gletscherschlucht wagt oder mit dem Zug zum höchsten Bahnhof Europas auf 3454 m Höhe fährt: Herzklopfen ist hier programmiert. Da kann James Bond getrost einpacken!

XUAN CHE/GETTY IMAGES ©

Eiger

Donnernder Rheinfall

10 Bereits Goethe und Lord Byron waren vom Staubbachfall bei Lauterbrunnen, dessen märchenhafte Gischt die Felswand umhüllt, so berührt, dass sie über seine Schönheit Gedichte schrieben. Aber wirklich atemberaubend ist der im Nordosten der Schweiz gelegene Rheinfall, der mit ohrenbetäubendem Lärm theatralisch in die Tiefe donnert. Wer sich das Schauspiel in seiner ganzen Pracht anschauen möchte, sollte mit dem Panoramalift auf die Aussichtsplattform Känzeli im mittelalterlichen Schloss Laufen hinauffahren.

HANS -PETER MERTEN /GETTY IMAGES ©

Rheinfall, Schaffhausen

Sion & Walliser Wein

11 Schweizer Wein bekommt man außerhalb der Schweiz nur selten. Es ist also ein einzigartiges Erlebnis, ihn vor Ort zu entdecken und zu kosten. Im Wallis führen Wege durch die terrassenartig angelegten Weinberge. Viele vignerons (Winzer) öffnen ihre Keller für Verkostungen und den Verkauf. Am besten verbindet man die Tour durch die Weinberge mit dem hier im Herbst stattfindenden brisolée, dem Erntefest mit Maronen, Käse, Trockenfleisch und vin nouveau. Sion mit seinen Schlössern und Gourmetrestaurants ist dafür der richtige Ort.

RAINER MIRAU/GETTY IMAGES ©

Sion Weinberge

Lifestyle in Zürich

12 Zürich in der deutschsprachigen Schweiz ist eine der Städte mit der höchsten Lebensqualität in Europa und eine Ode an die Stadtsanierung. Die Stadt ist hip (ja, hier sausen Google-Mitarbeiter auf einer Rutsche zum Mittagessen) und hat so viele Ecken und Kanten, dass sie manchmal an Berlin erinnert. Zürich bedeutet, Bars am Seeufer zu besuchen, in Züri-West bis in den Morgen zu tanzen, im Kreis 5 recycelte Mode-Accessoires zu kaufen und auf Europas größter Straßenparty, der legendären, wilden Street Parade im August, zu feiern.

QUADRIGA IMAGES/GETTY IMAGES ©

Abendessen am See, Zürich

Kunst & Architektur

13 Basel hat zeitgenössische Architektur von Weltklasse zu bieten – in und um die Stadt am Rhein können Wohndesigns von sieben Pritzker-Preisträgern bewundert werden. Los geht’s in Deutschland mit dem Vitra Design Museum, das von dem Architekten Frank Gehry entworfen wurde. Den Rest des Tages verbringt man in der Fondation Beyeler, einem Mix aus Kunst und Architektur. In dem langen, lichtdurchfluteten Gebäude von Renzo Piano ist die beste Privatsammlung moderner Kunst in der Schweiz untergebracht.

VITRA DESIGN MUSEUM, FRANK GEHRY, 1989/ THOMAS DIX/VITRA DESIGN MUSEUM ©

Vitra Design Museum

Luganer See (Lago di Lugano)

14 Die vielen Sprachen und Kulturen machen den großen Charme der Schweiz aus. So findet die italienverliebte Seele am Lago di Lugano im Tessin (Ticino) alles, was sie sucht: Palmen säumen die Promenaden des schillernden Alpensees, und seine Dörfer erstrahlen in zarten Pastelltönen. Lugano, das drittreichste Bankenzentrum des Landes, ist mit seinen Säulengängen und Alleen, mit seinen Piazzas voller Cafés und seinen über den See pendelnden Booten, die Ziele rund um den See ansteuern, quicklebendig.

ANDREAS STRAUSS/GETTY IMAGES ©

Der ländliche Jura

15 Es macht Spaß, sich unauffällig von den Touristenmassen zu entfernen und den kleeblattförmigen Kanton Jura zu erkunden, einen verschlafenen Flecken an der französisch-schweizerischen Grenze, der von dichten Wäldern, Hügeln und mittelalterlichen Dörfern geprägt ist. Hier ist kein Landschaftsbild zu groß, zu hoch oder zu gewagt. Eine Entdeckungstour im Fahrradsattel, auf Langlaufskiern, mit tollen Hoffesten, Käse in Blumenform und Nächten im Heu ist ein Erlebnis für die Sinne.

HIROSHI HIGUCHI/GETTY IMAGES ©

St. Ursanne.

Zurück zum Anfang des Kapitels

Gut zu wissen

Weitere Infos gibt’s im Abschnitt „Praktische Informationen“

Währung

Schweizer Franken (ISO-Abkürzung CHF, Währungszeichen SFr)

Sprachen

Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch

Visa

Die Schweiz gehört zum Schengen-Raum. EU-Bürger benötigen kein Visum.

Geld

Geldautomaten gibt es allen Flughäfen, an den meisten Bahnhöfen und an nahezu jeder zweiten Straßenecke. Kreditkarten von Visa, MasterCard und American Express werden vielerorts akzeptiert.

Handys

Mit einer Schweizer SIM-Karte telefoniert man eventuell günstiger.

Zeit

In der Schweiz gilt während des Winters die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), von Ende März bis Ende Oktober die Sommerzeit (MEZ + 1 Std.).

Reisezeit

Hauptsaison (Juli & Aug., Dez.–April)

Im Juli und August stürmen Wanderer und Radfahrer die Höhenwege.

Zu Weihnachten und Silvester sind die Pisten fest in der Hand von Skifahrern.

Ende Dezember bis Anfang April ist in den Skiresorts am meisten Trubel.

Zwischensaison (April–Juni & Sept.)

In Skiresorts und Touristenhochburgen kann man bei Hotels ein Schnäppchen machen.

Idyllischer Frühling: warmes Wetter, Wildblumen und lokale Erzeugnisse.

Im Herbst kann man die Weinlese beobachten.

Nebensaison (Okt.–März)

Die Bergresorts sind von Mitte Oktober bis Anfang Dezember im Dornröschenschlaf.

Man zahlt bis zu 50 % weniger als in der Hauptsaison.

Sehenswürdigkeiten und Restaurants haben kürzer geöffnet.

Infos im Internet

My Switzerland (www.myswitzerland.com) Schweiztourismus.

ch.ch (www.ch.ch) Portal der Bundes- und Kantonsbehörden.

Swiss Info (www.swissinfo.ch) Nachrichten und Aktuelles.

Swiss World (www.swissworld.org) Promis, Kultur, Lifestyle, Umwelt.

Lonely Planet (www.lonelyplanet.com/switzerland) Infos, Hotelbuchungen, Traveller-Forum.

Wichtige Telefonnummern

Schweizer Telefonnummern beginnen mit einer Regionenvorwahl, die man immer mitwählen muss, auch bei Ortsgesprächen.

Landesvorwahl 41
Vorwahl für internationale Gespräche 00
Polizei 117
Ambulanz 144
SchweizerBergrettung 1414

Wechselkurse

Eurozone 1 € 1,03 SFr
1 SFr 0,96 €

Aktuelle Wechselkurse gibt’s unter www.oanda.com.

Tagesbudget

Günstig – unter 200 SFr

Bett im Schlafsaal: 30–60 SFr

Freier Eintritt in manche Museen am ersten Samstag oder Sonntag im Monat

Mittagstisch (bis 25 SFr) und abends Selbstversorgung

Mittleres Budget 200–300 SFr

Doppelzimmer in Zwei- oder Drei-Sterne-Hotels: 200–350 SFr

Tagesteller (plat du jour, piatto del giorno) oder festes Zwei-Gänge-Menü: 40–70 SFr

Teuer – mehr als 300 SFr

Doppelzimmer in Vier- oder Fünf-Sterne-Hotels: ab 350 SFr

Businesshotels sind freitags bis sonntags günstiger

Drei-Gänge-Menü in einem gehobenen Lokal: ab 100 SFr

Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten variieren über das Jahr hinweg. Wir nennen die Öffnungszeiten in der Hauptsaison – in der Zwischen- und Nebensaison schließen Läden und Einrichtungen aber oft früher.

Banken Mo–Fr 8.30–16.30 Uhr

Behörden Mo–Fr 8–12 & 14–17 Uhr

Restaurants 12–14 & 18–22 Uhr; an 1 oder 2 Ruhetagen geschlossen

Bars und Clubs 22–4 Uhr

Geschäfte Mo–Fr 9–19 Uhr (mit einer ein- bis zweistündigen Mittagspause in kleinen Städten und Dörfern), Sa 9–17 Uhr

Ankunft am …

Flughafen Zürich Von 6 bis 24 Uhr fahren bis zu neun SBB-Züge stündlich zum Hauptbahnhof. Taxis ins Zentrum kosten rund 60 SFr. Während der Saison verkehren Busse nach Davos und in andere große Skigebiete.

Flughafen Genf SBB-Züge fahren mindestens alle zehn Minuten zum Gare de Cornavin. Taxis ins Zentrum kosten 30 bis 50 SFr. Im Winter verkehren Busse nach Verbier, Saas-Fee, Crans-Montana und in Skigebiete in den französischen Alpen.

Unterwegs vor Ort

Der Personennah- und -fernverkehr in der Schweiz ist komfortabel, supereffizient und zuverlässig, allerdings auch nicht gerade preiswert. Sparen kann man auf vielen Strecken mit diversen Ermäßigungskarten und -pässen. Das Switzerland Travel Centre (www.stc.ch) bietet hierzu nützliche Informationen.

Zug Das von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB, CFF bzw. FFS) betriebene Eisenbahnnetz gehört zu den besten der Welt. Es deckt weite Teile der Schweiz ab, die Züge fahren regelmäßig und pünktlich. Fahrpläne und -preise erfährt man unter www.sbb.ch.

Auto Abseits großer Städte und Ortschaften ist ein eigener fahrbarer Untersatz sehr praktisch. Auf Autobahnen wird eine Maut von 40 SFr pro Jahr verlangt. Die Vignette muss gut sichtbar an der Frontschutzscheibe angebracht werden; Mietautos sind bereits mit einer Vignette versehen. Scheinwerfer müssen auch tagsüber eingeschaltet sein.

Bus Kanariengelbe Postbusse sind sehr nützlich, um kleinere Orte, Dörfer und Skigebiete zu erreichen, die nicht ans Bahnnetz angeschlossen sind.

Schiff/Fähre Auf den zauberhaft gelegenen Seen der Schweiz verkehren Schiffe, darunter auch nostalgische Dampfschiffe, die von den SBB oder privaten Unternehmen betrieben werden. In vielen Fällen gelten Verkehrspässe.

Mehr Infos zum Thema Unterwegs vor Ort siehe >>

Zurück zum Anfang des Kapitels

Was gibt’s Neues?

Bond World 007

Aufregendes, interaktives Erlebnis in der Welt des Geheimagenten – Helikoptersimulator, Bobfahrt etc. – in luftiger Höhe (2970 m) auf dem Schilthorn.

Klassische Unterkünfte

Schweizer Unterkünfte sind meist klassisch – das beweisen auch luxuriöse Newcomer wie das W Hotel in Verbier, das B2 Boutique Hotel & Spa in einer Brauerei in Zürich, das Hotel Lavaux zwischen von der Unesco geschützten Weinbergen in Cully und das Märchenschloss Gütsch in Luzern.

Peak Walk by Tissot

Nur für Mutige ohne Höhenangst! Die erste und einzige Hängebrücke für Fußgänger, die wie ein Faden zwei Berggipfel miteinander verbindet, wurde am Glacier 3000 eröffnet. Sie ist von Gstaad oder Les Diablerets aus erreichbar.

L’amarr@GE

Das Neueste in puncto Nachhaltigkeit und Design. Der hellrote Swimmingpool auf dem Genfer See hat die Form der Schweizer Flagge und sein Wasser wird durch die Klimaanlage eines Hotels erwärmt.

Fondation Pierre Arnaud

Die zeitgenössische Kunstsammlung in der Schweiz ist schon hervorragend, aber die in der Nähe von Crans-Montana am See gelegene Galerie, in deren Fassade sich die Gipfel spiegeln, ist überwältigend.

Musée Olympique

Das meistbesuchte musée in der Suisse Romande am Genfer See in Lausanne zeigt sich jetzt in noch größerem, strahlenderem und schönerem Gewand.

Vitra Slide Tower

Wen fasziniert diese seltsame, 38 m lange Korkenzieher-Rutsche nicht? Sie wurde von Carsten Höller entworfen und steht auf dem Gelände des Vitra Design Museums in Weil am Rhein.

WellnessHostel 4000

Der Schweizer Jugendherbergsverband ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus! Er hat in Saas-Fee ein bahnbrechendes Hostel mit Designer-Spa, Pool und Wellnessbereich eröffnet.

Victorinox Brand Store & Museum

Das ist doch mal eine gute Idee! In diesem innovativen Museum in Brunnen kann man sich sein Schweizer Messer zusammenstellen. Ein tolles Souvenir.

Swiss Chocolate Experience

Auf einer multimedialen „Karussell“-Fahrt erfährt man in Luzerns Verkehrshaus alles über Schokolade.

CabriO-Gondel

„Schwindelerregend“ ist untertrieben, wenn man die erste Seilbahn mit offenem Oberdeck und Rundumblick über den Vierwaldstätter See und die Berge meint.

Ein Bad im Mondenschein

Wie wär’s mit einem Sprung ins dampfende Thermalwasser der Walliser Alpentherme & Spa Leukerbad? Schon die Römer nutzten die heißen Quellen in Leukerbad, Europas größtem Thermalbad.

Weitere Empfehlungen und
Bewertungen gibt es auf
lonelyplanet.com/switzerland

Zurück zum Anfang des Kapitels

Wie wär’s mit …

Bergpanoramen

Gigantisch, überwältigend, bewegend – um in den Genuss Schweizer Bergpanoramen zu kommen, braucht es eigentlich nur eins: einen strahlend blauen Himmel.

Eiger, Jungfrau & Mönch Um das Dreigestirn von Nahem zu sehen, schnürt man in Grindelwald/Wengen die Wanderschuhe oder fährt mit der Seilbahn zur Kleinen Scheidegg.

Matterhorn Auf einer Fahrt mit Zermatts Gornergratbahn oder im Matterhorn Glacier Paradise kann man die unfassbare Trigonometrie des Schweizer Wahrzeichens bewundern.

Aletschgletscher Am besten sieht man den schimmernden Gletscher vom Bettmerhorn oder vom Eggishorn.

Schilthorn Rundumblick auf 200 Gipfel, die sich vom Titlis bis zum Mont Blanc erstrecken.

Jungfraujoch Ein erhebender Blick auf Viertausender, den Aletschgletscher und mitunter bis zum Schwarzwald.

Monte Generoso Auf 1704 m Höhe bestaunt man die oberitalienischen Seen, die Alpen und die Apenninen

Männlichen Aussichten auf die Täler von Grindelwald und Lauterbrunnen, zu erreichen mit einer der längsten Seilbahnen Europas

Kunstmuseen

Die Schweiz hat weitaus mehr zu bieten als Almhütten und Bauernhöfe mit roten Geranien und fein säuberlich aufgereihten Milchkannen. Warum also nicht eins der umwerfenden Kunstmuseen besuchen.

Fondation Beyeler, Basel Die beste Sammlung für zeitgenössische Kunst in der Schweiz.

Zentrum Paul Klee, Bern Die Schweizer Antwort auf Guggenheim.

Fondation Pierre Gianadda, Martigny Picasso, Cézanne u. v. m.

Sammlung Rosengart, Luzern Einzigartige Picasso-Sammlung.

Fondation Pierre Arnaud, Lens Kunstgalerie in einem architektonisch feinen Gebäude an einem See in der Nähe von Crans-Montana.

MAMCO, Genf Installationskunst in einer Fabrik aus den 1950er-Jahren.

Sammlung Oskar Reinhart am Römerholz, Winterthur Alle modernen Meister in einem Landgut.

Stiftung Langmatt, Baden Heimelige Villa mit relativ unbekannten Werken berühmter Künstler.

Familienurlaub

Auf dem alpinen Spielplatz der Schweiz gibt es für jedes Alter das Passende. Für die Kleinen ist es toll, bei den Kühen zu schlafen, aber auch die Städte haben für sie einiges zu bieten.

Verkehrshaus, Luzern Im Verkehrsmuseum im Flugzeug oder zum Mond fliegen.

Großer Sankt Bernhard Bernhardiner streicheln und mit ihnen Gassi gehen.

Vitra Design Museum, Weil am Rhein Carsten Höllers 38 m lange Korkenzieherrutsche hinuntersausen.

Matterhorn Glacier Paradise, Zermatt Rutsche im Gletscherpalast und Snowtubing-Tour auf 3883 m.

Saas-Fee Wilde Murmeltiere füttern und auf einem Roller den Berg runterdüsen.

Gstaad Alpine Achterbahn, Hundeschlittenfahrten und geführte Lama-/Ziegentouren.

Victorinox Brand Store & Museum, Brunnen Sich sein eigenes Schweizer Armeemesser zusammenbauen.

Zentrum Paul Klee, Bern Interaktive Kunstausstellungen und Workshops.

Alimentarium, Vevey Kochworkshops.

Burgen & Klöster

Burgen, Schlösser und Klöster – mal auf Bergen thronend, mal unten ans Ufer gekuschelt – bereichern die Landschaft der Schweiz.

Chillon Man folgt dem Blumenweg von Montreux aus zu dieser Steinburg am Genfer See.

Thun Kein Schloss in der Schweiz ist so märchenhaft wie Thuns betürmte Schönheit

St. Gallen Heimat einer außerordentlichen Bibliothek.

Bellinzona Die mittelalterliche Burgen im Tessin gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Sion/Sitten Bezaubernde Schlösser aus dem 13. Jh. auf Felsen über Weinreben

Aargau Schloss-und-Burgen-Hopping ist angesagt.

ANDREAS STRAUSS/GETTY IMAGES ©

Stiftskirche St. Gallen

Schokolade

Mehr als die Hälfte der Schweizer Schokolade wird von den Schweizern selbst gegessen – man sollte sie also auch dort genießen.

Museo del Cioccolato Alprose Verkostung und eine Reise durch die Geschichte der Schokolade.

Maison Cailler In einem Workshop kann man den Schokoriegel seiner Träume kreieren.

Fribourg Schweizer Schokolade zu Fabrikpreisen.

Verkehrshaus, Luzern In einem Karussellauto durch die Welt der Schokolade fahren.

Zürich Schoko-Touren und Café Sprüngli, seit 1836 das Epizentrum der süßen Schweiz.

Milk Bar In Verbier, einem der schicksten Skiorte der Schweiz, wartet eine außergewöhnlich gute heiße Schokolade.

INGOLF POMPE/GETTY IMAGES ©

Café Sprüngli, Zürich

Zurück zum Anfang des Kapitels

Monat für Monat

TOP-EVENTS

Lucerne Festival, April

Montreux Jazz, Juli

Nationalfeiertag, 1. August

Street Parade Zürich, August

L’Escalade, Dezember

Januar

Die Winterkälte treibt die Touristen aus den Städten, während in den Alpen die Skisaison in vollem Gange ist. Glamouröse Promi-Treffen, einsame Bergdörfer … die Schweiz bietet einen Zufluchtsort für jede Stimmung.

Harder-Potschete

Der 2. Januar ist ein teuflischer Tag: Warzige monsterähnliche Wesen rennen in Interlaken rum und treiben Unfug. Mit herzerwärmenden Drinks, rockiger Volksmusik und teuflischen Vorführungen klingt die Party aus.

Snow Polo World Cup

Das mondäne St. Moritz ist der Austragungsort dieses viertägigen Events, bei dem sich Weltklasse-Polospieler in den Sattel schwingen und auf dem gefrorenen See gegeneinander antreten. Tickets online kaufen (www.snowpolo-stmoritz.com), aufbrezeln und Sonnenbrille nicht vergessen!

Vogel Gryff

Ein alter Volksbrauch ist Ursprung dieser Straßenparty, bei der ein wilder Riese, ein Greif und ein Löwe den Winter in Basel mit einem Trommeltanz verjagen. Der Wilde fährt auf einem Floß über den Rhein in die Stadt.

Februar

Knackige Kälte in den Bergen und blauer Himmel – das bedeutet, die Skisaison läuft auf Hochtouren. Familien fallen in den Ferien in die Skigebiete ein und die Preise für Unterkünfte haben Spitzenniveau erreicht.

Fasnacht

Man sollte die Schweizer nie als Musterknaben bezeichnen: Umzüge, historische Kostüme, Guggenmusik und viel Spaß prägen die Sause durch die katholischen Kantone in den Wochen vor Aschermittwoch. Am besten feiert man die Party – mit lauter Übergeschnappten – in Luzern oder Basel.

März

Am Ende der Skisaison ist dank der milderen Temperaturen noch eine Menge los – ganz besonders bei einem frühen Ostertermin.

Engadin Skimarathon

Der Anblick, wie sich 11 000 Skilangläufer zu Chariots of Fire aufwärmen, ist unvergesslich – ebenso wie der legendäre, 42 km lange Skilanglaufmarathon für die Athleten, die durch märchenhafte Schneelandschaften gleiten.

April

Der Frühling bricht plötzlich mit wunderschönen Blumen in die herrliche Berglandschaft herein und lockt die ersten Wanderer an. Bis zum Ende des Monats fallen die meisten Skiorte in Winterschlaf.

Lucerne Festival

An Ostern steigt Teil eins des Weltklasse-Musikfestivals mit Kammerorchestern, Pianisten und anderen Musikern im Mittelpunkt. Echte Festivalfans kommen im August und im November auch zu Teil zwei und drei.

Sechseläuten

Am dritten Montag des Monats wird in Zürich das Ende des Winters gefeiert. Um Punkt 18 Uhr wird ein mit Knallkörpern vollgestopfter „Schneemann“, der Furcht einflößende Böögg, angezündet. Gruseln ist programmiert.

Juni

Wenn es wärmer wird, füllt sich der Schweizer Veranstaltungskalender mit großartigen Kunstfesten. In den Bergen erwachen Sennhütten aus ihrem Winterschlaf, um die ersten Wanderer zu begrüßen.

St. Galler Festspiele

St. Gallen, die Schweizer „Kaderschmiede Europas“, ist Gastgeber des zweiwöchigen Opern- und Musikfestivals. Der Vorhang hebt sich Ende Juni und senkt sich erst im Juli wieder.

Juli

Der Monat der Musik: Die Tage sind heiß und sonnig und die Seeufer und Bergwiesen perfekte Sommerbühnen für Jodler, Alphornbläser und Fahnenschwinger.

Montreux Jazz

Zwei Wochen Jazz, Pop und Rock Anfang Juli sind Grund genug, um das elegante Montreux in die Reiseroute mit aufzunehmen. Einige Konzerte sind umsonst, für manche muss man zahlen. Und Dutzende finden unter freiem Himmel vor herrlichem Seepanorama statt.

Paléo Festival

Ein Schmankerl am Genfer See ist diese sechstägige Open-Air-Weltmusikveranstaltung. Ende Juli, Nyon – diesen Termin sollte man sich unbedingt im Kalender vormerken.

Verbier Festival

Das angesehene, zweiwöchige Klassikfestival findet von Juli bis Anfang August in Verbier statt. Neben der offiziellen Veranstaltung werden auf dem Festival Off zahlreiche kostenlose Konzerte geboten.

August

Es ist heiß, wolkenlos und in den sonnenverwöhnten Alpen wimmelt es nur so vor Wanderern, Bikern und Familien – ein Tretboot auf dem Genfer See ist ein erfrischender Platz, um das Feuerwerk am Schweizer Nationalfeiertag (1. August) zu bestaunen.

Nationalfeiertag

Feuerwerke und brennende Holzkegel erleuchten am Gründungstag der Schweiz Berge, Seen, Dörfer und Städte im ganzen Land.

Sertig-Schwinget

Bei dem höchst unterhaltsamen Festival in Davos bekommt man stämmige Männer mit ausnahmslos dicken Bäuchen zu sehen, die in Sägespänen um den Titel im Schwingen (Schweizer Ringen) kämpfen.

Street Parade

Seit 1992 steigt Mitte August Europas größte Straßenparty in Form von Zürichs berühmter Street Parade.

Kuhfladenfest

Absolut verrückt! Auf dem Chüefladefäscht (Kuhfladenfest), das alljährlich Ende August auf der Riederalp steigt, kann man den Bauern dabei helfen, die Kuhfladen von den Weiden zu befördern.

Oktober

Während die letzten sonnenprallen Trauben geerntet und die ersten Flaschen Neuen Weins geköpft werden, fallen die Esskastanien von den mit Tau benetzten Bäumen. Vor allem auf den Höhen wird es merklicher kühler und der erste Schnee bedeckt die Alpenpässe.

Foire du Valais

Am letzten Tag der Kuhkampfsaison kämpfen bei der zehntägigen regionalen Messe in Martigny im Unterwallis Kühe um den Titel der Rinderkönigin. Da versucht jeder, dabei zu sein – eine gute Ausrede zum Trinken und Feiern.

Dezember

Die Tage sind kurz und es ist überall kalt. Doch Weihnachtsferien und -feiern stehen vor der Tür. Und: Ab Mitte Dezember beginnt die Skisaison!

L’Escalade

Fackelprozessionen in der Altstadt, Feuer, ein Stadtlauf für Kinder und Erwachsene und das Zerschmettern und Auffuttern eines beachtlichen Schokoladentopfs lassen Genfs größtes Festival am 11. Dezember zu einem Riesenspaß werden.

Zurück zum Anfang des Kapitels

Reiserouten

Graubünden & Tessin

images

Diese Rundreise lässt sich von jedem Punkt beginnen. Von Chur geht’s nach Norden zu einem Abstecher ins hübsche Maienfeld und zu dessen Weinbergen. Auf dem Weg nach Osten gelangt man nach Klosters und Davos und ins Engadin mit netten Orten wie Guarda und Scuol (mit Thermalbädern). Die Straße windet sich südostwärts zur österreichischen Grenze, die man passiert. Man fährt ein Stück durch Österreich und Italien, ehe es zurück in die Schweiz geht, wo man in Müstair Fresken bewundert. Anschließend führt der Weg durch Zuoz ins schicke St. Moritz. Auf der Bergstraße überquert man den Julierpass, ehe man durch das kunstbegeisterte Zillis zu den Schluchten der Via Mala gelangt.

Nun führt die Straße in Richtung Süden ins Tessin und nach Bellinzona. Vorbei an Locarno geht’s ins bezaubernde Valle Maggia. Zurück in Bellinzona nimmt man die Hauptstraße durchs Valle Leventina und legt einen Stopp in Giornico ein, ehe man über den St.-Gotthard-Pass nach Andermatt kommt. In Disentis/Mustér schnuppert man ins Kloster hinein, bevor man in Vals in die architektonisch reizvolle Therme abtaucht und dann nach Chur zurückkehrt.

Der Glacier Express

images

Diese legendäre, 290 km lange Zugfahrt gehört seit 1930 und der Entstehung des alpinen Wintertourismus in den Schweizer Alpen zum Pflichtprogram. Man kann die Fahrt zu jeder Jahreszeit unternehmen: entweder in einem achtstündigen Rutsch oder in mehreren Abschnitten mit Übernachtungen in einigen der glamourösesten Ferienorten der Schweiz.

Diese Fahrt ist immer spektakulär, egal, in welche Richtung man sie unternimmt. Wer den Zug jedoch in St. Moritz besteigt (man sollte sich einen Platz auf der linken/südlichen Seite sichern), kann sich schrittweise auf den Höhepunkt der Reise einstellen: den Anblick des Matterhorns. Etwa eine Stunde von St. Moritz entfernt, direkt hinter Filisur, verlässt der Zug einen Tunnel und findet sich auf den sechs Kalksteinbögen des Landwasserviadukts (1901-1902) wieder, das sich 65 m oberhalb des Landwassertals erhebt. Chur, die älteste Stadt der Schweiz und Hauptstadt des Kantons Graubünden, liegt etwa 2½ Stunden von St. Moritz und bietet sich für eine Übernachtung an.

Hinter Chur schlängelt sich der Express durch das Rheintal und die spektakuläre Rheinschlucht. Die Route führt steil hinauf nach Disentis/Mustér, wo ein Benediktinerkloster aus dem 18. Jh. steht, und noch höher hinauf zum Oberalppass (2033 m), dem buchstäblichen Höhepunkt der Reise. Der nächste Halt wird im Wintersportort Andermatt eingelegt, der sich gut zum Beine vertreten und für eine Übernachtung eignet. Die Achterbahnfahrt führt nun zunächst hinunter, bevor es kontinuierlich höher bis zum Furkapass geht, der vom höchstgelegenen alpinen Tunnel der Schweiz umrundet wird (zudem ist er mit 15,4 km der längste der 91 Tunnel der Strecke). Ein weiterer Stopp steht in Betten an, von wo es mit der Seilbahn hinauf ins autofreie Feriendorf Bettmeralp geht. Am besten übernachtet man hier oder im angrenzenden Fiesch und verbringt einen Tag mit Wandern oder Skifahren oder bestaunt den Aletschgletscher.

Von hier windet sich der Glacier Express südwestwärt durch das Rhonetal hinein ins Wallis mit einem Zwischenstopp in Brig mit seinem außergewöhnlichen Schloss. Ein weiterer Halt folgt im Winzerdorf Visp, bevor der Zug seinen Zielort Zermatt erreicht, wo der erste Blick auf das Matterhorn ein fulminantes Finale bildet.

Die große Tour

images

Die Rundreise beginnt in Genf mit einem Besuch der Museen und einem Blick auf das Wahrzeichen, den Jet d’eau. Von hier aus führt eine Nebenstraße am Südufer des Genfer Sees nach Osten durch französisches Gebiet – zum Mittagessen in Yvoire anhalten! Man kann aber auch die Schnellstraße (A1) am schweizerischen Nordufer nehmen (mögliche Stopps zum Mittagessen sind Lausanne, Vevey oder Montreux). Die nächsten Anlaufstellen sind Martigny und Sion (Sitten), wo es sich lohnt, die Weingüter zu besuchen und sich mit Wein und Walliser Kochkunst verwöhnen zu lassen. Weiter geht’s nach Osten, dem Lauf der Rhone folgend, und dann zu einem Abstecher nach Leukerbad, um sich ein Thermalbad zu gönnen. In Visp wendet man sich nach Süden, um im autofreien Zermatt einen Blick auf das Matterhorn zu werfen.

In der zweiten Woche lernt man bei einer Zugfahrt nach Oberwald den Glacier Express kennen. In Betten aussteigen und eine Seilbahnfahrt nach Bettmeralp machen, um vom Bettmerhorn aus den Aletschgletscher zu bestaunen! Von Oberwald geht’s gen Norden über den Grimselpass nach Meiringen (wo man Baisers, d. h. „Meringues“, essen muss!) und westwärts in die Jungfrau-Region zum höchstgelegenen Bahnhof Europas; übernachten kann man in Interlaken oder Grindelwald. Wer eher auf Italienisches steht als auf Alpen, fährt mit dem Glacier Express bis Andermatt weiter und dann per Bus oder Auto ins Tessin an die Seen bei den schicken Städten Lugano und Locarno.

In der dritten Woche steht ein Trip in den Norden nach Luzern an. Hier kann man bei einer Bootsfahrt auf dem Vierwaldstättersee Ferienorte wie Weggis und Brunnen besuchen. Im mittelalterlichen Zug tut man sich an Kirschtorte gütlich, dann sollte man fünf Tage lang Zürich genießen. Wer Lust hat, einmal die Grenze zu passieren, kann einen Abstecher nach Vaduz, die Hauptstadt von Liechtenstein anhängen. Der nächste Punkt ist die UNESCO-Weltkulturerbestätte St. Gallen, danach folgt eine einwöchige Tour durch die Nordschweiz wie in „Schätze im Norden“ beschrieben.

Im Jura geht’s südwärts nach Neuenburg (Neuchâtel) am Nordufer des Neuenburgersees, von dort über die Autobahn nach Lausanne am Genfer See und zurück nach Genf.

Von Stadt zu Stadt

images

Die 385 km lange Tour von Genf nach Zürich ist das Richtige für alle, die Großstadttempo und Kleinstadtcharme lieben. Die Reise lässt sich mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln machen.

Mit Genf wird zuerst die kosmopolitischste Stadt der Schweiz erkundet. Von dort nimmt man die Straße am Ufer des Genfer Sees nach Lausanne, eine hügelige Stadt am See mit einer tollen Bar- und Restaurantszene und einer hübschen Altstadt. Auf der gleichen Straße geht es an der passend benannten Schweizer Riviera in die Weinregion Lavaux und weiter vorbei an Château de Chinon entlang am Ufer des Sees nach Montreux. Dann führt der Weg Richtung Norden nach Gruyères (Greyerz) ins Land der Burgen, des Käses, der Sahne und der Baisers. Weiter nördlich erreicht man in Fribourg (Freiburg) die deutsch-französische Sprachgrenze und danach Bern. Es folgen die Seeorte rund um Interlaken. Die Fahrt nach Norden bringt einen in eine weitere schöne Stadt am See, nach Luzern. Wenn man über Zug, den Tummelplatz der Reichen, nach Zürich in die trendigste Stadt der Schweiz kommt, endet die Beschaulichkeit

Schätze im Norden

images

Neben all ihren Naturwundern hat die Schweiz auch viele Kulturschätze zu bieten. Kein Ort ist besser geeignet, um sie kennenzulernen, als St. Gallen mit seinem großen Kirchen- und Klosterkomplex, einer UNESCO-Welterbestätte, in dem eine der ältesten Bibliotheken der Welt verwahrt wird. Mit der Schmalspurbahn ist man in 50 Minuten in Appenzell. Von dort geht’s westwärts am Südufer des Bodensees entlang oder nach Winterthur mit seinen Kunstmuseen und dem kinderfreundlichen Technikmuseum. Beide Routen führen nach Schaffhausen. Unbedingt muss man sich hier den Rheinfall ansehen, Europas größten Wasserfall.

Die Fahrt geht weiter nach Westen in das große Kunstschätze bietende Basel – entweder direkt oder über einen Abstecher nach Südwesten über Baden und Aarau, zwei Städtchen voller Postkartenmotive, wo man sich in den Gassen verliert. Von Basel aus gelangt man leicht in die tiefsten Tiefen des wenig bekannten Kantons Jura weiter im Westen und nach La Chaux-de-Fonds, wo einen mehrere Frühwerke des Architekten Le Corbusier erwarten, der hier geboren wurde.

Zurück zum Anfang des Kapitels