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Norwegens Top 15

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Stavanger & Lysefjord 205

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Brønnøysund

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Sandnessjøen

Træna & Lovund

Bodø

Lofoten

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Vestvågøy

Flakstadøy

Moskenesøy

Südliche Inseln

Vesterålen

DER HOHE NORDEN

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Vardø

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Detailansicht der Karte folgt

Willkommen in Norwegen

Norwegen ist ein einmaliges Reiseziel, dessen Anziehungskraft auf einer einfachen Tatsache beruht: Es ist eines der schönsten Länder unserer Erde.

Ergreifende Landschaften

An Dramatik ist Norwegens Natur kaum zu übertreffen. Steilwandige Fjorde von atemberaubender Schönheit graben sich aus den zerklüfteten Küsten tief ins Landesinnere. Der Ruhm der Fjorde ist wohlverdient, doch in diesem Land gibt es auch riesige, prächtige Gletscher, die sich von einigen der größten Eisfeldern Europas herabwinden. Anderswo ähnelt die Berglandschaft des Landesinneren den Wällen natürlicher Festungen, steigen felsige Küsteninseln aus dem Wasser wie Fantasieerscheinungen. Und dann ist da der urzeitliche Zauber der Arktis. Diese Landstriche bilden nicht nur die Kulisse für viele malerische Holzdörfer, sondern bieten auch Lebensraum für einige der charismatischsten Wildtiere Europas – darunter Eisbären (auf Spitzbergen), Rentiere und Moschusochsen, um nur drei zu nennen.

Skandinavisch kultiviert

Das Gegenstück dieser vereinnahmenden natürlichen Schönheit ist das pulsierende Kulturleben. Die norwegischen Städte sind weltoffen und randvoll mit Architektur, die das jahrhundertealte, berühmte skandinavische Gespür für Gestaltung widerspiegelt. Darüber hinaus lädt ein Veranstaltungskalender voller lokaler sowie international bekannter Feste zu Rundreisen ein.

Der Ruf der Wildnis

Die Leidenschaft der Norweger für das Erkunden ihrer natürlichen Umwelt hat dafür gesorgt, dass hier eines der aufregendsten und vielfältigsten Reiseziele für Abenteuertouristen entstanden ist. Einige Aktivitäten mögen den Jungen, Kräftigen und Furchtlosen vorbehalten sein, die meisten jedoch – Bergwandern, Radfahren oder Wildwasserrafting im Sommer sowie Hundeschlitten-, Schneemobil- und Skifahren im Winter – kann jeder halbwegs leistungsfähige Mensch ausüben. Wir sind 93-jährigen Schneemobilisten begegnet – und ganzen Familien beim Rafting. Ob im Sommer mit seinen schier endlosen Möglichkeiten oder im Winter zum aufregenden Schauspiel der Nordlichter, Norwegen ist immer eine Reise wert und ideal, um in die Natur einzutauchen.

Seinen Preis wert

Trotz alledem: Wenn ein Gesprächsthema unter Norwegenreisenden dominiert, dann sind es die hohen Reisekosten. Zweifellos ist Norwegen eines der teuersten Länder der Welt. Doch ist es das auch wert? Absolut! Mit unvergesslichen Erlebnissen macht Norwegen jeden finanziellen Aufwand um ein Vielfaches wett. Es gibt also jede Menge Gründe, für eine solch einmalige Reise zu sparen.

JOHN WANG/GETTY IMAGES ©

Bauernhöfe am Sognefjorden

Warum ich Norwegen liebe

Von Anthony Ham, Hauptautor

Als ich zum ersten Mal bei Aurland am Ufer stand und auf die Fjorde blickte, kurz nachdem ich die Gipfel des Jotunheimen-Nationalparks bezwungen hatte, war mir klar: Es gibt auf der Welt kein schöneres Land als Norwegen. Meine weiteren Reisen nach Norwegen – sowohl im Winter als auch im Sommer – haben diesen Eindruck nur verstärkt. Mehr noch als die Fjorde und das Hochland faszinieren mich die Gewichtigkeit Spitzbergens, das perfekte Zusammenspiel von Wasser, Felsen und menschlicher Besiedelung auf den Lofoten und die weiten Horizonte und Siedlungen der Samen im arktischen Norden.

Mehr zu unseren Autoren siehe >>.

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Norwegens Top 15

Geirangerfjord

1 Die Fahrt über den 20 km langen Geirangerfjord, ein Unesco-Weltnaturerbe, gehört wohl zu den schönsten Fährverbindungen der Welt. Verlassene Gehöfte klammern sich an die unberührten Felsen und eisige Kaskaden sprudeln ins smaragdgrüne Wasser. Man kann direkt in Geiranger starten und die ruhige Ausfahrt aus dem kleinen, lebendigen Hafen genießen, oder im beschaulicheren Hellesylt an Bord gehen. Einfach einen Platz auf dem Oberdeck sichern und die Kamera bereithalten.

ADINA TOVY/GETTY IMAGES ©

Lofoten

2 Den Anblick der Lofoten werden die meisten Besucher nicht vergessen: Die zerklüftete Küste der bemerkenswerten Insel, die im Sommer grüngelb und im Winter blauweiß leuchtet, steigt jäh in die Höhe, die spitzen Gipfel thronen vor dem klaren kobaltfarbenen Himmel oder sind in geheimnisvolle Nebelschwaden gehüllt. Malerische Dörfer mit hölzernen rorbuer (Fischerhütten) schmiegen sich ans Ufer, während Gestelle zum Trocknen von Fisch von der tiefen Verbindung des Landes und der Kultur mit dem Meer zeugen.

SVEN BROECKX/GETTY IMAGES ©

Aurora Borealis

3 Es gibt keine beeindruckendere Naturerscheinung als die Aurora Borealis, das Nordlicht. Von Oktober bis März, in den langen Nächten des arktischen Winters, tanzt sie als grüner oder weißer Lichtschleier über den Himmel, wechselt dabei ständig ihre Leuchtkraft und nimmt Formen an, die der lebhaften Fantasie eines Künstlers entsprungen sein könnten. Für ihr Erscheinen gibt es keine Garantie, aber wer sie zu sehen bekommt, wird dieses Erlebnis sein Leben lang nicht vergessen.

NORSEMAN1968/GETTY IMAGES ©

Wandern im Jotunheimen

4 Das Hochland Zentralnorwegens gehört zu den beliebtesten Sommerreisezielen Europas. Naturschutzgebiete mit gepflegten Wanderwegen gibt es viele, doch der Jotunheimen-Nationalpark, das „Land der Riesen“, ist eindeutig unser Favorit. Mit seinen 60 Gletschern und insgesamt 275 Gipfeln über 2000 m hat Jotunheimen eine ganz besondere Anziehungskraft. Hier warten die berühmen Wanderwege Besseggen und Hurrungane und einsame Pfade im Schatten des Galdhøpiggen, Norwegens höchstem Gipfel. Die Nähe zu den Fjorden macht den Park noch reizvoller.

PHILARTPHACE/GETTY IMAGES ©

Hurtigruten-Küstenfähre

5 Die Hurtigruten-Küstenfähre ist weit mehr als nur ein Verkehrsmittel; sie ist eine der spektakulärsten Küstentouren der Welt. Die täglichen Fahrten zwischen Bergen und Kirkenes führen vorbei an atemberaubenden Landschaften, quer über den Polarkreis und hinein in die Fjorde zu abgeschiedenen Dörfern, die über den Landweg kaum zu erreichen sind. In nur wenigen Tagen zeigt sich so Norwegens Küste in ihrer ganzen Pracht.

OLIVIER CIRENDINI/GETTY IMAGES ©

Bryggen, Bergen

6 Mitten in der malerischen, typisch norwegischen Küstenlandschaft mit ihren vielen Hügeln und Fjorden liegt Bergen, eine der schönsten Städte Europas. Sie war früher ein bedeutender Seehandelshafen, wovon heute noch das einzigartige Hafenviertel Bryggen erhalten ist, ein Gewirr alter Holzhäuser und Unesco-Weltkulturerbestätte. Die vornehmen und farbenfrohen Holzhäuser, die von einer reichen und turbulenten Vergangenheit zeugen, beherbergen heute kleine Boutiquen und traditionelle Restaurants, für die die Stadt zunehmend berühmt ist.

VISIONS OF OUR LAND/GETTY IMAGES ©

Oslo–Bergen-Bahn

7 Die Oslo–Bergen-Bahn gilt als eine der tollsten Bahnstrecken der Welt und bietet Gelegenheit, einige der schönsten Landschaften in Norwegen zu bestaunen. Zunächst passiert sie die Wälder Südnorwegens, steigt hinauf zur endlosen Hochebene Hardangervidd und klettert danach wieder bergab entlang der hübschen Gegend rund um Voss und erreicht schließlich Bergen. Unterwegs sind die Fjorde zum Greifen nah. Bei Myrdal besteht die Möglichkeit zu einem Abstecher über die steile Abzweigung hinab ins Fjordland, das sich von Flåm aus fächerförmig ausbreitet.

IMAGEBROKER/ALAMY ©

Preikestolen (Predigtstuhl)

8 Der Preikestolen (Predigtstuhl;) gehört zu den spektakulärsten Aussichtspunkten der Welt. Er liegt hoch über Lysefjord, auf einem 600 m hohen, nahezu senkrecht abfallenden Felsen. Der Preikestolen ist ein Wahrzeichen Norwegens und eines seiner attraktivsten Ausflugsziele. Hier kann man Wagemutigen schaudernd dabei zusehen, wie sie sich scheinbar viel zu weit über den Abgrund lehnen – und möchte es doch am liebsten selbst ausprobieren. Der Aufstieg dauert zwei Stunden und kann per Tagestour von Stavanger absolviert werden.

MAXIMILIAN MÜLLER/GETTY IMAGES ©

Svalbard

9 Das subpolare Svalbard (Spitzbergen) ist abgelegen und doch gut erreichbar. Spitz-bergen ist Europas faszinierendstes Stück Arktis und eins der letzten großen Wildnisgebiete des Kontinents. Scharfkantige Gipfel, riesige Eisfelder (60 % der Landmasse Spitzbergens sind von Gletschern bedeckt) und herrliche Fjorde bilden den Lebensraum für reiche arktische Wildtierbestände (z. B. einem Sechstel der weltweiten Eisbärenpopulation – der hiesigen Bevölkerung damit zahlenmäßig überlegen). Im Sommer wie im Winter locken zahlreiche Aktivitäten in die schier endlose weiße Stille.

TIM E WHITE/GETTY IMAGES ©

Panoramastraße Kystriksveien

10 Die wenig befahrene Küstenstraße durch Nordland ist wunderschön. Die gesamten 650 km passen zwar nicht in den Reiseplan, aber eine Kostprobe (am besten von Sandnessjøen nach Storvik) auf dem Weg nach Norden ist ein Muss. Eilig sollte man es nicht haben: Die zahlreichen Fährpassagen auf der Strecke zwingen zu Pausen – mit großartigem Ausblick. Dabei sorgen Festlandsgletscher und die Inseln in Ufernähe für Abwechslung, z. B. die für ihre Eiderenten berühmte Insel Vega oder Lovund mit 200 000 Papageientauchern.

ROBERT HARDING PICTURE LIBRARY LTD/ALAMY ©

Tromsø

11 Tromsø liegt 400 km nördlich vom Polarkreis und hat einige Superlative zu bieten: die nördlichste Kathedrale, Brauerei und sogar den nördlichsten botanischen Garten der Welt. Das bunte Nachtleben – mehr Pubs und Clubs pro Kopf als jede andere Stadt Norwegens – verdankt sie der (natürlich nördlichsten) Universität und ihren Studenten. Im Sommer ist es 24 Stunden lang taghell. Und im Winter beim ersten Schnee, schnallen sich Einheimische ihre Ski oder Schneeschuhe an und strömen in die Umgebung, voller Hoffnung, eines der flüchtigen Nordlichter zu erblicken.

GRANT DIXON/GETTY IMAGES ©

Eismeerkathedrale

Wildtierbeobachtung

12 Für einige der faszinierendsten Wildtiere Europas ist Norwegen inzwischen der letzte Zufluchtsort. Bei der Erkundung der norwegischen Wildnis lassen sich Eisbären (in Spitzbergen), Polarfüchse, Eurasische Luchse, Bärenmarder, Rentiere und andere Arten beobachten. Gezielte Touren im Landesinneren führen zu urzeitlich anmutenden Moschusochsen und liebenswerten Elchen. Und an den Küsten lebt nicht nur eine vielfältige und interessante Vogelwelt, vor Nordland zeigen sich sogar Wale, besonders vor den Lofoten und den Vesterålen.

FRANZ ABERHAM/GETTY IMAGES ©

Eurasischer Luchs

Jugendstil in Ålesund

13 Ålesund verdankt seinen gemütlichen Charme einem verheerenden Großbrand, der vor 100 Jahren alle Holzbauten des Ortes bis auf das Gefängnis und eine Kirche zerstörte. Auf der Asche entstand eine komplett neue Stadt, größtenteils aus Stein. Sie wurde von jungen, in Deutschland ausgebildeten Architekten gebaut, die unter dem Einfluss der Jugendstilbewegung reich verzierte Gebäude entwarfen mit Rondellen, Turmspitzen, Wasserspeiern und anderen Elementen, die auf einheimischen Motiven beruhen.

VLADA Z/SHUTTERSTOCK ©

Stabkirchen

14 Überall in Süd- und Mittelnorwegen finden sich hölzerne Stabkirchen in allen erdenklichen Formen – einige sind wahrlich monumental, andere haben eher Westentaschenformat. Sie verströmen eine Aura, die verschwommene Kindheitserinnerungen heraufbeschwört. Denn die norwegische Stabkirche spielt in vielen Trollgeschichten eine wichtige Rolle und ist mit ihren eingeritzten Fantasiefiguren das Sinnbild einer Märchenkirche. Die Stabkirche von Heddal ist ein besonders schönes Exemplar.

DOUGLAS PEARSON/GETTY IMAGES ©

Stabkirche von Heddal

Oslo

15 Oslo erfindet sich täglich neu. Diese Stadt will ein weltweit anerkanntes Kunst- und Kulturzentrum sein und quillt förmlich über vor Museen und erstklassigen Galerien. Auf das gletscherweiße Opernhaus ist wohl selbst Sydney neidisch und in den letzten Jahren erlebte das Hafenviertel eine bemerkenswerte Renaissance mit innovativer Architektur, einer Topgalerie für moderne Kunst, neuen Restaurants und sogar einem Strand.

ARCHITECT: TARALD LUNDEVALL FOR SNØHETTA; IMAGE: IVAN BRODEY/GETTY IMAGES ©

Opernhaus in Oslo, entworfen vom Architekten Tarald Lundevall von Snøhetta

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Gut zu wissen

Weitere Informationen siehe >>

Währung

Norwegische Krone (nkr)

Sprache

Norwegisch

Geld

Geldautomaten gibt’s fast überall. Kreditkarten werden in den meisten Hotels, Restaurants und Geschäften sowie auf Fähren akzeptiert.

Visa

Für Aufenthalte bis zu 90 Tagen grundsätzlich nicht erforderlich (Bürger der EU und aus Schengenstaaten reisen visafrei).

Handys

SIM-Karten sind fast überall erhältlich und können in sämtlichen gängigen Handymodellen verwendet werden. Netzempfang überall außer in Wildnisgebieten.

Zeitzone

GMT/UTC +1 Std.

Reisezeit

Hochsaison (Mitte Juni–Mitte Aug.)

Unterkünfte und Transportmittel oft ausgebucht

Preise für Unterkünfte sind auf dem niedigsten Stand (außer Lofoten).

Wetterlage unsicher; warm und sonnig oder kalt und regnerisch

Zwischensaison (Mai–Mitte Juni & Mitte Aug.–Sept.)

Gute Reisezeit; oft mildes, sonniges Wetter; weniger voll

Übernachtungskosten sind relativ hoch, außer an Wochenenden

Unterkünfte für Festivals lange im Voraus buchen!

Nachsaison (Okt.–April)

Manchmal eisig kalt

Viele Sehenswürdigkeiten sind geschlossen

Auf Svalbard (Spitzbergen) ist im März Hochsaison

Die Übernachtungskosten sind hoch, außer an Wochenenden

Nützliche Websites

Fjord Norway (www.fjordnorway.com/de) Spezialisiert auf die Highlights des Landes

LonelyPlanet.de (www.lonelyplanet.de/reiseziele/norwegen) Reiseinformationen, Hotelreservierungen, Traveller-Foren und vieles mehr

Northern Norway (www.nordnorge.com/de) Alles, was man über den Norden des Landes wissen muss.

Visit Norway (www.visitnorway.de) Offzielle Seite des norwegischen Fremdenverkehrsamtes, praktisch und inspirierend.

Norwegen – die offizielle Seite in Deutschland (www.norwegen.no) Praktische Infos für Reisende zu Botschaften, Zoll und zahlreichen weiteren Fragen

Wichtige Telefonnummern

Außerhalb Norwegens die 00 (für internationale Gespräche) gefolgt von der Landesvorwahl und der jeweiligen Telefonnummer wählen. In Norwegen gibt es keine Städtevorwahlen.

Auskunft 180
Internationale Gespräche 00
Landesvorwahl Norwegen 47
Notarzt 113
Polizei 112

Wechselkurse

Europa 1 € 8,65 nkr
Schweiz 1 CHF 8,15 nkr

Aktuelle Wechselkurse siehe www.xe.com.

Tagesbudget

Günstig: unter 140

Bett im Schlafsaal: ab 31 €

Hütte: ab 49 €

Doppelzimmer in B&Bs/Pensionen: ab 60/80 €

Gute Supermärkte und preisgünstige Mittagsmenüs

Mittelteuer: 140–200

Doppelzimmer in Mittelklassehotels (Wochenenden und Hauptsaison): 90–175 €

Mittag- oder Abendessen in lokalen Restaurants

Mietwagen: ab 75 € pro Tag

Teuer: Mehr als 200 €

Doppelzimmer im Oberklasse-Hotel: 175 € und mehr

Mittag- und Abendessen in guten lokalen Restaurants

Öffnungszeiten

Die folgenden Öffnungszeiten gelten in der Hauptsaison, touristische Einrichtungen sind außerhalb dieser Zeit kürzer geöffnet.

Banken Mo–Mi & Fr 8.15–15, Do bis 17 Uhr

Geschäfte Mo–Mi & Fr 10–17, Do bis 19, Sa bis 14 Uhr

Postämter Mo–Fr 8–20, Sa 9–18 Uhr; sonst Mo–Fr 9–17, Sa 10–14 Uhr

Restaurants 12–15 & 18–23 Uhr. Manche Restaurants sind durchgehend geöffnet.

Supermärkte Mo–Fr 10–21, Sa bis 18 Uhr

Ankunft in Norwegen

Gardermoen International Airport (Oslo) Zwischen Flughafen und Zentrum pendeln von 4.05 Uhr bis Mitternacht Züge und Busse (22–40 Min.) ein- bis sechsmal stündlich. Taxis kosten zwischen 80 und 120 € (½–1 Std.).

Flesland Airport (Bergen) Flughafenbusse bedienen die Strecke nach Bergen-Zentrum (45 Min.) zwischen 3.49 Uhr und kurz nach Mitternacht bis zu viermal stündlich.

Unterwegs vor Ort

Auto Ein Mietwagen im benachbarten Schweden ist eventuell günstiger. Die Straßen sind gut in Schuss, doch manchmal geht es nur langsam voran (Serpentinen, viel Verkehr im Sommer, aber kaum Überholspuren, Fährüberfahrten zwischendurch …).

Bus Ziele, die kein Zug anfährt, erreicht man am besten mit dem Bus. Auf den wichtigsten Strecken sind sie schnell unterwegs und sehr effizient. Kleinere Ortschaften werden seltener angesteuert (an Wochenenden manchmal auch gar nicht).

Flugzeug SAS und Norwegian bieten sehr viele preisgünstige Inlandsflüge an. Widerøe fliegt von Kleinstadt zu Kleinstadt.

Schiff/Fähre (Auto-)Fähren verbinden die Inseln mit dem Festland. Hurtigruten fährt jeden Tag von Bergen nach Kirkenes und zurück.

Zug Das Schienennetz reicht bis nach Bodø. Noch weiter nördlich gibt es eine Eisenbahnstrecke von Narvik nach Schweden. Wer im Voraus bucht, kann eins der wesentlich günstigeren minipris-Tickets abstauben.

Mehr zum Thema Unterwegs vor Ort,

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Wie wär’s mit …

Fjorde

Norwegens imposante Landschaft gehört zu Europas schönsten und abwechslungsreichsten, allein die traumhaften Fjorde lohnen eine Reise in dieses bemerkenswerte Land.

Geirangerfjord Typischer norwegischer Fjord, der einfach alle Besucher fasziniert.

Nærøyfjord Region von außergewöhnlicher Schönheit und ein Unesco-Weltkulturerbe.

Lysefjord Malerischer Fjord, bewacht vom berühmten Preikestolen (Predigtstuhl;).

Magdalenefjord, Svalbard Einer der schönsten Orte der Welt.

Hardangerfjord Beeindruckende Fjordlandschaft mit reizvollen Dörfern an den Ufern.

Wandern

Vom Hochland Mittelnorwegens bis zu den unendlichen Weiten des arktischen Nordens ist Norwegen ein Traumziel für jeden, der die Wildnis zu Fuß erkunden möchte.

Jotunheimen Nationalpark Ein unüberschaubares Netz von Wanderwegen zwischen Gletschern und Norwegens höchsten Gipfeln.

Rondane-Nationapark Wohlgeformte Gipfel und viele Wanderwege, um Menschenmassen zu entkommen.

Hardangervidda-Nationalpark Riesige Hochebene mit Rentieren und Gletscherpfaden.

Saltfjellet-Svartisen Nationalpark Einer der besten Orte zum Gletscherwandern, jenseits des Polarkreises.

Aurlandsdalen Klassische Vier-Tage-Tour von der Quelle bis zur Mündung.

Lysefjord Wanderpfade zu den spektakulärsten Aussichtspunkten Norwegens.

Femundsmarka-Nationalpark Weniger bekannte Wandermöglichkeiten zwischen Seen, Wäldern und Tundra.

Wildtiere

Eisbären, Wale, Polarfüchse, Rentiere, Moschusochsen, Elche sowie riesige Vogelkolonien … Norwegens Wildtiere gehören zu den faszinierendsten in ganz Europa. Auch ungeübte Augen können hier leicht Tiere entdecken.

Svalbard Auf der Insel Spitzbergen leben Eisbären, Polarfüchse, Rentiere und unzählige Vögel.

Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark Vogelbeobachtungs- und Moschusochsensafaris ab Oppdal oder Dombås.

Hardangervidda-Nationalpark Die Heimat von Norwegens größtem Rentierbestand.

Gjesvær Die Abgeschiedenheit des Ortes wird mit Millionen von Seevögeln belohnt.

Andenes Walbeobachtungs-Touren mit Vögeln, Rentieren und und Robben.

Evje Auf den Spuren der Elche im südnorwegischen Binnenland.

 

WAYNE LYNCH/GETTY IMAGES ©

Dösendes Rentiermännchen, Svalbard

Wintersport

Das Gegenstück zu Norwegens Sommerattraktionen sind die vielen Winteraktivitäten. Viele konzentrieren sich im arktischen Norden: Hundeschlitten-, Schneemobil- und Skifahren sind besonders beliebt.

Hundeschlitten & Schneemobil, Svalbard Norwegens schönste Eiswildnis.

Hundeschlitten, Karasjok Eine Lehrstunde bei einem Huskytrainer nehmen.

Rentier- und Hundeschlitten, Tromsø Auf arktischen Pfaden wandeln, nahe der Schwedischen Grenze.

Schneemobil, Kirkenes Erkundung des Pasvik-Tals nahe der russischen Grenze – bei Tage oder im Mondschein.

Skifahren, Lillehammer Die Pisten der Olympischen Winterspiele von 1994 genießen.

Königskrabbensafaris, Kirkenes Der wohl seltsamste (und köstlichste) „Wintersport“ Norwegens.

Extremskifahren, Åndalsnes Berühmte Berg- und Talfahrten in Romsdalen.

Die Geschichte der Wikinger

Die Wikinger ließen in ihrem Streben nach Weltherrschaft ihre Langschiffe an der süd- und südwestnorwegischen Küste zu Wasser und kehrten nach erfolgreichen Raubzügen hierher zurück.

Kaupang Ruinen einer Wikingerstadt aus dem 9. Jh.

Insel Karmøy Ein Wikingerfestival und Wikingermuseen.

Stiklestad Schauplatz einer heldenhaften Schlacht, die über das Schicksal der Wikinger entscheiden sollte.

Balestrand Faszinierende Fundstätte aus der Wikingerzeit mitten im Fjordland.

Eidfjord Gut zugängliche Hügelgräber der Wikinger auf einer kleinen Hochebene über dem Fjord.

Lindesnes Ganz im Süden gelegen, mit Wikingerkanal, historischem Stadtzentrum und Felsmalereien.

Stabkirchen

Die beeindruckenden Stabkirchen beschwören mit dunklen Holzwänden, kleinen Türmen und Ornamenten, die an mythische Kreaturen und Wikingerschiffe erinnern, die mittelalterliche Vergangenheit herauf.

Heddal-Stabkirche, Notodden Ein erstaunlicher architektonischer Höhenflug.

Urnes Unesco-Weltkulturerbe am Ufer des Lusterafjords.

Lom Herrlich zwischen zwei Tälern gelegene Kirche.

Borgund Eine der besterhaltenen Stabkirchen mit mittelalterlichem Glockenturm.

Fantoft-Stabkirche, Bergen Die 1992 bis auf die Grundmauern niedergebrannte Kirche wurde liebevoll rekonstruiert.

Ringebu Hübsche kleine Kirche am Rande eines bewaldeten Berghangs.

Malerische Autotouren

Norwegen hat viele spektakulär schöne Landstraßen. 18 davon erhielten das Prädikat „Nationale Touristenstraße“, doch auch sie sind nur eine Auswahl.

Sognefjell-Straße, Jotunheimen-Nationalpark Atemberaubende Straße über das Dach von Norwegen.

Kystriksveien-Küstenstraße Norwegens schönste Küstenstraße.

Trollstigen Die „Trollleiter“ ist eine Abfolge von schwindelerregenden Haarnadelkurven zwischen den Fjorden.

SnøVegen Kurze, aber nervenaufreibend steile Straße mit einmaliger Aussicht auf die Fjorde.

E10, Lofoten Führt durch eine spektakuläre Landschaft.

Gamle Strynefjellsvegen Eine der reizvollsten Straßen Westnorwegens.

Von Ulvik nach Odda, Hardangerfjord Bietet ein atemberaubendes Panorama entlang des Fjordufers.

Stadtleben

Norwegens Städte liegen meist in malerischer Umgebung und bieten zahlreiche Museen und architektonische Wahrzeichen. Die vielen Studenten beleben Straßen und Fußgängerzonen.

Bergen Norwegens schönste und weltoffenste Stadt.

Trondheim Schöne Kathedrale und ein lebhaftes Studentenleben.

Ålesund Jugendstil-Architektur und eine bezaubernde Küstenlandschaft.

Tromsø Lebendige Studentenstadt mitten in der Arktis.

Stavanger Hafenstadt mit vielen Museen und einer bezaubernden Altstadt.

Oslo Norwegens kulturelle und politische Hauptstadt.

 

HANS-PETER MERTEN/GETTY IMAGES ©

Aker Brygge, Oslo

Dörfer

Norwegens kleine abgeschiedene Siedlungen bildeten seit Urzeiten das Rückgrat des Landes – von Fischerorten und kleinen Dörfchen an Fjordufern bis hin zu ehemaligen Bergbausiedlungen im Landesinneren.

Røros Ehemalige Bergbausiedlung und Unesco-Weltkulturerbe mit prächtigen Holzhäusern.

Å Wunderbar erhaltenes Fischerdorf auf den Lofoten.

Sogndalstrand Eines der schönsten Holzdörfer an der Südküste.

Nyksund Einst ein verlassenes Dorf – heute eine Künstlerkolonie.

Utne Reizvolles Dorf am Fjordufer mit Norwegens ältestem Hotel.

Solvorn Eins der schönsten Dörfer an den Fjordufern.

Nusfjord Ein Künstlerdorf auf den Lofoten.

Zeitgenössische Architektur

Norwegens zeitgenössische Architekturszene ist eine der aufregendsten Europas. Sie kombiniert die klaren Linien des skandinavischen Designs mit Formen, die von der Natur des Landes inspiriert sind.

Arktische Kathedrale, Tromsø Die Ishavskatedralen wartet mit Echos aus den arktischen Bergen und Lichtvorhängen vom nördlichen Polarlicht auf.

Nordlichtkathedrale, Alta Das jüngste Beispiel der arktisch inspirierten Formen ist diese Kathedrale aus silbernem Titan mit einem außergewöhnlichen geschwungenen Turm.

Opernhaus, Oslo Am Fjord vor Oslo erhebt sich das Opernhaus wie ein Gletscher.

Astrup-Fearnley-Museum, Oslo Auffälliges, relativ neues Museum direkt am Ufer von Oslo.

Parlament der Samen, Karasjok Erinnert an einen traditionellen Samen-Versammlungsort in den Wäldern des nördlichen Norwegens.

Vikingskipet, Hamar Die olympische Eislaufhalle sieht aus wie ein umgedrehtes Wikingerschiff.

Hamsunsenteret, Hamarøy Gewagte Hommage an Norwegens gewaltigen Literaten Knut Hamsun.

Norwegisches Wildrentierzentrum, Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark Wellenförmiges Holz, verspiegeltes Glas und das alles in perfekter Lage.

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Monat für Monat

TOP EVENTS

Moldejazz, Juli

Bergen International Festival, Mai

Nordlichter, Januar oder Februar

Extremsportfestival, Juni

Samische Ostern, März

Januar

Trotz eisiger Temperaturen ist der Januar eine beliebte Zeit für Schneemobil- und Hundeschlittenfahrten oder das Bestaunen der Nordlichter. Ende Januar kehrt die Sonne zu einem großen Teil des norwegischen Festlands zurück.

Nordlichter

Die Aurora borealis (Polarlicht), eines der beeindruckendsten Naturphänomene der Welt, ist Grund genug für eine Winterreise nach Nordnorwegen. Wer das Erlebnis um irdische Feste ergänzen will, kann in Tromsø Ende Januar am Nordlichtfestival teilnehmen.

Jazz im Winter

Das Polar Jazz Festival auf Svalbard (Spitzbergen) – mitten im monatelangen arktischen Winter – ist das nördlichste Jazzfestival der Welt. Es erinnert regelmäßig daran, dass das Leben auch im tiefsten arktischen Winter weitergeht. Ende Januar oder Anfang Februar.

Februar

Der Februar ist Norwegens kältester Monat und die beste Zeit, Nordlichter zu sehen und Winteraktivitäten sowie zwei Feste mitzuerleben, die den Geist des norwegischen Winters einfangen. Rechtzeitig buchen ist ratsam, besonders für Nordnorwegen.

Winter bei den Samen

Niemand erträgt den arktischen Winter so wie die Samen, die Ureinwohner Nordnorwegens. Während der Sami-Woche Anfang Februar ist die Hauptstraße von Tromsø Schauplatz des nationalen Rentierschlittenrennens.

Rørosmartnan

Das längste Winterfest Norwegens in Røros ist eine jahrhundertealte Tradition und findet in der vorletzten Februarwoche von Dienstag bis Samstag statt. Eine perfekte Stärkung für den langen norwegischen Winter mit Kulturprogramm, Märkten und Live-Unterhaltung.

März

Die Tage werden länger, Norwegen erwacht aus dem unfreiwilligen Schlummer mit jeder Menge Festivals, die das Ende des Winters feiern oder traditionelle norwegische Feste sind. Eine beliebte Zeit für eine Reise nach Svalbard.

Samische Ostern

Zu Ostern feiern die Samen von Kautokeino das Ende der Polarnacht mit Hochzeiten, Rentierrennen, dem Sami Grand Prix (einem Wettstreit im Joik, dem Obertonsingen) und anderen traditionellen Veranstaltungen.

Here Comes the Sun

Die Einwohner des Ortes Longyearbyen im arktischen Archipel von Svalbard (Spitzbergen) müssen dem Winter länger standhalten als alle anderen Norweger. Ihr einwöchiges Sonnenfest Anfang März feiern sie mit besonderer Inbrunst.

Hundeschlittenrennen zum Winterende

Altas Winterfest Borealis Alta im März bietet Konzerte und andere Kulturveranstaltungen, die den Winter lautstark vertreiben und den Auftakt zum längsten europäischen Hundeschlittenrennen bilden, dem unglaublichen Finnmarksløpet.

April

Der April bietet überraschend wenige Feste von Bedeutung und bildet eine Art Erholungspause zwischen den Winterabschieden und der geschäfigen Sommerzeit. Das Wetter wird besser, Touristen gibt es wenige.

Speis & Trank in Stavanger

Stavanger ist eine Hafenstadt par excellence und gilt bei Liebhabern kulinarischer Genüsse als eine der vielfältigsten des Landes. Mitte April findet diese Schwäche für gutes Essen und Wein ihren besonderen Höhepunkt im örtlichen Weinfest.

Mai

Im Mai macht das Wetter einen Sprung: Es wird wärmer, Norwegens namhafte Musikfestivals kommen ins Rollen, die großen Touristenschwärme lassen jedoch noch auf sich warten.

Verfassungstag

Am 17. Mai, dem beliebtesten Nationalfeiertag Norwegens, versinkt das Land in einer Welle des Patriotismus. Die Osloer stürmen in ihren regionalen Trachten den Königspalast und feiern besonders leidenschaftlich.

Night Jazz Festival (Nattjazz)

Norwegens Kalender ist voll mit international bekannten Jazz-Festivals; das in Bergen Ende Mai ist eines der ausgelassensten. Das umfangreiche Jazz-Programm bringt die zahlreichen Studenten mächtig auf Trab.

Bergen International Festival

Eine der größten Veranstaltungen des Landes ist das zweiwöchige Bergen Festival, das Ende Mai beginnt und auf dem Tanz-, Musik- und Folkloredarbietungen gezeigt werden. Dieses Fest ist typisch für Bergen: international und doch auch heimatlich verwurzelt.

Blues & Soul Festival

Das Alta Blues- und Soul- Festival bildet Ende Mai oder Anfang Juni den Auftakt zum Sommerprogramm der Musikfestivals und lockt eine beachtliche Auswahl internationaler Namen in den hohen Norden.

Juni

Die Hauptsaison hat begonnen, Unterkünfte sollten möglichst frühzeitig gebucht werden. Einige der besten Festivals finden statt. Das Wetter kann mild und klar sein, zuweilen aber auch regnerisch.

Wikinger-Festival

Norwegens Südwesten gilt als Wikinger-Hochburg. Zwischen Anfang und Mitte Juni wird die Insel Karmøy mit Wikingerfesten, Umzügen und Erzählabenden zum Brennpunkt dieser faszinierenden Geschichte.

Mittelalterfestival

Highlights dieses beliebten Festivals im Juni sind die mittelalterlichen Trachten der Einheimischen und die gregorianischen Gesänge in der Glaskathedrale von Hamar. Eine ganz andere Sicht auf Norwegens ferne Vergangenheit vor spektakulärer Kulisse.

Mitternachtssonnen-Marathon

Kein Land außer Norwegen könnte der Schauplatz eines Mitternachtsmarathons sein. In Tromsø findet im Juni der weltweit nördlichste Straßenlauf über 42 km statt. Vermutlich ist er der einzige Marathon der Welt, bei dem um 5 Uhr morgens noch Teilnehmer im Ziel eintrudeln.

Extremsport-Festival

Ende Juni kommen Adrenalinjunkies aus aller Welt nach Voss, um sich eine Woche lang beim Skydiving, Paragliding, Parasailing und Basejumping auszutoben. Einheimische und internationale Musiker halten die Stimmung im Fluss.

Juli

Der Juli gilt mit dem besten Wetter und den billigsten Hotelpreisen in weiten Teilen des Landes als touristische Hochsaison. Die Sehenswürdigkeiten sind oft stark überlaufen; Unterkunftsreservierungen sind sehr zu empfehlen.

Kongsberg Jazz Festival

Dieses viertägige Jazz-Festival ist das zweitgrößte des Landes; es beginnt Anfang Juli und lockt einige der größten internationalen Stars an. Direkt im Anschluss findet das Moldejazz-Festival statt – eine wahre Hochsaison für Jazzfreunde.

Festival des Bergwanderns

Anfang Juli richtet Åndalsnes das größte nordeuropäische Festival für Bergwanderer und Felskletterer aus, die ihre Geschichten austauschen und zentimeterweise die steilen Klippen erklimmen. Abends bietet das Norsk Fjellfestival Folkmusik zur Unterhaltung.

Moldejazz

Norwegen bietet erstklassige Jazzfestivals, der Mitte Juli stattfindende Moldejazz ist aber das namhafteste. Mit 100 000 Zuschauern, Künstlern von Weltrang und dem Ruf, durchgängig hochwertige Musik zu bieten, zählt das Jazzfestival in Molde zu den beliebtesten des Landes.

St.-Olav-Festival

Das landesweite Gedenken an den beliebtesten Heiligen Ende Juli wird besonders in Trondheim mit Prozessionen, Mittelaltermärkten, Wikingerkostümen, Konzerten und heimischem Essen gefeiert. In Stiklestad wird dem Heiligen mit einem fünftägigen Festzug gedacht.

August

Der August bietet eine Vielzahl an Musikfestivals aller Art. Das Wetter ist meist heiter, die Preise sind weiterhin billig, an manchen Orten jedoch nur bis zur Monatsmitte. Im Voraus buchen!

Rauma Rock

Wenn einem die norwegische Jazz-und-Blues-Kost nicht so zusagt, kann man sich nach Åndalsnes zum größten Musikspektakel Mittelnorwegens begeben, das Anfang August zwei Tage lang begangen wird und von Indie bis Hardrock alles bietet.

Notodden Blues Festival

Dieses herausragende Festival Anfang August beweist, dass auch Kleinstädte eine Rolle bei den landesweiten Festivals spielen können. Es findet mit vielen internationalen Gästen im unscheinbaren Notodden statt.

International Chamber Music Festival

Viele norwegische Musikfestivals bedienen ein eher junges und bewegungsfreudiges Publikum. Ein Gegenstück bietet Stavanger Anfang August mit seiner würdevollen Kammermusik, die zum Teil in der imposanten Stavanger-Kathedrale gespielt wird.

Nordland Musikfestival

Eine Kombination verschiedener Genres scheint das einzig Verbindende des zehntägigen Musikfestivals in Bodø Anfang bis Mitte August. Vom Symphonieorchestern über Jazztrios, Folkgruppen bis hin zu Rock wird alles geboten.

Oslo International Jazz Festival

Diese würdige Station im Reigen der grandiosen Jazzfestivals heißt Oslo. Sechs Tage im August wird hier Livemusik geboten. Viele Einheimische planen ihren Urlaub extra so, dass sie zu diesem Fest wieder zurück in der Stadt sind.

Voss Blues & Roots Festival

Ende August findet in Voss, nahe der Westfjorde, eins der besonders guten Musikfestivals des Landes statt; ein großes Abschiedslied an den Sommer, und wird besonders liebevoll begangen.

Norwegian Film

Highlight des Jahres für die kleine, aber anerkannte Filmindustrie des Landes ist das Internationale Filmfestival in Haugesund. Von Mitte bis Ende August werden hier innovative neue Filme gezeigt und nationale Filmpreise verliehen.

Grüner Rock

Das Øya Festival in Oslo, Norwegens größtes Festival für Rock- und Indie-Musik, gehört in Europa zu den besten seiner Art und hat zudem tadellose Referenzen für Umweltfreundlichkeit. Genuss ohne schlechtes Gewissen – eine großartige Kombination.

Westküsten-Jazz

Norwegen bietet zahlreiche fantastische Jazzfestivals, aber das weniger bekannte SildaJazz in Haugesund zählt zu den besten Jam Sessions des Landes. Das Festival ist renommiert genug, um große Musiker anzuziehen, das Publikum stammt aber vorwiegend aus der näheren Umgebung. Der Weg in den untouristischen Westen lohnt also!

September

Die Touristenschwärme sind weitgehend verschwunden, aber auch die billigen Sommerangebote. Mancherorts werden Hotels und Restaurants sogar schon geschlossen. Dieser Reisemonat ist ruhiger, aber oft teurer.

Dyrsku’n Festival

Im Mittelpunkt von Seljords bedeutendstem Festival steht Norwegens größter traditioneller Viehmarkt – eine gute Gelegenheit, die traditionelle norwegische Kultur kennenzulernen. Es findet in der zweiten Septemberwoche statt und lockt jährlich 60 000 Besucher an.

Foto-Festival in Kristiansund

Das Nordic Light International Festival in Kristiansund, einer der bedeutendsten Events für zeitgenössische Fotografie, zieht massenhaft Besucher an sowie international bekannte Fotografen. So bringt es etwas kulturellen Glanz in die geschäftige Hafenstadt für den Erdölexport.

Oktober

Der Sommer ist nur noch eine blasse Erinnerung und gegen Ende des Monats beginnt die monatelange Polarnacht in Svalbard. Die Temperaturen sinken und es gibt weit mehr Geschäftsreisende als Urlauber.

Lillehammer Jazzfestival

Die einstige Olympiastadt verabschiedet den vergangenen Sommer mit dem letzten großen Jazzfestival des Jahres. Wie jede andere Skistadt, so fährt auch Lillehammer auf den Festivalrhythmus buchstäblich ab, manchmal Ende September, meist aber Anfang Oktober.

UKA

Norwegens größtes Kulturfestival bietet drei Wochen lang Konzerte, Theaterstücke und viele andere Aufführungen. Es wird von Trondheims 25 000 meist studentischen Einwohnern organisiert, findet nur in den ungeraden Jahren statt, beginnt im Oktober und geht bis weit in den November.

Svalbard Blues

Ende Oktober aber, vor der langen Polarnacht, veranstaltet Longyearbyen ein vielbeachtetes Bluesfestival mit angesagten Konzerten und improvisierten Jamsessions.

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Reiserouten

Norwegen im Kleinformat

Selbst wenn man nur eine Woche Zeit hat, kann man die schönsten Seiten Norwegens kennenlernen. Diese Reiseroute beginnt im hochgradig charmanten Oslo und führt über das dramatische Hochland und steil abfallende Fjorde hinauf ins schöne Bergen. Ebenso gut kann man die Reise vom Zielpunkt aus in die entgegengesetzte Richtung machen.

Nach einigen Tagen in den schönen Galerien und Museen Oslos ist eine Bahnfahrt entlang der malerischen Strecke Oslo–Bergen, einer der spektakulärsten der Welt, genau das Richtige. Hinter Oslo steigt sie sanft an, führt durch Wälder, über Plateaus und durch Skigebiete zum herrlich abgeschiedenen, riesigen Hochplatueau Hardangervidda. Es ist der Lebensraum von Norwegens größten Rentierherden und von zahlreichen Wanderwegen durchzogen. Von Myrdal fährt die Flåmsbana hinab nach Flåm, von wo Schiffe den einzigartigen Nærøyfjord hinauffahren. Über Gudvangen geht’s dann – mit einer Übernachtung in Stalheim – zum nahen Voss. Wer den Nervenkitzel sucht, wird die Abenteueraktivitäten dort lieben. Mit dem Zug geht die Reise weiter in die wohl schönste Stadt Norwegens –Bergen. Hier bummelt man durch das historische Viertel aus Holzgebäuden am Wasser, genießt den tollen Blick von den umliegenden Bergen und nimmt die weltoffene Atmosphäre der einmaligen Stadt in ihren Bars und Restaurants in sich auf.

Die Norwegische Küste

Der Weg entlang der Küste zwischen Trondheim und den Lofoten kreuzt den Polarkreis und führt an tiefen Einbuchtungen des zerklüfteten Ufers vorbei, und an zahllosen vorgelagerten Inseln und ruhigen Fischerdörfern. Am besten reist man mit dem Auto oder alternativ mit einer Hurtigruten-Küstenfähre.

Gestartet wird im angenehmen Trondheim, wo sich gut einige Tage verbringen lassen. Von dort geht’s gen Norden nach Hell und weiter nach Stiklestad, einem für Norwegens Geschichte bedeutsamen Ort. Hier übernachtet man oder reist weiter nach Rørvik, wo eine faszinierende Multimediashow einen hervorragenden Einblick in das Küstenleben gibt.

Auf der Rv17 geht’s dann zum malerischen Brønnøysund. Ein Abstecher zur vorgelagerten faszinierenden Insel Vega, Teil des Unesco-Weltkulturerbes, lohnt unbedingt – also ein paar Nächte für Brønnøysund und Vega einplanen. Zurück auf dem Festland folgt man der traumhaften Küstenstraße Kystriksveien, die sich eng ans Ufer schmiegt. Sie ist eine der spektakulärsten Straßen Norwegens und führt an etwa 14 000 Inseln vorbei. Aufgrund der vielen Fährüberfahrten und Buchtumrundungen ist es eine zeitaufwändige, doch überaus lohnende Strecke. Der gesamte Weg ist in zwei Tagen zu schaffen, weit angenehmer ist es aber in vier oder fünf. Einkalkuliert werden sollte auch ein Abstecher zum Nationalpark Saltfjellet-Svartisen, der Norwegens zweitgrößtes Eisfeld und etliche begehbare Gletscherzungen beherbergt. Der schönste Abschnitt der Straße Kystriksveien liegt zwischen Sandnessjøen and Storvik. Hier kreuzt man den Polarkreis.

Bodø lockt vor allem mit seiner Fährverbindung zu den Lofoten. Anders als alle anderen Gegenden des Landes rechtfertigt diese Inselgruppe durchaus einen einwöchigen Aufenthalt. Sie kann auch sehr viel schneller erschlossen werden, drei Tage sollte man aber mindestens einplanen. Alle Inseln und Gemeinden sind sehenswert, doch der Nusfjord und das reizvoll restaurierte Dorf Å am Südzipfel der Insel Moskenesøy sollte man keinesfalls auslassen. Genauso wild und schön wie die Lofoten, aber weitaus geruhsamer, sind die Vesterålen, für die zwei Tage Zeit eingeplant werden sollten. Im Sommer unbedingt vor Andenes die Wale beobachten, bevor die Reise zum Zielort Narvik fortgesetzt wird.

Ein langes Wochenende in Bergen

Bergen ist eins der beliebtesten nordeuropäischen Ziele für Kurztrips, und das aus gutem Grund. In Bergen selber kann man sich mühelos fünf Tage aufhalten, und auch das Umland der Stadt mit seinen sagenumwobenen Fjorden ist einen mehrtägigen Abstecher wert.

Bergen ist die Hauptattraktion und in nur zwei Tagen kaum zu schaffen: Museen besichtigen, die Ess- und Trinkkultur kennenlernen, shoppen und einen Bummel durch die malerischen Straßen machen. Hier hat man viel zu tun.

Außerhalb von Bergen gibt’s zwar öffentliche Verkehrsmittel, wir empfehlen aber, mit einem Mietwagen am dritten Tag Norheimsund zu durchqueren, das friedliche Tor zum überwältigenden Panorama des Hardangerfjords. In Øystese bestaunt man die hiesige zeitgenössische Kunst und übernachtet am imposanten Eidfjord. Morgens folgen ein Abstecher zum Berghof Kjeåsen, das traumhafte Ulvik, wo man den einmaligen Blick genießt, und Mittagessen in Voss. Ebenso spektakulär wie in Ulvik ist der Ausblick in Stalheim, wo man morgens wandert, bevor es zurück nach Bergen geht, um den Flieger zu erwischen.

Die schönsten Fjorde

Wenige Naturattraktionen verkörpern ihre Heimat so perfekt wie Norwegens Fjorde. Diese gewundene Route durch die Fjordregion mit einem Abstecher zur Nordspitze des Landes gehört zu den schönsten Europas. Man braucht ein eigenes Auto und viel Zeit.

Los geht’s ganz im Süden mit ein bis zwei Tagen in Stavanger und einem Tagesausflug zum Lysefjord, wo man zu dem legendären Aussichtspunkt Preikestolen (Priesterstuhl) hinaufsteigt. Eine eintägige Fahrt gen Norden bringt einen nach Hardangerfjord und zu einer Reihe Dörfer, die man sofort ins Herz schließt, wie Utne und Eidfjord. Nach einer Übernachtung im letzteren geht’s weiter nach Flåm – und, wenn möglich, auch ein paar Nächte ins deutlich schönere Aurland, um die traumhafte Aussicht zu genießen. Weiter nördlich findet man das schöne Solvorn am Lustrafjord und erklimmt die Sognefjellet-Straße zum Jotunheimen-Nationalpark. Nach einer Nacht im Ort Lom mit der perfekt gelegenen Stabkirche geht’s weiter zum einzigartigen Geirangerfjord, die atemberaubende Bergstraße Trollstigen hinauf, dann wieder hinab nach Åndalsnes und weiter die Küste entlang ins hübsche und ruhige Ålesund.

Der arktische Norden

Die Magie des hohen Nordens zieht Forscher seit Jahrhunderten an. Eine horizontlose, unbewohnte, unendlich scheinende Welt, deren eisige Wildnis Besucher mit Ehrfurcht erfüllt. Mit ganz viel Glück erspäht man hier sogar einen Eisbären.

Tromsø ist eine Universitätsstadt par excellence. Das Polarmuseum vermittelt die Faszination der Arktisforschung, die Eismeerkathedrale erinnert an arktische Landschaften und die umliegenden Gipfel bieten Gelegenheit für vielfältige Sommerund Winteraktivitäten. Auch ein Tagesausflug ins schöne Senja lohnt sich. Nach drei Tagen geht’s dann nach Osten zu den Felsritzungen von Alta und weiter zum Nordkap: Viel weiter nördlich kommt man in Norwegen kaum, ohne in See zu stechen. Dann fährt man wieder gen Inland nach Karasjok und Kautokeino im Kerngebiet der Samen. Aber was wäre eine Erkundung des arktischen Nordens ohne Svalbard (Spitzbergen), dem tief in der Arktis gelegenen Archipel und eines der letzten großen Wildnisgebiete Europas. Am besten erreicht man es per Flugzeug von Tromsø. Vier Tage sollte man für die vielen Aktivitäten mindestens einplanen, die sich hier anbieten.

Das Herz von Norwegen

Das Hochland Mittelnorwegens ist einfach spektakulär, und wer bereit ist, ein Auto zu mieten, hat die Möglichkeit, die einzigartigen ruhigen Straßen des Hinterlandes ausgiebig zu erkunden. Auch trainierte Radfahrer können viele dieser Routen nutzen.

Nach ein paar Tagen in Oslo fährt man die kurze Strecke nach Lillehammer, Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1994 und einer der schönsten Orte Norwegens, mit seinen olympischen Sportstätten vor malerischer Kulisse. Nach einer Übernachtung dort geht’s weiter nach Ringebu und zu eine der schönsten Stabkirchen Norwegens. Mit dem Auto kann man auch die ruhige Rv27 vorbei am steilen Bergmassiv des Rondane-Nationalparks in Richtung Nordosten bis zum Unesco-Weltkulturerbe Røros nehmen. Bunte Holzhäuser und ein altertümlicher Charme machen es zu einem der hinreißendsten Dörfer Norwegens. Nach ein oder zwei Übernachtungen in Røros führt ein kurzer Abstecher gen Norden zu der wunderschönen Küstenstadt Trondheim, mit ihrer beeindruckenden Kathedrale, unzähligen Studenten und einer regen Kulturszene. Auch hier lassen sich gut zwei bis drei Nächte verbringen.

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