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Rein ins Erleben

Die wichtigsten MARCO POLO Highlights!

Die besten MARCO POLO Insider-Tipps

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Tolle Orte zum Nulltarif

Typisch Florida

Schön, auch wenn es heiß ist

Entspannt zurücklehnen

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Reiseatlas

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Detailkarte Miami Beach

Koautor

Mit dem digitalen Service von MARCO POLO sind Sie noch unbeschwerter unterwegs: Auf den Erlebnistouren zielsicher von A nach B navigieren oder aktuelle Infos abrufen – das und mehr ist nur noch einen Fingertipp entfernt.

Touren-App

Ganz einfach orientieren und jederzeit wissen, wo genau Sie gerade sind: Die praktische App zu den Erlebnistouren sorgt dank Offline-Karte und Navigation dafür, dass Sie immer auf dem richtigen Weg sind. Außerdem zeigen Nummern alle empfohlenen Aktivitäten, Genuss-, Kultur- und Shoppingtipps entlang der Tour an.

Update-Service

Immer auf dem neuesten Stand in Ihrer Destination sein: Der Online-Update-Service bietet Ihnen nicht nur aktuelle Tipps und Termine, sondern auch Änderungen von Öffnungszeiten, Preisen oder anderen Angaben zu den Reiseführerinhalten. Einfach als PDF ausdrucken oder für Smartphone, Tablet oder E-Reader herunterladen.

Hier geht’s lang zu den digitalen Extras:

http://go.marcopolo.de/frd

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MIAMI SKYLINE »

Ozeanriesen vor Wolkenkratzern: eine einmalig eindrucksvolle Perspektive – vor allem nachts vom Metro mover aus (Foto)zur Karte (siehe auch >>)

ART DECO DISTRICT »

Inmitten der quirligen Atmosphäre von Miami Beach schillern die aerodynamischen Architekturformen aus den 1920er-Jahren in tropischen Farben zur Karte (siehe auch >>)

OVERSEAS HIGHWAY »

Über 42 Brücken bis fast nach Havanna fahren zur Karte

KEY WEST »

Floridas südlichster Punkt: Treff aller Künstler und Lebenskünstler zur Karte

TEN THOUSAND ISLANDS »

Bootsfahrt mit Rangers durch das Mangrovenlabyrinth des Everglades National Park zur Karte (siehe auch >>)

SANIBEL & CAPTIVA ISLAND »

Die besten Muschelgründe warten an den Inseln vor Fort Myers (Foto)zur Karte

BUSCH GARDENS TAMPA »

In diesem Freizeitpark stehen gleich vier der atemberaubendsten Achterbahnen der USA zur Karte

PERDIDO KEY & SANTA ROSA ISLAND »

Lange Strände mit feinstem, fast weißem Quarzsand im äußersten Westen der Panhandleküste zur Karte

SEASIDE »

Der Schauplatz des Jim-Carrey-Films „Die Truman Show“ wird zur perfekten Kulisse für den Familienurlaub zur Karte

CAPE CANAVERAL »

Gleich neben dem Kennedy Space Center warten Naturschutz- und Wandergebiete mit langen, naturbelassenen Stränden zur Karte

DAYTONA BEACH »

In der Rennfahrerstadt lässt sich auch der Strand mit Bikes und Autos befahren zur Karte (siehe auch >>)

PALM BEACH BICYCLE TRAIL »

Ein Radweg ermöglicht unauffällige Blicke in die Vorgärten der Villen zur Karte

UNIVERSAL STUDIOS FLORIDA »

Mitten in den Filmkulissen bekannter Produktionen -eine faszinierende Mischung aus Live-Action und 3-D-Film zur Karte

ANIMAL KINGDOM »

Vom Dinosaurier bis zum Elefanten - die ganze Tierwelt in der phantasiereichen Interpretation von Walt Disney zur Karte

MAGIC KINGDOM »

Herz und Seele des Disneyreichs: Mögen Sie es aufregend mit nassforscher Dschungelfahrt und Achterbahn oder lieber nervenschonend bei den fröhlichen Paraden von Micky und seinen Freunden? zur Karte

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Insider-Tipp

XXL-Flohmarkt »

Daytona Beach hat neben dem Motorsport eine weitere Leidenschaft: den kleinstadtgroßen Flea Market, auf dem Hunderte Händler ihre Waren anbieten

Insider-Tipp

Lobbys zum Staunen »

Auch drinnen haben es Miamis Artdéco-Hotels in sich! Von der opulenten Lobby des Eden Roc bis zum wasserblauen Empfang im Aqua

Insider-Tipp

Zur Salsa nach Little Havana »

Son, Guaracha, Timba, alles fließt in die Salsa, den begeisternden Tanz aus Kuba. Im El Palenque Night Club treten die besten Salsabands der Stadt auf

Insider-Tipp

Key West in aller Ruhe »

Leise raschelnde Palmwedel, Daiquiris am Pool, streunende Hühner: Auf der Terrasse des Avalon B & B spüren Sie den „Key Spirit“ (Foto)

Insider-Tipp

Nachts versumpfen »

Der stärkste Eindruck von der nächtlichen Kajaktour durch die Everglades: die Augen der Alligatoren, die im Schein der Taschenlampen rot schimmern

Insider-Tipp

Ein Stückchen altes Florida »

Auf Anna Maria Island verbauen keine Hotel- und Fastfoodketten den Blick aufs Meer, und abends werden noch die Bürgersteige hochgeklappt

Insider-Tipp

Key-Safari »

Im Cedar Key National Wildlife Refuge lebt Floridas Fauna noch ungestört. Nur mit einem kleinen Wassertaxi gelangt man in dieses Inselparadies

Insider-Tipp

Wellness für die Seele »

Wie gut das tut: vom 64 m hohen Bok Tower den Rundblick über Zentralfloridas Parklandschaft genießen und dabei dem Glockenspiel lauschen

Insider-Tipp

Ausgelassenes Fest in Little Havana »

Mehr Karibik geht nicht: Während des Calle Ocho Festival wird die gleichnamige Straße in Miami zur Freiluftbühne für Livemusik und Karneval (Foto)

Insider-Tipp

Sonnenuntergänge wie gemalt »

Die Küche des South Beach Bar & Grille in Boca Grande ist fantastisch, die Sonnenuntergänge zum Dessert unvergesslich

Insider-Tipp

Mittendrin in St. Augustine »

Mittags ist das A1A Ale Works gut für den Lunch, doch an warmen Sommerabenden sind seine Terrassen ideal zum people watching

Insider-Tipp

Mit Seekühen unter Wasser gehen »

Im Wasser wirken Manatis grazil. In vielen Quelltöpfen kann man sie in ihrem Element hautnah erleben, z. B. in Crystal River

Insider-Tipp

Zeitreise in passender Umgebung »

St. Augustine mit seinen historischen Gebäuden bietet die perfekte Kulisse für das Pirate & Treasure Museum, das an eine gesetzlose Vergangenheit erinnert

Insider-Tipp

Ein Muss für sportliche Typen ... »

... und alle, die gern solche wären: Das World Wide Sportsman ist ein riesiges Kaufhaus, das den Ausrüstungsbedarf von Anglern, Surfern oder Strandgängern abdeckt. Von Hightech-Equipment bis zum modischen Accessoire finden Sie hier einfach alles

Insider-Tipp

Drinks unterm Palmdach »

Seebären zeigen in der Schooner Wharf Bar ihre Tätowierungen, warmer Wind streicht durchs Palmdach, Eiswürfel klingeln in den Cocktailgläsern, und Bob Marley singt dazu: In der urigen Bar hätte es auch „Papa“ Hemingway gefallen

Insider

Miamis Kreative umsonst »

Zweimal im Monat ist der Eintritt zum Pérez Art Museum für Familien frei. Das herrliche Museum stellt etablierte wie junge Künstler aus und verfügt über herausragende Sammlungen

Große Fische füttern »

Robbie’s Marina lockt täglich Dutzende Neugierige, die hier frei lebende Tarpune füttern. Die Show ist kostenlos, aber vielleicht investieren Sie in einen der Sardineneimer für 2 $?

Die Everglades in Schwarz-Weiß »

Die Everglades, wie Sie sie noch nie gesehen haben: In der Big Cypress Gallery bei Ochopee zeigt der Landschaftsfotograf Clyde Butcher faszinierende Schwarz-Weiß-Bilder des einzigartigen Biotops

Stadtrundfahrt (fast) geschenkt »

 Gerade einmal 50 Cent kostet Looper in St. Petersburg. Gratis ist der altmodische Trolleybus zu den Attraktionen der Stadt gar, wenn Sie innerhalb der Free Fare Zone (ausgeschildert) bleiben

Regierungssitz mit Aussicht »

Vom 22. Stockwerk des New Capital Building können Sie gratis einen Panoramablick über Tallahassee genießen (Foto)

Tote mit Humor »

Eigentlich müsste man für diesen kurzweiligen Friedhof Eintritt verlangen! Schlendern Sie über den Key West Cemetery und amüsieren Sie sich über die komischen Grabsteininschriften, die aus dem Leben der hier begrabenen Persönlichkeiten erzählen: „Devoted Fan of Julio Iglesias“ oder „I told you I was sick“

Wald für Outdoorfans »

Ein Abenteuerpark ohne Eintritt: Im Ocala National Forest schwimmen und schnorcheln Sie in glasklaren Quelltöpfen, paddeln durch Palmenwälder und beobachten Seeadler oder Schwarzbären

Treffpunkt Pier »

Weit reichen sie ins Meer hinaus und am Ende gibt es meist Bänke oder sogar einen Imbiss. Piers, wie der Naples Pier, sind wunderbare Treffpunkte – vor allem bei Sonnenuntergang

Schnorcheln zwischen Korallen »

Die Unterwasserwelt der Keys ist ein farbenfrohes Paradies. Langusten, Anemonen und tropische Fische sind ein Fest für die Sinne (Foto)

Boliden beim Daytona 500 »

500 Meilen auf dem Daytona International Speedway, das sind 200 Runden in getunten Nascar-Boliden, sagenhafte Zuschauerquoten im amerikanischen Fernsehen und ein ohrenbetäubendes Gedröhn. Einmal sollte man beim „Great American Race“ Ende Februar dabei gewesen sein!

Im Wohnzimmer der Echsen »

Tausende Alligatoren und Krokodile hausen in den Teichen und Sümpfen des Gatorland bei Orlando – und Sie können sie von sicheren Aussichtspunkten aus nächster Nähe beobachten

Schöne Menschen gucken »

Der Ocean Drive ist Miamis berühmteste Straße. Zwischen trendigen Hotels, Restaurants, Bars und Diskos erleben Sie hier die Fashion- und Lifestyleszene. Der beste Ort zum people watching

Limettentörtchen am Abend »

Natürlich ist es eine Geschmacksfrage, denn nicht jeder will den Tag mit einem Stück Kuchen beenden. Doch dies ist Key West, und key lime pie ist die berühmte Limetten-Sahne-Torte! Man suche also Kermit’s auf, erstehe dort besagte Torte plus Besteck und verzehre diese bei Sonnenuntergang am Mallory Square

Auf Hemingways Spuren »

Im charmant verlotterten Restaurant Blue Heaven, wo Hemingway einst Box- und Hahnenkämpfen zusah, gehören Katzen und Hühner unter den Tischen noch immer zum Inventar. Genau wie Bob Marleys Version des Songs „Legalize it”, der hier wenigstens dreimal täglich gespielt wird

Das Klirren der Eiswürfel »

Auf der Duval Street von Key West herrscht brütende Hitze. Doch wenn Ihnen im kühlen Dunkel des Sloppy Joe’s der Barkeeper einen „Frozen Mango Malibu Mojito“ bringt, dann ist der Hitzestau wie weggeblasen

Ein klassisches Vergnügen »

An einem heißen Tag in South Beach kühlt, ganz klassisch, ein Eis. Das wohl beste verkauft Dolce Vita Ocean Drive, auf Wunsch fettarm und ungezuckert

Erholung beim Erfinder »

In seinem Winter Estate in Fort Myres verbrachte der Erfinder Thomas Edison die kalte Jahreszeit. Die kühlen Räume seines Labors scheinen den Winter gespeichert zu haben – und sind spannend dazu!

Im Fahrtwind »

Einsteigen, festschnallen und ab die Post: Bei Hitze macht die Schussfahrt mit der Sheikra, dem steilsten Dive-Coaster der Welt, erst richtig Spaß, zumal am Zieleinlauf eine kalte Dusche wartet

Lichtspeere im Blätterdach »

Das Blätterdach der Canopy Roads in Tallahassee spendet Schatten und bezaubert Ihre Sinne, wenn die Sonne dünne Lichtspeere hindurchschleudert. Und dazu weht ein kühles Lüftchen ...

24 Stunden kalt »

Rund um die Uhr hat das News Café am Ocean Drive in Miami Beach geöffnet. Drinnen ist es angenehm kühl, aber wer’s mag, kann auch draußen auf der Terrasse den Tag verbummeln (Foto)

Schnäppchenjagd bei angenehmen Temperaturen »

Das beste Mittel gegen die Hitze ist – Geld ausgeben. Oder zumindest: bummeln gehen, z. B. durch Sawgrass Mills. Mehr als 350 Läden und Designer-Outlets warten in der dank Klimaanlage gut gekühlten größten Mall Südfloridas auf Schnäppchenjäger

Das schönste Urlaubsfrühstück »

Läden werden geöffnet, Eingänge gefegt, und Besitzer Bill serviert ein opulentes Frühstück auf der Terrasse: Als Gast des Carriage Way B & B in St. Augustine erwachen Sie gemeinsam mit der Stadt

Cocktails am Abend »

Happy Hour ist am Ocean Drive ein Ritual zwischen 16 und 18 Uhr. Zwei Cocktails zum Preis von einem, dazu das warme Abendlicht und rundherum glückliche Gesichter. Was will man mehr?

Zufriedenheit rundum »

Ein „Re-Mix“ im Spa des Perry South Beach lässt Falten verschwinden, die 15-minütige Gesichtsbehandlung „Accelerate“ bringt Ihren Teint für die anschließende heiße Nacht in South Beach zum Strahlen

Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss »

Vom Gonzales Creek dringen der betäubende Duft der Magnolien und ein Froschkonzert zum Creekside Dinery herauf. Dann stimmt eine Band ihre Instrumente, und die Kellnerin bringt Shrimps Gonzales. So schön kann das Leben sein

Traumstunden an Traumstränden »

Endlos sind die Sandstrände auf den Inseln vor Pensacola und schneeweiß, bestehen sie doch zu 99 Prozent aus Quarzkristallen. Perfekt, um Stunden im weichen Sand zu verträumen (Foto)

Wellness mit Aussicht »

Das Betsy Spa ist ein Refugium über den Palmenwipfeln, weshalb der phantastische Blick auf den Ocean Drive die Massage „Under the Stars“ noch wirksamer macht

Dinner Cruise »

Dichte Mangrovenwälder und funkelnde Sterne sind Ihre Begleiter bei der Fahrt mit der schnittigen Motoryacht „Sapphire“ von StarLite Dining Yachts. Genießen Sie ein mehrgängiges Dinner und kühlen Riesling zum Sonnenuntergang

Bild: Bahia Honda Key: Blick zum Overseas Highway

Der American Way of Life ist ein Mythenmix aus Freiheit und Freizeit, Sonne und Sand, Optimismus und Offenheit, schnellem Geld und schnellem Genuss. Nirgendwo in den USA erleben Sie diese unbekümmerte Lebensart so ausgeprägt wie in Florida, dem Sunshine State.

Auf demselben Breitengrad wie Nordafrika aalt sich Florida glücklich und zufrieden unter meist blauem Himmel. Die Stimmung entspricht den Aussichten: also überwiegend heiter. Obwohl nur knapp halb so groß wie Deutschland, gehört der US-Bundesstaat mit seiner Küstenlinie von 3000 km Länge (mit alle Inseln sind es sogar 13 600 km) zu den populärsten Reisezielen der Welt. 2014 zählte Florida knapp 95 Mio. Besucher. Mit über 300 000 Urlaubern ist Florida bei deutschen Reisenden besonders beliebt, die damit hinter den Briten auf dem zweiten Rang liegen. Die meisten Gäste kommen im Winter in den Sunshine State, wenn die Sonne ununterbrochen scheint und die Quecksilbersäule auf Temperaturen steigen lässt, wie es sie in Europa und im Norden der USA nur im Sommer gibt. Doch Florida bietet noch viel mehr: nämlich Kunstmuseen und -galerien von Weltruf, wunderbare Naturschutzgebiete, eine hervorragende Küche und die besten Themenparks überhaupt!

Nicht nur smaragdgrünes Meer und weiße Strände gehören zu den natürlichen Attraktionen Floridas: Alligatoren und die vom Aussterben bedrohten Floridakrokodile leben in freier Wildbahn, Silberreiher, Pelikane und Seeadler bevölkern Mangrovenwälder und die Brackwassergebiete, aquariumsbunte Fische schwärmen durch die Unterwasserlandschaften der Riffe vor den Keys. Auch der Mensch setzt spektakuläre Akzente. An der Ostküste starten turmhohe Raketen vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral und befördern Raumschiffe und Satelliten in die Erdumlaufbahn. Und in Orlando locken gigantische Freizeitparks. Sie entführen in das phantastische Comicuniversum Walt Disneys oder in imaginäre Filmwelten. Der 27. Staat der USA lebt den American way of life im großen Stil, mit gut ausgebautem Straßennetz, weshalb Sie ihn mit allem Komfort erkunden können. Und bei jedem Abstecher landeinwärts reist für Sie die Gewissheit mit: Kein Ort liegt hier weiter als 90 km vom Meer entfernt.

Nie weiter als 90 km vom Meer entfernt

Das moderne Florida trübt den Blick dafür, dass dies die erste von Europäern entdeckte Region Nordamerikas war. Außer dem Namen Florida und einigen Hinterlassenschaften in St. Augustine, der ältesten Siedlung in den USA, ist vom spanischen Kolonialerbe, das 1513 mit Juan Ponce de Leóns Entdeckung begann, nicht viel geblieben. So wirkt es wie eine Ironie der Geschichte, dass der Süden Jahrhunderte später doch noch hispanisiert wurde. Miami und Umgebung sind längst politisches und wirtschaftliches Exil für Kubaner, Nicaraguaner und Salvadorianer, die zusammen mit Französisch sprechenden Schwarzen aus Haiti mehr als die Hälfte der Bevölkerung von Greater Miami stellen.

Das Florida von heute ist ein starkes Kontrastprogramm zu den historischen Ereignissen, die die Region erlebt hat. Die Vision, die sich Industrielle, Bauunternehmer und Spekulanten seit der Wende zum 20. Jh. für die Halbinsel ausmalen, macht vieles vergessen: den Sezessionskrieg 1861–1865, die Rassentrennung, die Diskriminierung der Indianer. Männer wie der Milliardär Henry Flagler mit ihren Eisenbahnlinien und staatlichen Hotels begründeten die Tourismusindustrie. Investoren profitierten davon, dass die American Medical Association 1885 den Südzipfel von St. Petersburg, Pinellas Point, zum gesündesten Fleck der USA ausrief. Der Run begann. Die luxuriösen Hotels lockten reiche Amerikaner aus dem Norden. Glühbirnenerfinder Thomas A. Edison und Autokonstrukteur Henry Ford überwinterten hier. Florida wurde zum Ziel einer zugvogelartigen Bewegung, der sich Jahr um Jahr mehr Gäste anschlossen. Ganze Orte entstanden auf dem Reißbrett und wurden, wie Palm Beach und Boca Grande, zum Synonym für herrlichen Strandurlaub. Zu den Urlaubern gesellten sich zum Glück auch Naturschützer. Schon die US-Präsidenten Theodore Roosevelt und Harry Truman trieben die Einrichtung von Schutzgebieten voran. Für die Floridabesucher, die nach ihnen kamen, blieb ein einzigartiger, wenn auch streng regulierter Naturraum: Freizeitskipper schippern auf nun beschilderten Wasserwegen durch Floridas Inselwelt.

Herrscher der Feuchtgebiete: Alligatoren lieben die langsam fließenden Gewässer der Everglades

Palm Beach und Boca Grande – Synonyme für herrlichen Strand

Allerdings werden viele Umweltschutzmaßnahmen im Spannungsfeld politischer und wirtschaftlicher Interessen zu Makulatur. Deutlich wurde dies während der Ölpest im Golf von Mexiko im Sommer 2010. Am 20. April löste eine Explosion auf der Ölplattform „Deep Horizon“ vor der Küste Louisianas die schlimmste Umweltkatastrophe der Geschichte aus. Als das Bohrloch am 9. September endgültig für verschlossen erklärt werden konnte, waren Schätzungen zufolge 780 Mio. Liter Rohöl ausgeflossen. Kurz darauf wurde Entwarnung gegeben und die Strände eröffneten wieder. Alles rechtzeitig zur Touristensaison? Denn schließlich beschert Floridas Tourismusbranche dem Staat jährlich weit über 60 Mrd. $ Einnahmen. Unabhängige Medien berichten, dass jeder Sturm noch immer Zehntausende tote Fische an die Strände des Florida Panhandle spült, weil das im Meer verbliebene Öl in riesigen, fast 40 km langen Wolken aus Ölpartikeln und Methangas durch den Golf driftet und alles Leben tötet. Wie lange noch, wird die Zukunft zeigen.

Dessen ungeachtet wächst Florida ungestüm weiter. Ein Höhepunkt dieser rasanten Entwicklung ist die rund um Orlando gebaute Ferienwelt mit Disney World als Mittelpunkt einer Vielzahl von Vergnügungsparks, die Florida zu einem Gebiet mit Ganzjahrestourismus und zum idealen Reiseziel für Familien mit Kindern gemacht hat.

Die letzten 100 Jahre haben den Staat mit seinen 19,6 Mio. Einwohnern nicht nur zum viertbevölkerungsreichsten US-Bundesstaat, sondern auch zu einem wohlhabenden und kosmopolitischen Zentrum gemacht. Eine Ausnahme bildet dabei nur der Nordwesten, der sogenannte Panhandle. Seine Bewohner sind als Patrioten bekannt und als konservative Waffennarren berüchtigt.

Florida ist über 170 300 km2 groß: Von Pensacola nach Key West erstreckt sich der Staat über eine Entfernung von rund 1342 km. Die Halbinsel, die von den geschmolzenen Eismassen der Eiszeit geformt wurde, bekam ihre charakteristische Landschaft vor etwa 6000 Jahren. Zahlreiche Flüsse und rund 30 000 kleine und große Seen prägen die Natur, deren höchster Punkt sich gerade einmal 103 m über den Meeresspiegel erhebt.

Je nach Jahreszeit bewegen sich die Touristenströme in unterschiedliche Richtungen. Die sogenannte Redneck Riviera rund um Pensacola ist ein Sommerferienziel und vor allem bei alteingesessenen Südstaatlern (rednecks) populär, denen die mondänen Abschnitte, etwa der als Goldküste bekannte Abschnitt zwischen Fort Pierce und Fort Lauderdale, nur wenig behagen. Die Westküste am Golf von Mexiko ist Anlaufpunkt für Pensionäre und junge Familien, die sich zwischen Cedar Key und Marco Island niedergelassen haben. Auch die Nordostküste zwischen Jacksonville und Cape Canaveral ist bei Familien beliebt.

Ehemaliges Strand Theater in Key West: Florida ist bunt, paradiesisch, touristisch

Das Eis formte einst den Sunshine State

Besucher aus Europa zieht es vor allem nach Zentralflorida zu den Vergnügungsparks und Attraktionen in Orlando, nach Miami, der exotischen Metropole des Landes, in das Naturschutzgebiet der Everglades sowie auf die Florida Keys. Auf den American Way of Life treffen Sie hier überall, genauso wie Sie dem alten, „echten” Florida begegnen können. Wer es entdecken will, darf bei seiner Reise nie vergessen: Es lohnt sich, genau hinzusehen. Denn der Sunshine State ist mehr als die Summe seiner Klischees.


1513

Juan Ponce de León entdeckt Florida, das er 1521 für Spanien in Besitz nimmt

1817

General Andrew Jackson marschiert in Nordflorida ein und beginnt einen Vernichtungskrieg gegen die Indianer

1819

Spanien verkauft den USA Florida für 5 Mio. $

1835–58

In drei Kriegen widersetzen sich die Seminolen ihrer Umsiedlung

1845

Florida wird mit 66 000 Einwohnern 27. US-Bundesstaat

1861

Wegen der Sklavenfrage spalten sich Florida und zehn weitere Südstaaten ab. Sezessionskrieg

1885

Eisenbahnpionier Henry Flagler beginnt den Bau der East Coast Railroad, die ab 1912 bis Key West reicht

1959

Castros Revolution vertreibt Zehntausende Kubaner, die sich in Miami niederlassen

1961

John Glenn startet von Cape Canaveral aus als erster Amerikaner ins All

1971

Walt Disney World öffnet seine Tore

2000

Floridas Wahlmänner hieven George W. Bush ins Weiße Haus

2007

Zusammenbruch des Immobilienmarkts nach grenzenlosem Bauboom

April 2009

Präsident Barack Obama nimmt den Dialog mit Kuba wieder auf

April 2010

Schlimmste Ölpest der Geschichte nach Explosion auf der „Deep Horizon“

2015

Governeur Rick Scott verspricht 5 Mrd. Dollar für die Restaurierung der kranken Everglades


Greener!

Golf für Umweltbewusste Die Golfresorts werden immer grüner: Wasser sparen, Biotope einrichten und heimische Gewächse anpflanzen gehört dazu. Vorreiter ist das Amelia Island Plantation Resort (Amelia Island | www.villasofameliaisland.com) mit seinen Solar-Golfcarts. Der The Ritz-Carlton Golf Club (4012 Central Florida Parkway | Orlando | www.ritzcarlton.com) fühlt sich gleichfalls in der Ökopflicht und kommt mit seinem Wassersparprogramm so gut an, dass er dafür Preise einheimst. Hier spielt man mit gutem Gewissen!

Schlangenlinien

Carven mit Rädern  Drei Räder, ein Lenker und viel Schwung. So – nämlich in Schlangenlinien – bewegen sich die Trikker fort. First Coast Trikkes (510 Mayport Road | Atlantic Beach | www.firstcoasttrikkes.com) verleiht die Geräte und bietet Einführungsstunden an. Trikker gibt es auch bei South Florida Trikke (226 14th St. | www.southfloridatrikke.com) und Trikke Tampa (3311 W Gandy Blvd. | Tampa), die außerdem Trikke-Events und Ausflüge organisieren. Unter www.trikke-europe.com gibt es eine kleine Einweisung zur Vorbereitung.

North meets South

Latino-Hip-Hop  In Florida treffen Hip-Hop und Latino-Klänge aufeinander. Wie der Latin Rap klingt, zeigen Fly & Polzino (www.myspace.com/flyandpolzino) aus Boca Raton. Clazeleo (www.myspace.com/clazeleo) haben die Exotik aus ihrer kubanischen Heimat mitgebracht. Beste Anlaufstelle für den Crossover ist das La Covacha (10730 NW 25th Street | Miami | www.lacovacha.com).

Tampa macht die Nacht

Ybor City Blues Ship (1910 E 7th Av.)Festa Italiana (www.festaitalianatampa.com)Knight Parade (www.knightparade.com)Gaspar’s Grotto (1805 E 7th Av.)www.ybor.org