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San Diego de los Baños

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Pinar del Río

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Der Norden von Matanzas

Varadero

Von Varadero nach Matanzas

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Topes de Collantes

Sancti Spíritus

Der Norden der Provinz Sancti Spíritus

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Ciego de Ávila

Morón

Morón & Umgebung

Florencia

Cayo Coco

Cayo Guillermo

PROVINZ CAMAGÜEY

Camagüey

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Guáimaro

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Cayo Sabinal

Playa Santa Lucía

PROVINZ LAS TUNAS

Las Tunas

Monte Cabaniguan

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Playa La Herradura, La Llanita & Las Bocas

PROVINZ HOLGUÍN

Holguín

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Sierra del Cristal

Cayo Saetía

PROVINZ GRANMA

Bayamo

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Manzanillo

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Niquero

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Pilón

Marea del Portillo

PROVINZ SANTIAGO DE CUBA

Santiago de Cuba

Siboney

La Gran Piedra

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El Cobre

El Saltón

Chivirico

El Uvero

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Guantánamo

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Architektur

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Willkommen in Kuba

Abgenutzt und trotzdem prächtig, heruntergekommen und voller Würde, heiter und manchmal sehr frustrierend – Kuba umgibt ein Zauber, der sich kaum in Worte fassen lässt.

Land der Gegensätze

Kuba ähnelt einem Märchenprinzen, der sich in die Kleider eines Bettlers hüllt: Hinter den schäbigen Fassaden glitzert der Goldstaub. Diese Gegensätze machen eine Reise zu einer aufregenden Achterbahnfahrt. Das amerikanische Handelsembargo hält Kuba seit mehr als einem halben Jahrhundert in einer Zeitfalle gefangen. Europäische Gewissheiten sind nicht viel wert – Unerwartetes lockt.

Historisches Erbe

Kubas erhaltene Kolonialstädte haben sich kaum verändert, seit einst Piraten die Karibik unsicher machten. Diese Atmosphäre und die Schönheit der Architektur spürt man besonders in den Städten, die auf der Unesco-Liste des Weltkulturerbes stehen: Havanna, Trinidad, Cienfuegos und Camagüey. Plätze und Kopfsteinpflasterstraßen beschwören Zeiten herauf, in denen die Insel wohlhabend war. Andernorts verfallen die Altbauten und warten auf eine Schönheitsbehandlung. Stünde mehr Geld bereit, könnten diese alten Schätze es durchaus mit dem kolonialen Glanz von Havanna und Trinidad aufnehmen – ein Zeichen dafür, dass die Bewahrung des historischen Erbes zu den wirklichen Errungenschaften der Revolution gezählt werden muss.

Bunter Kulturmix

Kuba lebt für die Musik, eine dynamische Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen; Kenner sprechen auch von einer Liebesaffäre zwischen afrikanischer Trommel und spanischer Gitarre. Vereint sind die beiden schon seit über 500 Jahren, und sie haben eine reiche Kultur hervorgebracht: Man hört noch die Rhythmen Afrikas, Klänge aus dem spanischen Kolonialreich, dazu musikalische Spuren der Taíno-Stämme, gemischt mit Traditionen aus Haiti, Jamaika, Frankreich und China. Die Schönheit besteht gerade in den verschiedenen Ebenen und Nuancen. Die gleiche Mischung findet man auch im Tanz, in der Architektur, in Sprache und Religion und – ganz besonders – in der bunten Vielfalt der Menschen.

Jenseits der Strände

Natürlich sind die schneeweißen Sandstrände an Kubas Nordküste exquisit, doch wer Kuba jenseits der Strände erkundet, entdeckt eine ganz andere Welt: üppig grüne Wälder, Sümpfe voller Alligatoren, unberührte Landschaften und eine raue Bergwelt, in der man die Revolutionsfolklore pflegt, die aber auch reich ist an heimischen Arten. Schon Alexander von Humboldt nannte Kuba ein karibisches Galapagos, auf dem Gegensätze zueinander finden.

GRANT FAINT /GETTY IMAGES ©

Der Oldtimer ist in Havanna als Taxi im Einsatz

Warum ich Kuba liebe

Von Brendan Sainsbury, Autor

Denke ich an Kuba, kommt mir meine erste Nacht in Havanna nach längerer Abwesenheit in den Sinn: das geschäftige Treiben auf den Straßen; die Einblicke ins Leben, das sich im Freien abspielt und die unverwechselbaren Aromen: Papaya, gemischt mit Tabakblättern, Benzin und muffigen Teppichen. Kuba ist die verbotene Frucht: ein komplexes Land aus haarsträubenden Widersprüchen, das immer neue Fragen aufwirft. Am meisten aber liebe ich Kubas Musikalität, die robuste Kultur, die wundervoll bewahrte Geschichte – und den Umstand, dass Kuba einen zur Verzweiflung treibt und gleichzeitig überrascht und begeistert.

Mehr Informationen über die Autoren gibt's hier

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Kubas Top 21

Livemusik

1 Musikberieselung vom Band gilt in Kuba als indiskutabel. Im Land von son, Salsa, Rumba und trova wird alles ganz spontan, live und mit melodischem Schwung vorgetragen. Hier findet man den romantischen Troubadour in der Bar, den Rumba-Trommler auf der Straße, Varieté-Darbietungen und die nächtliche Reggaetón-Party. Das Talent der Kubaner ist legendär, und das Star-Getue, das man aus anderen Ländern kennt, ist hier nahezu unbekannt. Matanzas und Santiago haben die tiefsten musikalischen Wurzeln, Guantánamo steckt voller Überraschungen, und in Havanna hört man praktisch alles.

BENJAMIN RONDEL / GETTY IMAGES ©

Musiker in Santiago de Cuba

Havanas Malecón

2 Nur ein wirklicher Narr reist nach Havanna, ohne die berühmte Uferpromenade aufzusuchen – 8 km verlotterte Pracht, die sich zwischen Habana Vieja und Miramar über die gesamte Breite der Stadt erstreckt und unzähligen verliebten habaneros als liebgewonnener Wohnzimmerersatz dient. Wer hier bei Sturm entlangspaziert, erlebt die mächtige Brandung, die mit großer Wucht an die Kaimauer donnert. Schön ist auch der malerische Sonnenuntergang – mit Benny Moré auf dem MP3-Player, einer Flasche Havana Club in der Hand und dem Gefühl, dass nach 22 Uhr einfach nichts unmöglich ist …

ARTMARIE / GETTY IMAGES ©

Kubas Casas particulares

3 Schaukelstühle wippen auf dem Parkettboden einer blitzblanken Veranda aus der Kolonialzeit, Gast und Gastgeber teilen sich eine Flasche Rum, und Musik aus einem Lautsprecher schwebt durch die Tropennacht. Die Szene könnte sich in jeder casa particular abspielen – in jeder Stadt. Seit die Kubaner sich von Zensur und Totalitarismus befreit haben, kann man in diesen Privatunterkünften das wahre Leben entdecken. In Havanna ist die Auswahl am größten; am feudalsten sind die Häuser in Santa Clara.

FRANK CARTER / GETTY IMAGES ©

Vielschichtige Architektur

4 Kubas Architektur spiegelt das Erbe des Landes wider. Man nehme spanischen Barock, gebe französischen Klassizismus dazu, eine Portion nordamerikanische Art-déco und eine Spur europäische Art Nouveau. Nun fügt man noch den Schweiß der afro-kubanischen Sklavenarbeiter und den Glanz des kreativen Modernismus hinzu, und schon hat man Kubas Baukunst. Besonders schön sind die Städte Havanna, Trinidad, Cienfuegos und Camagüey.

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In Habana Vieja säumen farbenfrohe Bauten die Straßen

Strandparadiese

5 Da gibt es die großen Strände in den Urlaubsorten, die windgepeitschten an der Nordküste, die mit Palmen gesäumten auf einem Key und die FKK-Strände auf einer abgelegenen Insel. Wer lange genug sucht, findet garantiert sein Paradies. Resorts wie Varadero halten die besten Strandabschnitte für sich besetzt, aber es bleiben noch genug abgeschiedene Plätze übrig. Unter den Highlights: Playa Pilar auf dem Cayo Guillermo, Playa Maguana bei Baracoa und Playa Ancón bei Trinidad.

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Playa Ancón

Vogelbeobachtung

6 Abgesehen von Krokodilen hätte Kuba eigentlich keinerlei interessante Tiere zu bieten – wenn da nicht die Vögel wären. Rund 350 Vogelarten leben auf diesem Tropenarchipel, knapp zwei Dutzend davon sind auf Kuba endemisch. Besonders sehenwert sind der farbenfrohe tocororo, der winzige Hummelkolibri, der bedrohte Elfenbeinspecht und das größte Flamingo-Brutrevier der Welt. Highlights sind die Península de Zapata und das Biosphärenreservat Sierra del Rosario (siehe >>).

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Zunzuncito (Hummelkolibri)

Erbe der Revolution

7 Schiffbruch mit Rettung, bärtige Guerilleros, die in Robin-Hood-Manier Gerechtigkeit üben, und der klassische Kampf Davids gegen Goliath, aus dem die Unterlegenen als Sieger hervorgingen: Kubas Revolution klingt wie das Drehbuch zu einem Film. Trotzdem schaut man sich am besten die „Locations“ selbst an: Dort, wo die Granma vor Anker ging, hat sich seit 50 Jahren wenig verändert, und das gilt auch für Fidel Castros Hauptquartier, die Comandancia de la Plata.

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Guevara-Mausoleum

Trinidad in der Zeitfalle

8 Trinidad hat sich 1850 schlafen gelegt und ist nie wieder aufgewacht. Diese Fügung ist ein Glück für die Besucher von heute, weil sie sich wie Zeitreisende frei durch eine Zuckerstadt aus der Mitte des 19. Jhs. bewegen können. Bis heute haben die vom Alter gezeichneten Straßen mit ihren Bauten im Kolonialstil die Kraft, Ankömmlinge zu verzaubern. Zudem ist man schnell auf dem Lande, und es gibt eine aufregende Livemusikszene. Denn Trinidad ist durchaus auch ein echter Ort des 21. Jhs.

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Die klassische Architektur von Cienfuegos

9 Es liegt ein gewisses je ne sais quoi über Cienfuegos, Kubas „Perle des Südens“ am Meer. Diese Stadt hat trotz schwerer Zeiten immer ihre Haltung bewahrt. Ihre Eleganz kommt am besten in der Architektur zum Ausdruck, ein homogenes Stadtbild, das im frühen 19. Jh. von französischen und US-amerikanischen Siedlern angelegt wurde. Im Stadtzentrum und der Gartenvorstadt Punta Gorda taucht man in die Kulturszene ein und erlebt französische Eleganz.

HOLGER LEUE / GETTY IMAGES ©

Casa de la Cultura Benjamin Duarte

Tierwelt in Ciénaga de Zapata

10 Eine der wenigen urtümlichen Landschaften, das Sumpfgebiet von Zapata, kommt echter Wildnis so nahe, wie das auf Kuba nur möglich ist. Hier leben das bedrohte kubanische Krokodil, diverse Amphibien sowie der Hummelkolibri, und es gibt mehr als ein Dutzend unterschiedliche Pflanzenhabitate. Zapata ist das größte Feuchtgebiet der Karibik und ein Unesco-Biosphärenreservat, und es unterliegt der Ramsar-Konvention. Hier kann man wunderbar angeln, Vögel beobachten, wandern – und einfach die Natur genießen.

PAUL HARIS / GETTY IMAGES ©

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Folklórico-Tanz in Santiago de Cuba

11 Ah … es gibt nichts Besseres als den hypnotisierenden Rhythmus der Santería-Trommeln, die die Geister der orishas heraufbeschwören. Während die meisten afro-kubanischen religiösen Riten Eingeweihten vorbehalten bleiben, sind das Trommeln und die Tänze der folklórico-Gruppen für alle da. Diese Gruppen formierten sich in den 1960er-Jahren, um die alte Sklavenkultur Kubas lebendig zu halten. Ihre kraftvollen, farbenfrohen Aufführungen bleiben spontan, ihren Wurzeln treu und unerschütterlich authentisch.

THOMAS COCKREM / ALAMY ©

Tauchen & Schnorcheln in der Karibik

12 In Kuba findet man die besten Tauchspots der gesamten Karibik. Die Gründe liegen auf der Hand: beispiellos klares Wasser, unberührte Riffe und geschützte Gewässer mit Millionen von Fischen. Der Zugang kann ganz leicht sein, wie in der Bahía de Cochinos (Schweinebucht), wo man einfach hinausschwimmt, oder auch ganz schwer, wie im Unterwasserparadies des Archipels Jardines de la Reina. Für „Wiederholungstäter” ist die Punta Francés vor der Isla de la Juventud einsame Spitze.

WOLFGANG POELZER / GETTY IMAGES ©

Radtour durchs Valle de Viñales

13 Kuba ist für Radfahrer geradezu ideal, denn auf den Straßen herrscht kaum Verkehr; am schönsten fährt man durchs ländliche Valle de Viñales. Das Tal bietet alles, was man sich von einer tropischen Tour de France erhofft: zerklüftete Berge, grüne Tabakplantagen, romantische Landarbeiterhütten und herrliche Aussichtspunkte. Der Streckenverlauf ist recht flach, und sofern man sich ein geeignetes Fahrrad beschafft hat, ist das Hauptproblem die Suche nach dem perfekten Ort für einen Mojito bei Sonnenuntergang.

CHRISTOPHER GROENHOUT / GETTY IMAGES ©

Öko-Dorf Las Terrazas

14 1968, als die Anfänge einer Umweltbewegung eher etwas für langhaarige Studenten in Duffle-Coats zu sein schienen, machten sich weitsichtige Kubaner bereits Sorgen wegen der ökologischen Folgen der Abholzung ihrer Wälder – und sie hatten eine gute Idee: Eine Gruppe von Industriearbeitern rettete einige Rodungsflächen vor der kompletten Zerstörung und errichtete darauf ein eigenes Öko-Dorf, Las Terrazas. Bald lebten hier Künstler, Musiker und Kaffee-Farmer, und es kam sogar ein einzigartiges Hotel hinzu, das Hotel Moka.

MICHAEL ZEGERS / ROBERT HARDING ©

Die Energie von Santa Clara

15 An der Stadtgrenze sollte man noch einmal seine vorgefasste Meinung über dieses Land bedenken. Santa Clara widerspricht allen Kuba-Klischees: gebildete Studenten, spontanes Nachtleben, mutige Kreativität und Privatunterkünfte mit mehr Antiquitäten als das heimische Museum für Kunstgewerbe besitzt. Es empfiehlt sich, in einer Transvestitenshow im Club Mejunje vorbeizuschauen oder mit den begeisterten Studenten in den Bars am Hauptplatz herumzulungern.

ROBERT WALIS / CORBIS ©

Tänzerin im Club Mejunje

Geheimnisse von Matanzas

16 In den Tiefen vor Matanzas rottet ein gesunkenes Linienschiff vor sich hin; in neuerer Zeit jedoch sind Teile seiner ehemaligen Schönheit wieder aufgetaucht. Nach einem Aufenthalt im gepflegten Varadero ist die Stadt wie ein Schlag ins Gesicht, aber nach einiger Zeit lernt man durch ihr gigantisches historisches Erbe mehr über Kuba als in 20 Urlaubswochen im Resort. Im Teatro Sauto gibt es Hochkultur, während die afrikanische Seele von Matanzas in den Rumba-Liveshows zum Ausdruck kommt.

EVGENIA BOLYUKH / SHUTERSTOCK ©

Baracoa

17 Sehr fern, am östlichsten Zipfel der Provinz Guantánamo, liegt das abgeschiedene Baracoa, eine kleine, historisch bedeutsame Ansiedlung. Selbst nach hiesigen Maßstäben ist der Ort eigenwillig – mit seinem Atlantikwetter, den exzentrischen Einwohnern und ihrem Bedürfnis, irgendwie „anders“ zu sein. Man betrachtet die Einheimischen, wie sie Kokospalmen hinaufklettern, lauscht den Bands, die kiribá spielen, vor allem aber genießt man die gehaltvolle würzige Küche, z. B. die Süßspeise cucuruchu.

ANDREW GUNERS / GETTY IMAGES ©

Feierlaune

18 Trotz Krieg und Mangel, Rationierungen und sonstiger Mühsal haben sich die Kubaner ihre Lebensfreude bewahrt. Selbst in den dunkelsten Stunden der Wirtschaftskrise wurde weiter gefeiert, weil Kubaner die Politik auch einmal beiseitelassen können, um sich den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zuzuwenden. Am schönsten sind Feuerwerke in Remedios, Folklórico-Tänze in Santiago de Cuba, Filme in Gibara und Musik aller denkbaren Richtungen in Havanna. Man sollte also bereit sein zum Feiern (siehe >>).

CHRISTOPHER PILITZCAPTION / GETTY IMAGES ©

Junge Esskultur

19 Seit die Privatisierungsgesetze von 2011 den Deckel auf Kubas kreativen Drucktöpfen angehoben haben, hat sich eine kulinarische Revolution vollzogen. Ein Land, das einst fast nur Bohnen und Reis servierte, hat inzwischen sein gastronomisches Talent wiederentdeckt. Es gibt Unmengen an Restaurants, die an einer Neuausrichtung ihrer nationalen Küche arbeiten. Havanna führt das kulinarische Feld an, in Viñales gibt es die besten traditionellen Gerichte, und das abgelegene Baracoa ist führend, wenn es um regionale Originalität geht (siehe >>).

JUANMONINO / GETTY IMAGES ©

Ropa vieja (geschnetzeltes Rindfleisch)

Straßengewirr von Camagüey

20 Alle Reisende, die durch die Stadt der tinajones (Tontöpfe), Kirchen und Piraten schlendern, denn genau das ist Camagüey, sollen sich bitte einmal verirren! Das ist kein Scherz: Camagüey hat seit seiner Gründungszeit ein Straßennetz, das anders ist als das fast jeder anderen spanischen Kolonialstadt in Lateinamerika. Hier ähneln die Gassen dem Labyrinth einer marokkanischen Medina. Hinter jeder Ecke kann aus heiterem Himmel eine katholische Kirche, eine dreieckige Plaza oder ein sonstiges Juwel auftauchen.

ICHAUVEL / GETTY IMAGES ©

Pico Turquino

21 Eine Wanderung hinauf auf Kubas höchsten Berg, den Pico Turquino (1972 m), ist ein ungewöhnliches Erlebnis. Nur mit Führer darf man sich auf den 17 km langen Zwei- oder Drei-Tage-Marsch durch die steilen grünen Wälder der Sierra Maestra wagen. Der Weg ist eine Mischung aus Naturlehrpfad, Geschichtsstunde und Attraktion für Ornithologen. Interessierte sollten sich einen Abstecher zum einstigen Hauptquartier Fidel Castros nicht entgehen lassen.

ALXPIN / GETTY IMAGES ©

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Gut zu wissen

Weitere Hinweise unter „Praktische Informationen“

Währung

Für ausländische Besucher: Peso convertible (CUC$), an den US$ gekoppelt. Daneben existiert als Landeswährung der kubanische Peso (Peso cubano; auch: moneda nacional: MN$).

Geld

Kuba ist ein Land, in dem mit Bargeld bezahlt wird. Kreditkarten werden in Hotelanlagen und einigen City Hotels akzeptiert. Es gibt mittlerweile immer mehr Geldautomaten.

Visa

In der Regel ist eine 30 Tage gültige Travel Card im Flugpaket enthalten.

Mobiltelefon

Es ist ratsam, sich beim Netzbetreiber zu erkundigen, ob das Handy in Kuba funktioniert (nur GSM- oder TDMA-Netze). Internationale Anrufe sind teuer. Es gibt Prepaidangebote von Cubacel.

Zeit

MEZ minus sechs Stunden.

Reisezeit

Hochsaison (Nov.–März & Juli–Aug.)

Die Preise liegen etwa 30 % höher, und in Hotels ist eine Vorausbuchung empfehlenswert.

Um Weihnachten und Neujahr herum sind die Preise am höchsten.

Von November bis März ist das Klima kälter und trockener.

Zwischensaison (April & Okt.)

Außerhalb der Hochsaison sind oft gute Angebote vorhanden.

Über Ostern wird es in Kuba voller und teurer.

Nachsaison (Mai, Juni & Sept.)

Einige Resorts reduzieren ihre Angebote oder schließen sogar ganz.

Von Juni bis November drohen Hurrikans und Regenfälle.

Websites

AfroCuba Web (www.afrocubaweb.com) Alles über die kubanische Kultur.

BBC (www.bbc.co.uk) Interessante Berichte über Kuba.

Cuba Absolutely (www.cuba-absolutely.com) Kunst, Kultur, Business und Reisen.

Cubacasas.net (www.cuba-casas.net) Informationen, Fotos und Kontaktadressen für casas particulares (Privatunterkünfte).

Lonely Planet (www.lonelyplanet.com/cuba) Informationen zu Reisezielen, Artikel, Hotelbuchungen, Reiseforum und vieles mehr.

Wechselkurse

Europa 1 €
Großbritannien 1 £
USA 1 US$
Schweiz 1 SFr.

Aktuelle Wechselkurse unter www.xe.com

Wichtige Telefonnummern

Um Kuba vom Ausland aus anzurufen, wählt man zunächst die jeweils gültige internationale Zugangsnummer, dann die Landesvorwahl von Kuba (53), dann die Vorwahl für die Stadt oder die Region (ohne die „0“, die nur bei Inlandsgesprächen von einer Provinz in die andere benötigt wird), und zuletzt die Durchwahl.

Notfall 106
Auskunft 113
Polizei 106
Feuerwehr 105

Tagesbudget

Preiswert: Unter 60 CUC$

Casas particulares: 20 bis 30 CUC$

Staatliche Restaurants: 10–15 CUC$

Preiswerter Eintritt ins Museum: 1–5 CUC$

Mittelteuer: 60–120 CUC$

Mittelklassehotels: 35 bis 60 CUC$

Essen in paladares (private Restaurants): 15–25 CUC$

Fahrt mit Víazul-Bus: Havanna–Trinidad 25 CUC$

Teuer: Über 120 CUC$

Resort oder historisches Hotel: 150–200 CUC$

Mietwagen oder Taxis: 60–70 CUC$

Varietébesuch: 35-60 CUC$

Ankunft in Kuba

Aeropuerto Internacional José Martí (Havanna) Es fahren keine Linienbusse oder Züge vom Flughafen ins Stadtzentrum. Taxis kosten 20 bis 25 CUC$ und brauchen zu den meisten Hotels im Zentrum circa 30 bis 40 Minuten. Ein Geldwechsel ist am Bankschalter in der Ankunftshalle möglich.

Andere internationale Flughäfen Kuba hat neun weitere internationale Flughäfen, aber keiner von ihnen verfügt über einen verlässlichen Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel; man nimmt also am besten ein Taxi. Der Fahrpreis sollte im Vorfeld ausgehandelt werden.

Auto Mietwagen sind recht teuer, und das Fahren ist wegen fehlender Beschilderung und mehrdeutiger Verkehrsregeln ein wahres Abenteuer.

Bus Das öffentliche Liniennetz von Víazul fährt die meisten touristisch interessanten Orte nach regelmäßigem Fahrplan an. Weniger umfassend ist das Liniennetz von Cubanacán. Regionale Linienbusse sind oft überfüllt und es gibt auch keinen schriftlich fixierten Fahrplan.

Taxi Taxis sind eine gute Möglichkeit für längere Strecken, besonders wenn man in einer Kleingruppe unterwegs ist. Die Preise rangieren um die 0,50 CUC$ pro Kilometer.

Zug Obwohl das Schienennetz recht weitläufig ist, fahren kubanische Züge langsam und unzuverlässig und sie bieten wenig Komfort. Nur für wahre Stoiker!

Öffnungszeiten

Apotheken 8 bis 20 Uhr

Banken Montag bis Freitag 9 bis 15 Uhr

Cadeca (Wechselstuben) Montag bis Samstag 9 bis 19 Uhr, Sonntag 9 bis 12 Uhr. Viele Spitzenhotels bieten einen Geldwechselservice bis spät am Abend.

Geschäfte Montag bis Samstag 9 bis 17 Uhr, Sonntag 9 bis 12 Uhr

Postämter Montag bis Samstag 8 bis 17 Uhr

Restaurants 10.30 bis 23 Uhr

Mehr zum Thema Unterwegs vor Ort

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Kuba für Einsteiger

Weitere Hinweise unter „Praktische Informationen“

Checkliste

Vor der Abreise sicherstellen, dass der Verfügungsrahmen der Kreditkarte ausreichend groß ist und dass damit Bargeld abgehoben werden kann

Eine Kopie des Krankenversicherungsnachweises mitnehmen (zur Vorlage am Flughafen)

Prüfen, ob eine Einreiseerlaubnis (Touristenkarte) im Flugpreis enthalten ist

Tanzstunden für Salsa und/oder Spanischunterricht vorbuchen

Ins Reisegepäck

Spanisches Wörterbuch oder Reisewörterbuch

Adapter für europäische und amerikanische Stecker

Geldgürtel, der bequem ist

Erste-Hilfe-Set, Schmerztabletten und alle verordneten Medikamente

Insektenschutzmittel, Sonnenschutz und Sonnenbrille

Vorrat an Bargeld in Euro, kanadischen Dollars oder Pfund Sterling

Top-Tipps für die Reise

Um Kuba kennenzulernen und Kubaner finanziell zu unterstützen, sollte man in einer Casa particular (Privatunterkunft) übernachten.

Immer Toilettenpapier und desinfizierende Seife dabeihaben; Wasser nur aus Flaschen trinken.

Die Straßen sind oft schlecht, und das Autofahren ist eine wahre Herausforderung. Für lange Strecken ist es preiswerter, ein Taxi zu nehmen, als ein Auto zu mieten.

Wegen der Bürokratie sind Antworten auf einfache Fragen oft nicht so einfach. Man sollte bei Fragen höflich bleiben und vor wichtigen Entscheidungen wenigstens fünf verschiedene Leute fragen.

Kuba ist ein vielschichtiges Land und wird in den internationalen Medien nicht immer richtig dargestellt. Man sollte unvoreingenommen reisen und immer auf Überraschungen gefasst sein.

Kleidung

In Kuba ist es heiß und feucht; daher bevorzugen die Menschen leichte Freizeitkleidung. Die Einheimischen tragen oft Shorts, Sandalen und T-Shirts; Frauen lieben eng anliegende Elastan-Kleidung, Männer weite guayabera-Hemden (in Kuba erfunden). Es gibt nur zwei FKK-Strände in Kuba, die fast ausschließlich von Ausländern besucht werden. Im Kino und Theater sind Shorts normalerweise nicht gern gesehen.

Schlafen

Die beliebtesten casas particulares sollte man im Voraus reservieren, All-inclusive-Hotelanlagen ebenfalls.

Casas particulares Kubanische Privathäuser, die Zimmer an Ausländer vermieten und eine erschwingliche Übernachtung und dazu noch ein authentisches Kulturerlebnis bieten.

Campismos Preiswerte, rustikale, im ländlichen Raum gelegene Bungalows oder Hütten.

Hotels Alle kubanischen Hotels gehören dem Staat. Die Preise und die Qualität reichen von preiswerten Hotels aus der Sowjet-Ära bis hin zu hochwertigem Schick aus der Kolonialzeit.

Resorts Hotels nach internationalem Maßstab in Urlaubsregionen.

Geld

Kuba hat noch zwei Währungen, ist aber dabei, diese zu einer zusammenzuführen. Bei Redaktionsschluss waren beide, die convertibles (CUC$) und die Pesos (moneda nacional; MN$), noch im Umlauf. Ein convertible entspricht 25 Pesos. Nichtkubaner benutzen ausschließlich convertibles.

In Kuba wird alles bar bezahlt; die Benutzung von Kreditkarten ist auf internationale Hotels beschränkt. Geldautomaten sind im Kommen und nehmen in der Regel auch Debit- und Kreditkarten, sind jedoch nicht so verlässlich wie in Europa oder Nordamerika. Im Zweifel erst in der Bank nachfragen.

Infos siehe >>

Trinkgeld

Trinkgeld ist in Kuba wichtig. Da die meisten Kubaner ihren Lebensunterhalt in moneda nacional (MN$) verdienen, kann schon ein kleines Trinkgeld von 1 CUC$ (25 MN$) ganz viel ausmachen.

Resorts/Hotels Trinkgeld für guten Service von Hotelpagen, Zimmermädchen und Bar-/Restaurantangestellten.

Musiker Man sollte immer etwas Kleingeld für die in Restaurants allgegenwärtigen Musiker parat haben. Geht ein Sammelkörbchen rum, sollte man ein Trinkgeld geben.

Restaurants 10 oder bis zu 15 %, wenn der Service außergewöhnlich gut war oder man in Spendierlaune ist.

Taxis 10 %, wenn der Taxameter läuft, sonst sollte man den kompletten Fahrpreis vorher aushandeln

HOLGER LEUE / GETTY IMAGES ©

Straßenmusiker

Etikette

Begrüßung Fremden schüttelt man die Hand; einen Kuss gibt es zwischen Leuten (Männer-Frauen, Frauen-Frauen), die sich kennen.

Gespräche Obwohl Kubaner offen sein können, sind sie meist nicht erpicht darauf, über Politik zu reden, besonders nicht gerne mit Fremden und wenn es um kritische Positionen gegenüber der Regierung geht.

Tanz Kubaner sind beim Tanzen überhaupt nicht zurückhaltend. Vorbehalte über Bord werfen und ab auf die Tanzfläche!

Essen

Private Restaurants & Casas particulares Private Restaurants und Privatunterkünfte servieren das beste Essen und haben den besten Service in Kuba. Zudem sind die Portionen riesig.

Hotels & Resorts All-inclusive-Hotels bieten ein Büfett auf internationalem Niveau.

Staatliche Restaurants Hier variiert die Essensqualität sehr: Die erstklassigen Restaurants in Havanna liegen gegenüber den fantasielosen Essensangeboten in der Provinz weit vorne. Die Preise sind oft niedriger als in den privaten Häusern.

Sprache

Kubaner, die im Tourismus beschäftigt sind, sprechen oft gut Englisch, aber auch andere europäische Sprachen. Andernorts dominiert die spanische Sprache. Viele Eigentümer der casas particulares sprechen nur wenig oder gar kein Englisch, und viele Beschriftungen sind in Spanisch.

1. Kubanische Zigarren

Wie Kaffee und Rum sind Zigarren tief in der kubanischen Kultur verwurzelt

ROXANA GONZALEZ / GETTY IMAGES ©

2. Habana Vieja

Die Altstadt von Havanna ist voller architektonischer Meisterwerke; man kommt hierher, um ins Museum zu gehen oder Straßentheater zu genießen

RICK RUDNICKI /GETTY IMAGES ©

3. Nationalhelden

Die Straßenkunst in Havanna macht die kubanischen Ikonen Che Guevara und Camilo Cienfuegos unsterblich

THE VISUAL EXPLORER /SHUTTERSTOCK ©

4. Tabakplantagen

Kuba ist die wichtigste Tabakanbauregion der Welt

JEREMY WOODHOUSE /GETTY IMAGES ©

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Was gibt’s Neues?

Kulinarische Revolution

In den letzten Jahren steht Kubas Esskultur Kopf. Die Lockerung der Gesetze im Januar 2011 führte vermehrt zur Verbreitung privater Restaurants. Die daraus resultierende kulinarische Revolution geht unvermindert weiter, besonders in Havanna, wo die neuesten Trends Richtung kleiner Boheme-Cafés, raffiniert designter Cocktailbars und ausländischer Restaurants geht, die sich auf italienische, russische und sogar iranische Küche spezialisiert haben (siehe >>)

Fábrica de Arte Cubano, Havanna

Ein neues Kulturzentrum in Havanna, das sich gut in die Gebäudestruktur einer alten Speiseölfabrik einfügt. Hier werden Kunst, Musik, Diskussionsveranstaltungen und andere „Happenings“ geboten.

Der 500er-Club

Drei der sieben von den Spaniern gegründeten villas – Trinidad, Sancti Spíritus und Camagüey – haben im Jahre 2014 ihr 500-jähriges Bestehen gefeiert und alle haben von den Investitionen, wie Renovierungen, neue Museen und Hotels, profitiert.

Schwul sein in Havanna

Endlich stellt Havanna mit den ersten Schwulen- und Lesbenbars und -clubs, darunter auch das Humboldt 52, stolz seine Extravaganz zur Schau.

Parque la Güira, Pinar del Río

Ein surrealer und lange aufgegebener Traum ist nun doch wahr geworden: La Güira wurde mit einer überraschenden Generalüberholung zum Leben erweckt und hat das Zeug, Kubas hübschester Landschaftspark zu werden.

Unterkünfte in Varadero

Die Hotelzone von Varadero ist gastfreundlich geworden: Es gibt nun ein neues Angebot an casas particulares (Privatunterkünften), und das neue Gesicht der Marina Gaviota lässt keine Wünsche offen.

La Calle de los Cines, Camagüey

Diese Straße im Stadtkern wurde vom Büro für Stadtgeschichte zur Filmmeile gemacht und mit wiederbelebten Kinos, Bars und Nachtclubs verschönert.

Hotel Capri, Havanna

Nachdem er elf Jahre lang brach lag, wurde der ehemalige Mafia-Treff im Jahre 2104 als schickes 4-Sterne-Hotel wiederbelebt.

Remedios

Das koloniale Juwel Remedios ist nicht mehr nur eine Augenweide: Zusätzlich zu seinen im Kolonialstil erbauten casas particulares gibt es zwei der besten Boutiquehotels des Landes. Vier weitere sind durchaus im Rahmen des Möglichen.

Kiteboarding

Die ersten Kiteboarder Kubas machen sich die starken Winde vor der Nordküste und die neuen Privatisierungsgesetze zu Nutzen; sie stürzen sich am Cayo Guillermo und in Guardalavaca in die Wellen (siehe >>).

Die Verjüngungskur von Matanzas

Die architektonischen Glanzbauten im Herzen Matanzasʼ werden aufpoliert.

Weitere Empfehlungen und Hinweise unter
lonelyplanet.com/cuba

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Wie wär’s mit …

Architektur

Habana Vieja Havanna ist wie ein alter Dachboden voller verstaubter Relikte und ein Schatzkästchen verschiedenartigster Architektur.

Cienfuegos Kubas architektonisch einheitlichste Stadt ist eine Liebeserklärung an den französischen Klassizismus mit seinen eleganten Säulen.

Camagüey Hat einen außergewöhnlichen Straßenverlauf mit einem Labyrinth aus Gassen und barocken Türmen, die eine gläubige katholische Seele erahnen lassen.

Trinidad Das beschauliche Trinidad ist möglicherweise die verführerischste und besterhaltene Stadt in der Karibik und voll mit kolonialem Barock.

Nachtleben & Tanz

Santa Clara In dieser Stadt passieren die großen Dinge immer zuerst: Hierher zieht es Shows und Rock ′n’ Roll und alles, was es noch so dazwischen gibt.

Varieté Kubas farbenprächtiges kitschiges Varieté, wie das

Tropicana in Havanna, ist eins der Elemente aus vorrevolutionären Tagen, das einfach nicht totzukriegen ist.

Casas de la Trova Kubas altmodische, heruntergekommene Musikhäuser wollen das Wesen der traditionellen kubanischen Musik unbedingt lebendig halten.

Uneac Provinzielle Kulturzentren voller verborgener artistischer Talente; der Eintritt ist frei, und jeder wird hier wie ein lange vermisster Freund begrüßt.

Subkulturen

Baseball Fanatics Eine nationale Obsession; der Hotspot für Fans ist die esquina caliente in Havannas Parque Central.

Schwulenszene Die Schwulen- und Lesbenszene in Kuba beginnt allmählich zu erblühen, besonders mit neuen Bars wie der Humboldt 52 in Havanna.

Roqueros Einst von den Behörden beargwöhnt, zeigen Rock and Roller in Havanna heute ihre Individualität im Submarino Amarillo von Havanna.

Abakuâ Die Geheimnisse der Abakuá-Bruderschaft, die eine der wenigen Religionen afrikanischer Herkunft ist, kann man am besten in Matanzas aufspüren.

Santería Im afro-kubanisch angehauchten Viertel Callejón de Hamel in Havanna kann man live Trommeln erleben und religiöse Heiligtümer entdecken.

Palo Monte Eine wenig verbreitete synkretistische afro-kubanische Religion, die tote Geister verehrt; kommt besonders in Matanzas und Santiago de Cuba vor.

Unter dem Radar

Gibara Die Heimat des Filmfestivals des armen Mannes ist reich an wilder Meereskulisse und vermittelt den Zauber von Holguín.

Marea del Portillo Urlaubsort an der Küste in der Nähe der herrlichen Berge, die unberührt geblieben sind, seit die Granma dort 1956 auf Grund lief.

Matanzas In Varaderos verstoßener Schwesterstadt gibt es keine Sonnenliegen und überfrachteten Büfetts, aber Freunde (asere) des Soul.

Las Tunas Kubas am wenigsten besuchte Provinzhauptstadt setzt sich über ihre langweiligen Stereotype hinweg, wenn samstagsabends ein Rodeo in der Stadt veranstaltet wird.

Holguín Straßen ohne jineteros, ein unterschätztes Baseball-Team mit Spitznamen „die Hunde” und ein biertrinkender Esel namens Pancho.

Tierwelt

Ciénaga de Zapata Auf einem Bootsausflug kann man einen Mikrokosmos kubanischer Tierwelt erleben, darunter das stark bedrohte kubanische Krokodil.

Parque Nacional Alejandro de Humboldt Ein extrem hoher Grad an Endemismus macht den Humboldt-Park zu einer ökologischen Rarität. Hier hat der kleinste Frosch der Welt seine Heimat gefunden.

Sierra del Chorrillo Nichtheimische exotische Tiere, wie Zebras und Rotwild, in einer durch und durch typisch kubanischen Graslandszenerie.

Río Máximo An der Nordküste von Camagüey trifft man auf die weltgrößte Kolonie brütender Flamingos.

Guanahacabibes Krabben und Leguane liefern sich auf den Straßen in Kubas Wildem Westen einen Kampf mit den Jeeps.

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Strand in Guardalavaca

Tauchen & Schnorcheln

Isla de la Juventud La Isla ist berühmt für ihr klares Wasser, in dem auch ein bekannter Unterwasserfotowettbewerb stattfindet.

Jardines de la Reina Dieser stark geschützte Archipel hat überhaupt keine Infrastruktur und kann sich mit den unberührtesten Riffen der Karibik brüsten.

María la Gorda Über 50 Tauchstationen und leichter Zugang zum Wasser machen diesen kleinen Urlaubsort vor dem westlichen Zipfel Kubas zum Paradies für Taucher.

Bahia de los Cochinos Einst war die Schweinebucht aus einem anderen Grund berüchtigt und hat nun ihren eigentlichen Sinn und Zweck wiederentdeckt – als eine sehr gute Tauchgegend.

Playa Santa Lucía Es lohnt sich, einen Urlaubsaufenthalt in diesem leider recht schäbigen Urlaubsort zu wagen, weil man dafür dort wirklich die besten Tauchabenteuer der kubanischen Nordküste erleben kann.

LATITUDESTOCK - RON BADKIN / GETTY IMAGES ©

Museo de la Revolución, Havanna

Im Resort relaxen

Varadero Das größte Urlaubsgebiet Kubas ist zwar nicht jedermanns Geschmack, aber immer noch ungeheuer populär.

Cayo Coco Ein kleines Inselparadies, das mit dem Festland durch einen Damm verbunden ist. Cayo Coco hat weniger hohe Gebäude und ist auch viel unaufdringlicher als Varadero.

Guardalavaca Drei getrennte Enklaven an der Nordküste von Holguín bieten Urlaubspakete ganz verschiedener Preisklassen, von der vornehmen bis zur Schnäppchenabteilung, an.

Cayerías del Norte Die sich immer noch weiter entwickelnden cayos in der Provinz Villa Clara haben sich eine erfrischend ruhige Atmosphäre bewahrt.

Cayo Largo del Sur Kubas abgeschiedenste Urlaubsinsel ist nicht besonders kubanisch, aber die Strände dort gehören zu den besten des Landes.

Playa Santa Lucía Das alte und ein wenig vernachlässigte Strandgebiet im Norden von Camagüey bietet noch immer die besten Schnäppchen und hervorragende Tauchspots.

Weiße Sandstrände

Playa Pilar Hemingways beliebtester Strand kommt in jedem aktuellen Reisemagazin vor und liegt hinter großen Dünen – noch immer ohne Hotelanlagen.

Varadero 20 Kilometer ununterbrochen Strand – es gibt schon einen Grund, warum Varadero die größte Urlaubsgegend der Karibik ist.

Playa Maguana Windgepeitschte Wellen und kleine Wölkchen tragen das ihre zu der himmlischen Atmosphäre am schönsten Strand von Baracoa bei.

Playa Pesquero Hier kann man 200 Meter durch klares, warmes Meerwasser waten, ohne dass das Wasser höher als bis zur Taille reicht.

Playa Sirena Riesiger, fußballfeldgroßer Strand auf einer im Wesentlichen privaten Touristeninsel, an dem FKK-Baden möglich ist.

Playa Los Pinos Hier ist man ganz für sich, vielleicht mit einem Stück Treibholz oder einem guten Buch und einigen Einheimischen, die mittags gegarten Hummer zum Essen anbieten.

Geschichte der Revolution

Santa Clara Die „Che-Stadt“ beherbergt Guevaras Mausoleum, unzählige Standbilder und ein faszinierendes Freilichtmuseum.

Bayamo Die unaufdringliche Hauptstadt der Provinz Granma, wo sich 1868 Kubas erste Revolution entzündete.

Sierra Maestra Voller historischer Bedeutung, einschließlich Castros Hauptquartier auf dem Bergrücken aus der Zeit des Revolutionskrieges.

Santiago de Cuba In der selbst ernannten „Stadt der Revolutionäre”, genauer gesagt in der Moncada-Kaserne, inszenierte Castro seinen ersten Aufstand.

Museo de la Revolución In Kubas umfassendstem Museum zum großen kubanischen Thema kann man sich in alles, was zur Revolution dazugehört, vertiefen.

Indigene Kultur

Chorro de Maita Die absolut wichtigste archäologische Stätte Kubas. Alle Erkundungen zur präkolumbischen Zeit sollten unbedingt hier beginnen.

Museo Indocubano Bani Bescheiden, aber engagiert geführtes Museum in Kubas archäologischer „Hauptstadt“ Banes.

El Guafe Kurzer Trail im Westen der Provinz Granma, der zu einer Höhle führt, in der eine Wassergottheit der Taíno in den nackten Felsen geritzt ist.

Museo Arqueológico „La Cueva del Paraíso“ Innovatives Museum in einer Höhle nahe bei einigen der ältesten präkolumbischen Überresten des Landes.

Boca de Guamá Ein doch etwas kitschiger Versuch, ein typisches Dorf der Taíno nachzubilden und es dann als Touristenhotel durchgehen zu lassen.

Cueva de Punta del Este Eine sehenswerte große Sammlung an Höhlenmalereien, die zu Recht als die „Sixtinische Kapelle der Karibik” bezeichnet wird.

Piraten & Festungen

Die Festungen von Havanna Vier der schönsten Beispiele der Militärarchitektur des 16. Jhs. auf dem Doppelkontinent.

Camagüey Die Stadt wurde zwei Mal verlegt, um der Aufmerksamkeit der Piraten zu entkommen. Sie plante ihr Straßennetz neu und entwickelte ein labyrinthartiges Wegesystem, um wiederholten Angriffen entgegenzuwirken.

La Roca La Roca in Santiago wurde zweihundert Jahre lang erbaut und gehört heute zum Weltkulturerbe der Unesco.

Baracoa Die erste Stadt am Platze besitzt drei trutzige Festungen, die heute jeweils ein Museum, ein Hotel und ein Restaurant beherbergen.

Matanzas Das einst von den Briten stark zerstörte Castillo de San Severino in Matanzas birgt heute ein interessantes Sklavenmuseum, das allerdings nur wenig besucht wird.

Livemusik

La Casa de la Música Die Casas de la Música verbindet Livemusik mit Tanz und zieht große Namen wie Los Van Van an.

Casas de la Trova Son und Bolero geben diesen Kulturhäusern in jeder kubanischen Provinzstadt einen altmodischen Touch.

La Tumba Francesa Geheimnisvolle folklórico-Tanztruppen führen in Guantánamo und Santiago musikalische Riten auf, bei denen der Einfluss Haitis deutlich spürbar wird.

Straßenrumba Das Salz der Erde. Havanna und Matanzas haben sich auf hypnotisierende Trommelklänge und entsprechende Tanzrituale spezialisiert.

Jazz Die besten Jazzveranstaltungen finden in Havannas Viertel Vedado statt: im Jazz Café und in La Zorra y El Cuervo.

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