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Willkommen im Osten der USA

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Der Osten der USA Top 25

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REISEZIELE IM OSTEN DER USA

NEW YORK, NEW JERSEY & PENNSYLVANIA

New York City

New York State

Long Island

Hudson Valley

Catskills

Finger Lakes

Die Adirondacks

Thousand Islands

New Jersey

Princeton & Delaware River

Jersey Shore

Pennsylvania

Philadelphia

Pennsylvania Dutch Country

Pittsburgh

NEUENGLAND

Massachusetts

Boston

Cape Cod

Nantucket

Martha’s Vineyard

Rhode Island

Providence

Newport

Connecticut

Hartford

Litchfield Hills

Vermont

New Hampshire

Portsmouth

White Mountains

Hanover

Maine

Portland

Acadia National Park

WASHINGTON, D. C. & CAPITAL REGION

Washington, D. C.

Maryland

Baltimore

Annapolis

Ocean City

Delaware

Virginia

Richmond

Petersburg

Hampton Roads

Virginia Beach

Shenandoah Valley

Blue Ridge Highlands & Südwest-Virginia

West Virginia

Eastern Panhandle

Monongahela National Forest

Die Küche im Osten und Süden der USA

DER SÜDEN

North Carolina

Triangle

Charlotte

South Carolina

Charleston

Mt. Pleasant

Lowcountry

Nordküste

Greenville & Upcountry

Tennessee

Memphis

Shiloh National Military Park

Nashville

Kentucky

Louisville

Bluegrass Country

Georgia

Atlanta

Brunswick & Golden Isles

Alabama

Birmingham

Montgomery

Mississippi

Oxford

Mississippi-Delta

Jackson

Golfküste

Arkansas

Little Rock

Hot Springs

Arkansas River Valley

Louisiana

New Orleans

FLORIDA

Süd-Florida

Miami

Fort Lauderdale

Palm Beach & Umgebung

Everglades

Florida Keys

Atlantikküste

Daytona Beach

Jacksonville

Westküste

Tampa

St. Petersburg

Sarasota

Naples

Zentral-Florida

Orlando

Walt Disney World Resort

Florida Panhandle

Panama City Beach

Pensacola & Pensacola Beach

DIE GROSSEN SEEN

Illinois

Chicago

Indiana

Indianapolis

Ohio

Cleveland

Amish Country

Columbus

Cincinnati

Michigan

Detroit

Lake Michigan

Straits of Mackinac

Upper Peninsula

Wisconsin

Milwaukee

Madison

Am Mississippi entlang

Door County & Östliches Wisconsin

Apostle Islands & Nördliches Wisconsin

Minnesota

Minneapolis

St. Paul

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Die Küche im Osten und Süden der USA

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Willkommen im Osten der USA

Die Metropolen New York und Chicago, wundervolle Strände, nebelverhangene Gipfel, Alligatorensümpfe und tiefe musikalische Wurzeln – der Osten der USA verspricht eine atemberaubende Reise.

Mächtige Metropolen

Die Megacity New York mit ihren 8,4 Mio. Einwohnern ist das Mutterschiff des Ostens, mit einem schier unglaublichen Angebot an Kultur, Gastronomie und Unterhaltung. Das himmelstürmende Chicago, das machtvolle Washington, D. C. und die feurige Latino-Hochburg Miami sind New York aber dicht auf den Fersen. Bezaubernde Altstädte gibt es in New Orleans (das sich von den Folgen des Hurrikans Katrina erholt hat) und im kantigen Detroit, dessen verlassenes Zentrum dank des Zustroms junger Kreativer eine Transformation durchlebt.

Strände & Nebenstraßen

Einige von Amerikas besten Stränden liegen an der Ostküste – mit Dünen und Walbesuchen am Cape Cod, der Promenade von Ocean City und den Korallenriffen der Florida Keys. Das Landesinnere ist ein einziges Naturschauspiel: Floridas sumpfige Everglades, das Wolfsgeheul in den Boundary Waters, die nebelverhangenen Appalachen und die Wälder Neuenglands, die im Herbst in beeindruckender Farbenpracht erstrahlen. Ruhige, landschaftlich reizvolle Nebenstraßen führen vorbei an Bürgerkriegs-Schauplätzen und kitschigen Attraktionen.

Schlemmerparadies

Gelegenheiten zum Schlemmen findet man im Osten viele. Und das geben die Speisekarten so her: kolossale Hummer mit zerlassener Butter an Maines Imbissständen, Bagels mit Räucherlachs in den Feinkostläden von Manhattan, Gegrilltes in saftiger Sauce an den Raststätten in Memphis, feurig scharfer Gumbo in den Cafés von New Orleans und – zum Nachtisch – Beerenkuchen in den Supper-Clubs im Mittleren Westen. Zu trinken gibt’s z. B. lieblichen Weißwein, Bier aus Kleinbrauereien oder Bourbon-Whiskey.

Die Wiege der Kultur

Die Museen hier sind der Hit: Das Smithsonian hat scheinbar alles, das Metropolitan Museum of Art ähnelt einem Stadtstaat voller Kostbarkeiten und im Art Institute of Chicago findet man große Impressionisten. Auch musikalisch ist viel los: Der Osten hat den Blues, Jazz und Rock ’n’ Roll hervorgebracht. Auf Spurensuche kann man vielerorts gehen: Im Sun Studio in Memphis, wo Elvis seinen Groove erfand, in der Rock and Roll Hall of Fame (mit Jimi Hendrix’ Stratocaster-E-Gitarre) oder in Clarksdales Juke-Joints, wo Blues erstmals mit Slide-Gitarren gespielt wurde. Und in Chicago oder New York setzen die Architekten der Moderne ihre Ideen um.

RUDY BALASKO / SHUTTERSTOCK ©

Downtown Chicago

Warum ich den Osten der USA so liebe

Von Karla Zimmerman, Autorin

Ich liebe das Zusammenspiel von Großstadt und Ländlichkeit im östlichen Teil des Landes. Zum Frühstück noch umgeben von Chicagos Wolkenkratzern, kann man schon zwei Stunden später das Land der Amish in Indiana erkunden. Oder man isst mittags inmitten der Menschen aus den Führungsetagen in Washington, D. C. und wandert nur 90 Minuten später durch die Berge von Virginias verträumtem Shenandoah National Park. In dieser Region gibt’s klasse Musik und tolle Biersorten, versteckt gelegene Diner, Rib Joints und Hummer-Restaurants. Und vielerorts lockt Kuchen, dem man nicht widerstehen kann. Mmmm, Kuchen …

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Der Osten der USA Top 25

New York City

1 Die Heimat von Künstlern, Börsenmaklern und Einwanderern aus aller Welt erfindet sich immer wieder neu. Und bleibt dabei weiterhin ein Zentrum für Mode, Theater, Essen, Musik, Verlage, Werbung und Finanzen. Auf fünf Stadtteile verteilt sich eine beeindruckende Vielfalt an Museen, Parks und ethnischen Vierteln. Am besten macht man es wie die New Yorker: raus auf die Straße. Jeder Block erzählt vom Charakter und der Geschichte dieses atemberaubenden Kaleidoskops und bei einem kurzen Spaziergang kann man ganze Kontinente durchqueren. (siehe >>)

ANDREY BAYDA / SHUTTERSTOCK ©

Times Square

National Mall

2 Etwa 3 km lang und von Monumenten und ehrwürdigen Marmorgebäuden geprägt, bildet die National Mall das Herzstück des politischen und kulturellen Lebens in Washington, D. C. Im Sommer werden hier riesige Musikevents und kulinarische Festivals veranstaltet. Die besten Museen des Landes säumen die Rasenflächen und ziehen das ganze Jahr über viele Besucher an. Dieser Ort ist für eine Entdeckungstour durch die Geschichte Amerikas wie geschaffen, angefangen beim Vietnam War Memorial bis hin zu den Stufen zum Lincoln Memorial, wo Martin Luther King Jr. seine berühmte Rede „I Have a Dream“ hielt.

DANITA DELIMONT / GETTY IMAGES ©

Lincoln Memorial

Walt Disney World

3 Wer die Latte richtig hoch legen will, nennt sich einfach mal den „glücklichsten Ort der Welt“. Walt Disney World tut genau das und macht alles, um einem das Gefühl zu geben, man sei die wichtigste Figur der ganzen Show. Trotz der wilden Rides, Shows und Nostalgie besteht aber der schönste Zauber darin, sein eigenes Kind dabei zu beobachten, wie es voller Stolz Goofy zum Lachen gebracht hat, von Cinderella hofiert wurde, mit Buzz Lightyear die Galaxie bewacht hat und wie ein echter Jedi-Ritter gegen Darth Maul gekämpft hat.

TESTA IMAGES / GETTY IMAGES ©

Blick auf den Ride Expedition Everest

Chicago

4 Die Windy City raubt einem mit ihrer Architektur, den Stränden am See und den Weltklasse-Museen einfach den Atem. Doch die eigentliche Attraktion ist der Mix aus Hochkultur und irdischen Freuden. Gibt es irgendeine andere Stadt, die ihre Picasso-Skulpturen in die Kleidung ihrer Sportclubs packt? In der die Einwohner ebenso nach Hotdogs wie für die besten Restaurants Nordamerikas Schlange stehen? Die Winter sind streng, doch im Sommer nutzt Chicago sein Seeufer, um die warmen Tage mit kulinarischen und musikalischen Festivals zu feiern.

JOE DANIEL PRICE / GETTY IMAGES ©

Neuengland im Herbst

5 In Neuengland ist die herbstliche Laubfärbung fast ein episches Ereignis. Erleben kann man sie überall – man braucht nur einen leuchtenden Baum. Doch die meisten Menschen wollen viele Bäume sehen. Von den Berkshires in Massachusetts über die Litchfield Hills in Connecticut bis zu den Green Mountains in Vermont sind ganze Berge in Rot, Orange und Gelb getaucht. Mit den überdachten Brücken und weißen Kirchtürmen vor der Kulisse der Ahornbäume gehören Vermont und New Hampshire zu den beliebtesten Zielen, um bunte Blätter zu erleben.

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Route 66

6 Auch bekannt als Mother Road ist dieser Asphaltstreifen aus dem Jahr 1926 der Klassiker unter den Roadtrips. Die Route 66 beginnt in Chicago und windet sich 460 km durch Illinois. Die Zeitreise wird versüßt durch Stopps in Diners, wo man Kuchenstücke verputzt, und durch Fotopausen am Straßenrand, etwa am Gemini Giant, einem riesigen Fiberglas-Astronauten. Neonschilder, Autokinos und andere Charakteristika bilden die Kulisse. Von dort aus sind es noch mal 3380 km bis zum Ziel der Route in L. A.

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Charlie Parker’s Diner, Springfield, Illinois

New Orleans

7 Nach dem Wirbelsturm Katrina (2005) hat sich New Orleans wieder aufgerappelt. Die karibisch-koloniale Architektur, die kreolische Küche und die Party-Atmosphäre machen The Big Easy verführerischer denn je. Wer abends ausgeht, hört überall Dixieland-Jazz, Blues und Rock, und die jährlichen Mardi-Gras- und Jazz-Festivals sind weltberühmt. In „Nola“ liebt man das Essen: Besucher schwelgen in Jambalaya, Krebsen und Louisiana cochon (Pulled Pork), bevor sie sich in die Bar-Szene der Frenchman Street stürzen.

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Preservation Hall, French Quarter

Blue Ridge Parkway

8 In den südlichen Appalachen von Virginia und North Carolina kann man grandiose Sonnenuntergänge erleben, Tiere beobachten und den Alltag völlig vergessen, während man in die Wildnis starrt, die diese 755 km lange Strecke umgibt. Dutzende Wanderwege – von einfachen Pfaden bis hin zu herausfordernden Kletterpartien führen direkt in die Natur. Hier kann man campen oder die Nacht in einer Forest Lodge zubringen. Auf keinen Fall die Bluegrass- und Mountain-Music-Szene in Asheville in NC und Floyd und Galax in Virginia verpassen!

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Niagarafälle

9 Überfüllt? Kitschig? Das mag schon sein. Die Niagarafälle sind eigentlich auch nicht besonders hoch – sie schaffen es gerade so in die Top 500 der Welt. Und dennoch: Wenn die Wassermassen sich wie flüssiges Glas über den Abgrund ergießen, wenn sie tosend ins Leere donnern, und wenn man sich in einem kleinen Boot der Nebelwand nähert, dann sind die Niagarafälle so was von beeindruckend! Betrachtet man nur die Wassermenge, so kann in ganz Nordamerika kein Wasserfall mithalten: Pro Sekunde stürzen über 1 Mio. Badewannen in die Tiefe.

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Schauplätze des Bürgerkriegs

10 Überall im Osten der USA, von Pennsylvania bis Louisiana, findet man Orte, die durch die dunkelsten Stunden der USA berühmt wurden – z. B. Antietam, Maryland, wo am blutigsten Tag Amerikas 23 000 Soldaten fielen; Gettysburg, Pennsylvania, wo Lincoln seine berühmte Rede „Gettysburg Adress“ hielt; und Vicksburg, Mississippi, mit einer 16 Meilen (über 25 km) langen Tour durch Gebiete, die General Grant 47 Tage lang belagerte. Im Sommer werden vielerorts Schlachten nachgestellt.

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Antietam National Battlefield

Boston

11 Mit Kopfsteinpflaster und ausgeflippten Sportfans ist Boston ziemlich vielfältig. Es ist die wohl geschichtsträchtigste Stadt der USA – Schauplatz der Boston Tea Party, von Paul Reveres berühmtem Kurierritt sowie der ersten Schlacht des Unabhängigkeitskrieges. Mehr erfährt man auf dem 2,5 Meilen (4 km) langen, ziegelsteingepflasterten Freedom Trail. Auf dem Campus von Harvard kann man in den Clubs den Rebellen geben. Stärkung bieten Bostons oyster houses sowie Cafés und Trattorien, vorrangig im italienisch geprägten North End.

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Memorial Hall, Harvard University

Antebellum-Süden

12 Stolz und Geschichte durchdringen den „Antebellum-Süden“ (der Begriff bezieht sich auf die Zeit vor dem Bürgerkrieg) – alles hier dreht sich um großartige Häuser, Baumwollplantagen, moosüberwucherte Bäume und Gärten voller Azaleen. In Charleston erlebt man dieses Flair am besten beim Spaziergang oder auf einer Veranda. Zu den Highlights gehören Virginia-Eichen, Alleen, Meeresfrüchte, milde Nächte und die majestätischen Treppenaufgänge der Herrenhäuser in Natchez, dem ältesten Ort am Mississippi.

DE AGOSTINI / W. BUSS / GETTY IMAGES ©

Haus im Kolonialstil, Natchez, Mississippi

Florida Keys

13 Die Inselkette liegt so südlich, wie man in den Kontinentalstaaten nur kommen kann. Außer zum Feiern fahren die Leute auf die Keys, um zu angeln, zu schnorcheln, zu tauchen, Kajak oder Rad zu fahren, zu wandern oder um mit Delfinen zu schwimmen. Die schönsten Korallenriffe Nordamerikas liegen hier im türkisfarbenen Meer und ermöglichen tolle Expeditionen. Und dann ist da noch Key West, das wilde Ausrufezeichen am Ende der Inselkette. Hippies, Feuerjongleure, Künstler und andere Freigeister verbreiten hier abends eine karnevalartige Stimmung.

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Musikalische Wurzeln

14 An welches musikalische Genre man auch denkt: Seinen Ursprung hat es wahrscheinlich hier. Das Mississippi-Delta ist die Wiege des Blues, und New Orleans war Wegbereiter des Jazz. Der Rock ’n’ Roll wurde geboren, als Elvis ins Sun Studio in Memphis spazierte, und die Countrymusik schaffte es von den Appalachen bis in die Grand Ole Opry von Nashville. Der Mississippi brachte die Musik gen Norden, wo Chicago und Detroit Electric Blues und Motown-Sound beisteuerten. Kein Wunder also, dass es hier so tolle Livemusik gibt!

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Miami

15 Wie kann eine Stadt allein nur so viel Glück haben? Die meisten müssen sich mit einem oder zwei Highlights zufriedengeben, aber in Miami gibt es scheinbar alles: Neben tollen Stränden und einem historischen Art-déco-Distrikt beeindruckt vor allem die Kultur. In verqualmten Tanzpalästen tanzen Havanna-Auswanderer zu Son- und Boleromusik, während in exklusiven Nachtclubs feurige brasilianische Models ihre Hüften zu lateinamerikanischem Hip-Hop schwingen. Im Park spielen alte Männer Domino, und Straßenverkäufer und Restaurants servieren exotische Gaumenfreuden.

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Das Reich der Boardwalks

16 An den Uferpromenaden (Boardwalks) der Ostküste entlangzuschlendern ist Pflicht. Ob am Rehoboth Beach, Delaware, in Ocean City, Maryland, am Virginia Beach, Virginia, oder in Atlantic City, New Jersey, spielt keine Rolle. Es geht um die sommerlichen Freuden am Wegesrand: Backwerk, Go-Karts, Pizza, Schwarzlicht-Minigolf und Toffees. Eltern schieben Kinderwägen, Knirpse kämpfen mit Eistüten und Teenager checken die Lage. Da könnte man glatt vergessen, den Meerblick zu genießen!

KRAIG LIEB / GETTY IMAGES ©

Rehoboth Beach Boardwalk

Der Mississippi

17 Wer dem Old Man River von den Northwoods in Minnesota bis zum von Palmettopalmen gesäumten Ende in Louisiana folgt, kommt an Adlerhorsten und Juke Joints, an Pinienwäldern und Plantagen vorbei. Auf über 2000 Meilen (3200 km) fließt er durch Städte wie Memphis, Minneapolis und New Orleans. Es gibt zwar noch Flussschiffe wie zu Mark Twains Zeiten, jetzt allerdings mit Kasinos oder Touristengruppen an Bord. Wer mit dem Auto unterwegs ist, folgt der mythischen Great River Road, die dem Fluss auf der ganzen Länge nicht von der Seite weicht.

JOHN COLETTI / GETTY IMAGES ©

Appalachian Trail

18 Der längste Wanderweg des Landes ist über 3360 km lang, durchquert sechs Nationalparks und führt durch 14 Bundesstaaten zwischen Georgia und Maine. Tiefe Wälder, alpine Gipfel, Farmen und Bären auf Nahrungssuche – all das ist Teil dieser Erfahrung. Jedes Jahr gehen 2 bis 3 Mio. Menschen einen Abschnitt des Trails, genießen die frische Luft und die großartige Landschaft. Weniger als 600 Wanderer schaffen die ganze Strecke, doch wer sechs Monate Zeit und etwas Mut hat, wird reich belohnt. Aber auch kürzere Touren sind toll!

KENNAN HARVEY / GETTY IMAGES ©

Everglades National Park

19 Die Everglades irritieren. Sie erreichen keine majestätischen Höhen und bieten auch nicht die Schönheit eines Gletschertals. Sie triefen, sind flach und wässrig, ein Fluss aus Gras, der von sumpfigen Wäldchen, Zypressenhainen und Mangroven durchzogen ist. Um die Everglades richtig zu erkunden und ihre Bewohner (z. B. einen Alligator) kennenzulernen, muss man den festen Boden verlassen. Man stößt sein Kanu vom Ufer ab und schluckt die Angst herunter – anders, aber unvergesslich.

СЕРГЕЙ УРЯДНИКОВ / GETTY IMAGES ©

Neuenglands Strände

20 Der Sommer in Neuengland kann schwül sein, darum strömen die Menschen an die Küste mit ihrem frischen Wind. Tolle Strände umringen die Insel Martha’s Vineyard in Massachusetts. Die Landschaft der nahen Cape Cod National Seashore prägen Salzmarschen und Dünen. Die unberührte Block Island bietet einfache Freunden wie hügeliges Farmland, leere Strände und Wander- und Fahrradwege – und alles nur eine kurze Bootsfahrt von Rhode Island entfernt.

KENNETH C. ZIRKEL / GETTY IMAGES ©

Aquinnah (Gay Head) Cliffs, Martha’s Vineyard

Acadia National Park

21 Im Acadia National Park begegnen sich Berge und Meer. Lange Felsküsten und noch längere Wander- und Radwege machen dieses Märchenland zum beliebtesten Ziel in Maine. Der buchstäbliche Höhepunkt ist der Cadillac Mountain, auf dessen 466 m hohen Gipfel man zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem Auto kommt. Später, wenn man sich auf den Wegen und an den Stränden ordentlich Hunger geholt hat, kann man sich am Jordan Pond Tee und Popover-Gebäck schmecken lassen.

MARK DAFFEY / GETTY IMAGES ©

Cadillac Mountain

Great Smoky Mountains

22 In den Smokies befindet sich der meistbesuchte Nationalpark des Landes. Der von Appalachen-Wäldern bedeckte Park erstreckt sich über Teile Tennessees und North Carolinas. Die dicht bewaldeten Bergkämme sind Schutzgebiete für Schwarzbären, Weißwedelhirsche, Rotwild und über 1600 Pflanzenarten. Jedes Jahr kommen fast 10 Mio. Besucher zum Wandern, Zelten, Reiten, Radfahren, Raften und Fischen, doch wer wandern oder paddeln will, entkommt den Menschenmassen leicht.

DANITA DELIMONT / GETTY IMAGES ©

Little River, Great Smoky Mountains National Park

Philadelphia

23 Philly wird im Pantheon der großen Städte Amerikas oft übersehen – eine Schande! Es ist ein schöne Stadt, an deren Straßen, die gepflasterte Gassen verbinden, viele hübsche Plätze liegen. Als Geburtsort der amerikanischen Regierung, an dem die Gründungsväter 1776 die Unabhängigkeitserklärung unterzeichneten, steht die Geschichte hier im Rampenlicht. Doch nicht alles dreht sich um die Vergangenheit: Die Restaurantszene ist aufgeblüht und über das berühmte Cheesesteak-Sandwich hinausgewachsen.

RICHARD CUMMINS / GETTY IMAGES ©

Elfreth’s Alley, Old City

Große Seen

24 Die Großen Seen – Lake Superior, Michigan-, Huron-, Ontario- und Eriesee – speichern etwa 20 % der Trinkwasservorräte weltweit und 95 % von Amerikas Trinkwasserreserven. Es gibt kilometerlange Strände, Dünen und eine Landschaft, die gespickt ist mit Leuchttürmen. Dazu noch die wellengepeitschten Klippen, die Inseln und die Frachtschiffe, die in betriebsame Häfen einlaufen, und man versteht, warum die Region den Spitznamen die „Dritte Küste“ bekam. Auch Angler, Kajak-Fahrer und Surfer kommen nicht zu kurz.

MRRTXPILOT / GETTY IMAGES ©

Leuchtturm an der Küste des Lake Huron

Amish Country

25 Wer die Amish im Nordosten von Ohio, im Südosten von Pennsylvania oder im Norden Indianas besucht, kann mehrere Gänge zurückschalten. Jungs mit Strohhüten lenken Einspänner, bärtige Männer pflügen die Felder und sittsam gekleidete Frauen gehen zum Markt. Die „Plain People“ (einfache Leute) sind eine etwa 100 Jahre alte Sekte, die ohne Elektrizität, Telefon und motorisierte Fahrzeuge lebt. Lancaster in Pennsylvania, Berlin in Ohio und Middlebury in Indiana, sind gute Orte, um in deren Lebensweise einzutauchen.

FRUMM JOHN / GETTY IMAGES ©

Amish Gemeinde in Lancaster

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Gut zu wissen

Weitere Infos gibt’s im Abschnitt „Praktische Informationen“
 

Währung

US-Dollar (US$)

Sprache

Englisch

Visa

Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz brauchen für Aufenthalte bis 90 Tage meist kein Visum. Die vorherige ESTA-Registrierung ist obligatorisch. Die Bestimmungen ändern sich ständig!

Geld

Geldautomaten gibt’s überall. Kreditkarten werden in vielen Hotels, Lokalen und Läden akzeptiert.

Handys

Es funktionieren nur Triband- und Quadband-Handys. Wer kein solches besitzt, kann sich ein günstiges Prepaid-Handy kaufen.

Zeit

Eastern Standard Time (MEZ –6 Std.): NYC, New England, Florida; Central Standard Time (MEZ –7 Std.): Chicago, New Orleans

Reisezeit

Hauptsaison (Juni–Aug.)

Warme, sonnige Tage in der ganzen Region.

Übernachtungspreise am höchsten (30 % über dem Durchschnitt)

Viele große Freiluftkonzerte: Milwaukees Summerfest, Newports Folk Fest, Chicagos Lollapalooza usw.

Zwischensaison (Okt., April–Mai)

Milde Temperaturen; es kann regnerisch sein.

Wildblumen blühen, vor allem im Mai.

Gebiete mit feurigen Herbstfarben (z. B. Neuengland, Blue Ridge Parkway) sind weiterhin gut besucht.

Nebensaison (Nov.–März)

Dunkle Wintertage, Schneefall im Norden.

Unterkunftspreise am niedrigsten (außer in Ski- und wärmeren Urlaubsgebieten wie Florida, wo nun Hauptsaison ist).

Sehenswürdigkeiten sind kürzer geöffnet oder geschlossen.

Infos im Internet

Lonely Planet (www.lonelyplanet.de/reiseziele/usa) Infos zum Land, Hotelbuchungen, Forum, Fotos, Reise-News.

National Park Service (www.nps.gov) Der Zugang zu den größten Naturschätzen der USA: ihren Nationalparks.

Eater (www.eater.com) Kulinarische Einblicke in zwei Dutzend amerikanische Städte.

Roadside America (www.roadsideamerica.com) Die schrulligen und schrägen Seiten der USA.

New York Times Travel (www.nytimes.com/section/travel) Reise-News, praktische Tipps und fesselnde Features.

Wichtige Telefonnummern

Um ein Inlandsgespräch zu führen, wählt man die 1, gefolgt von der Vorwahl und der siebenstelligen Anschlussnummer.

Landesvorwahl USA 1
Vorwahl für internationale Gespräche 011
Notfall 911
Telefonauskunft 411
Internationale Telefonauskunft 00

Wechselkurse

Eurozone 1 € 1,09 US$
1 US$ 0,92 €
Schweiz 1 SFr 1 US$
1 US$ 1 SFr

Aktuelle Wechselkurse sind unter www.xe.com abrufbar.

Tagesbudget

Günstig – weniger als 100 US$

B im Schlafsaal: 20–40 US$; Stellplatz: 15–30 US$; Budget-motel: 60–80 US$

Mittagessen im Café oder am Food Truck: 5–9 US$

Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel: 2–3 US$

Mittelteuer – 150–250 US$

DZ im Mittelklassehotel: 100–250 US$

Abendessen in einem beliebten Restaurant: 25–40 US$/Pers.

Mietwagen: ab 30 US$/Tag

Teuer – mehr als 250 US$

Zi. in einem Spitzenklassehotel/Resort: ab 250 US$

Abendessen in einem Top-Restaurant: 60–100 US$/Pers.

Ausgehen (Theater, Konzerte, Clubs): 60–200 US$

Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten variieren im Laufe des Jahres. Hier sind die Zeiten in der Hochsaison genannt; in der Zwischen- und der Nebensaison ist oft weniger lange geöffnet.

Banken Mo–Fr 8.30–16.30 Uhr

Bars So–Do 17–0, Fr & Sa bis 2 Uhr

Clubs Do–Sa 22–3 Uhr

Einkaufszentren 9–21 Uhr

Läden Mo–Sa 9–18, So 12–17 Uhr

Supermärkte 8–20 Uhr, einige haben 24 Std. geöffnet

Ankunft am …

John F. Kennedy International (New York) Vom JFK nimmt man den AirTrain zur Jamaica Station und dann den LIRR zur Penn Station, Kostenpunkt 12 bis 15 US$ (45 Min.). Ein Taxi nach Manhattan kostet 52 US$ zzgl. Maut und Trinkgeld (45–90 Min.).

O’Hare International (Chicago) Der CTA-Blue-Line-Zug (5 US$) fährt rund um die Uhr. Die Züge verkehren etwa alle zehn Minuten; sie erreichen Downtown in 40 Minuten. Fahrten mit Airport-Express-Shuttles kosten 32 US$ (ca. 60 Min.), mit dem Taxi 50 US$ (ca. 30 Min.).

Miami International SuperShuttle nach South Beach 21 US$ (50–90 Min.); Taxi nach Miami Beach 35 US$ (40–60 Min.); Metrorail nach Downtown (Government Center) 2,25 US$ (15 Min.).

Unterwegs vor Ort

Auto Mit dem Auto erschließt sich die Region am besten. In Städten (New York, Chicago) kann das Auto wegen der Staus und der Parkgebühren (40 US$/Tag aufwärts) eine Last sein. Autovermieter gibt’s überall.

Zug Außerhalb des Korridors Boston–Washington, D. C. fährt man fast nur wegen der schönen Reiseform Zug. Amtrak (www.amtrak.com) ist das führende Unternehmen.

Bus Firmen, die Kurzstrecken bedienen, wie Megabus (www.megabus.com/us) und Bolt Bus (www.boltbus.com) sind ideal, um zwischen großen Städten (d. h. New York–D. C.) hin und her zu kommen – die billigste Art des Reisens. Tickets müssen im Voraus online gekauft werden.

Mehr zu Verkehrsmitteln & -wegen.

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Wie wär’s mit …

Großstädte

New York City Eine überwältigendere Stadt als NYC gibt’s wohl kaum; mit 8,4 Mio. Einwohnern ist sie laut, schnell und voller Energie. Sie gleicht einer Sinfonie und entwickelt sich ständig weiter.

Chicago Die Metropole im Mittleren Westen ist ein Mix aus Wolkenkratzern, Kunst, großen Museen, Indie-Clubs und einer schwindelerregenden Anzahl von Restaurants.

Baltimore Die düstere Hafenstadt hat sich zur hippen Schönheit gemausert – mit Museen von Weltrang, trendigen Shops und Boutiquehotels.

Philadelphia Geschichte umgibt die Besucher der ersten Hauptstadt der USA auf Schritt und Tritt. Dennoch präsentiert sich Philly mit einer lebendigen Restaurant-, Musik- und Kunstszene sehr urban.

Detroit Ein Paradebeispiel für Aufstieg und Fall einer Metropole, und vielleicht – aber nur vielleicht – auch für einen neuerlichen Aufstieg.

Altes Amerika

Wellfleet Drive-In Das Drive-In-Kino Wellfleet in Cape Cod versetzt Besucher zurück in die 1950er-Jahre.

Arcade Dicke Pfannkuchen gibt’s in diesem zeitlosen Diner in Memphis, in dem schon Elvis Stammgast war.

Route 66 Familiengeführte Motels, neonbeleuchtete Läden und skurrile Attraktionen am Straßenrand – und das ist nur der 300 Meilen (483 km) lange Abschnitt der Straße, der durch Illinois führt!

Worcester, MA In der Stadt, die den Diner geboren hat, gibt’s mehrere davon.

Nationalparks

Great Smoky Mountains Lilafarbener Nebel umgibt die Gipfel, und Schwarzbären, Wapitis und wildlebende Puten bevölkern den meistbesuchten Park der USA.

Acadia Das ist Maines unberührte Wildnis mit Bergen, Klippen, wellenumtosten Stränden und ruhigen Seen.

FRANCKREPORTER / GETTY IMAGES ©

Birken im Acadia National Park

Shenandoah Man hat grandiose Blicke auf die Blue Ridge Mountains und tolle Wander- und Campingoptionen – z. B. entlang des Appalachian Trail.

Everglades Südfloridas Wasserparadies beheimatet hinterhältige Krokodile, herumschleichende Panther, Flamingos und sanfte Seekühe.

Isle Royale Diese Insel schwimmt mitten im Lake Superior – es gibt keine Straßen, keine Autos und keine Menschenmassen, nur Elche und Seetaucher tummeln sich hier.

Großartiges Essen

Hummer in Maine, Cheesesteaks in Philly, Gegrilltes in Memphis und Cheddar in Wisconsin– man muss den Gürtel lockern, wenn man durch den Osten reist.

New Orleans Scharfes Gumbo, frische Austern und Brotpudding mit Bourbon sind nur einige der Highlights auf der kreolischen Speisekarte in Amerikas kulinarischem Zentrum.

New York City Ob man nun Steak Frites, Sushi, Chicken Tikka Masala oder Gourmet-Hotdogs möchte: Der Big Apple hat’s.

Chicago Die „Windy City“ zeichnet ein Mix aus gehobener Gastronomie und Comfort Food aus, zusätzlich gibt es ethnische Lokale.

Charleston Die kultivierte, von Gardenienduft erfüllte Stadt lockt mit köstlichem Tieflandessen wie Shrimps and Grits oder She-Crab Soup.

Minneapolis Die kreativen, nachhaltigen Restaurants mit skandinavischen Einschlag haben der Stadt den Ruf als America’s next great food city eingebracht.

LAURI PATTERSON / GETTY IMAGES ©

Gumbo auf kreolische Art: aus Shrimps und Wurst

Architektur

Chicago Im „Geburtsort“ der Wolkenkratzer stehen grandiose Bauten von vielen großen Architekten des 20. Jhs.

Fallingwater Dieses Meisterwerk von Frank Lloyd Wright fügt sich nahtlos in die waldige Landschaft mit dem Wasserfall, über dem das Haus gebaut ist, ein.

Miami Miamis Art-déco-Bezirk ist ein Rausch der Farben.

Taliesin Noch mehr für Wright-Fans: In Taliesin stehen sein Haus und seine richtungsweisende Schule in Spring Green, Wisconsin.

Columbus Im kleinen Columbus, Indiana, gibt’s große Architektur – dank vorausdenkender Industrieller.

Savannah Die Antebellum-Bauten dieser „Southern Belle“ ziehen Blicke auf sich.

Museen

Smithsonian Institution Die Schatzkammer der Nation besteht aus 19 Museen. Das Beste: Der Besuch ist gratis.

Metropolitan Museum of Art Diese Top-Attraktion in NYC ähnelt einem Stadtstaat, der einen Schatz von 2 Mio. Kunstwerken hütet.

Art Institute of Chicago Das zweitgrößte Kunstmuseum Amerikas (nach dem Met) hat unzählige Meisterwerke zu bieten, hauptsächlich aber impressionistische Gemälde.

Rock and Roll Hall of Fame & Museum In Cleveland kann man Jimi Hendrix’ Gitarre und John Lennons Sgt.-Pepper’s-Anzug bewundern.

National Civil Rights Museum Bewegende Exponate finden sich gegenüber der Stelle, an der Martin Luther King in Memphis ermordet wurde.

Themenparks

Walt Disney World Man kann hier in die märchenhafte Welt des „Glücklichsten Ortes der Welt“ eintauchen und sich von Nostalgie und Nervenkitzel mitreißen lassen.

Dollywood Ein Tribut an die überaus beliebte Countrysängerin Dolly Parton mit Fahrgeschäften und Attraktionen rund ums Thema Appalachen in den Hügeln von Tennessee.

Cedar Point Hier gibt’s einige der schnellsten Achterbahnen der Welt wie den Top Thrill Dragster mit 193 km/h.

Universal Orlando Resort Die berühmte Heimat der Universal Studios und der neuen Wizarding World of Harry Potter.

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Vergnügungsfahrt in Dollywood, Tennessee

Outdoor-Aktivitäten

Appalachian Trail Wenn einem nicht der Sinn danach steht, die ganzen 3380 km zu bewältigen, lohnt sich doch ein Tagesausflug, um in den Genuss der grandiosen Landschaft zu kommen. Man erreicht den Trail über 14 Staaten.

Boundary Waters In der nördlichen Wildnis von Minnesota paddeln, unterm Sternenhimmel campen und vielleicht sogar das Nordlicht erleben!

New River Gorge National River Wildwasser stürzt sich in West Virginia durch die urzeitliche Schlucht. Man fühlt sich wie im Garten Eden.

Long Island Gute Surfbedingungen gibt’s im Staat New York von Montauks Ditch Plains bis zum Long Beach in Nassau County.

Stowe Mountain Vermont hat das Snowboarden eigentlich erfunden. Den besten Steilhang des Bundesstaats unbedingt nutzen!

Presidential Range Anspruchsvolle Wanderwege, hohe Gipfel und ein tolles Hütte-zu-Hütte-System in den White Mountains in New Hampshire.

Geschichte

Im Norden gibt’s viel Interessantes aus der Kolonial- und Revolutionszeit, in der Mitte und im Süden die meisten Schlachtfelder aus dem Bürgerkrieg.

Independence National Historic Park Die Highlights hier sind die Liberty Bell und die Independence Hall, in der die Gründerväter die Verfassung unterzeichneten.

Bostons Freedom Trail Der 4 km lange Spazierweg führt zu Paul Reveres’ Wohnstätte, einem Friedhof mit Gräbern aus dem 18. Jh. und zu 14 weiteren Orten der Revolutionszeit.

Henry Ford Museum/Greenfield Village Hier warten echte Highlights: der Bus, in dem Rosa Parks saß, die Flugzeugwerkstatt der Brüder Wright etc.

Washington, D. C. Hier wurde Lincoln ermordet, hielt Martin Luther King Jr. seine berühmte Rede und endete Nixons Präsidentschaft.

Vicksburg Das Gebiet am Mississippi, das General Grant 47 Tage lang belagerte, ist spannend für alle, die sich für den Bürgerkrieg interessieren.

Williamsburg Die gut erhaltene Stadt Williamsburg ist das größte Open-Air-Geschichtsmuseum der Welt und entführt Besucher zurück ins 18. Jh.

Harpers Ferry Ein faszinierendes Museum des Dorflebens im 18. Jh. unter freiem Himmel, umrahmt von Bergen und Flüssen.

Nachtleben

New Orleans Abseits der Bourbon St tobt das Nachtleben, man trinkt Sazerac, und Jazz, Dixieland und Zydeco dröhnen aus den Clubs.

New York City Wie schon Sinatra sang, schläft diese Stadt niemals, und die Bars und Clubs in der ganzen Stadt sind bis 4 Uhr morgens geöffnet.

Athens, Georgia Die Collegestadt hat eine mächtige Musikszene, der auch die B-52s und REM entstammen.

Nashville Jeder spielt hier Gitarre, und es gibt jede Menge Bars und Honky-Tonks, in denen bis in den frühen Morgen mitreißende Musik erklingt.

Key West In dieser wilden, von Freigeist beseelten, feierfreudigen Stadt fließt viel Alkohol durch die Kehlen.

Skurriles Amerika

Foamhenge Dieses Stonehenge-Remake ist eine großartige Hommage aus Styropor, maßstabgetreu nachgebaut und bei Sonnenuntergang äußerst beschaulich.

NashTrash Tours Die Jugg Sisters mit den aufgedonnerten Frisuren führen Besucher in Nashville auf eine köstlich schrille Tour durch schlüpfrige Stadtviertel.

Spam Museum In Austin, Minnesota, der Geburtsstätte des Fleischs in blauen Büchsen, kann man auch selbst versuchen, das süße Schweinefleisch in Dosen zu pressen.

American Visionary Art Museum In diesem ungewöhnlichen Museum in Baltimore kann man Outsider-Kunst bewundern (u. a. von Geisteskranken).

Vent Haven Ventriloquist Museum Etwa 700 glupschäugige lebensgroße Figuren starren Besucher in diesem Museum bei Cincinatti an.

Das größte Garnknäuel der Welt In einem Pavillon in Minnesota liegt dieser 7892 kg schwerer Koloss.

Theater

New York City und Chicago sind die Top-Spots; Städte wie Minneapolis geben jungen Talenten eine Chance.

Broadway Theater District Es gibt nichts Kultigeres als die hellen Lichter und glitzernden Schriften in dieser Straße in Midtown Manhattan.

Steppenwolf Theatre John Malkovich, Gary Sinise und andere Stars haben die Chicagoer Theaterszene vor über 40 Jahren etabliert.

Guthrie Theater In Minneapolis gibt es so viele Theater, dass man die Stadt auch„Mini Apple“ nennt. Das megacoole Guthrie ist federführend.

American Players Theatre Hier werden unter freiem Himmel mitten in den Wäldern von Spring Green, Wisconsin, Shakespeare und andere Klassiker gegeben.

Grand Ole Opry Das hier ist mehr als Countrymusik und Scheinwerferlicht – es ist ein Varieté, bei dem es einen nicht auf den Sitzen hält.

Strände

South Beach An diesem Strand geht es weniger um Badespaß als darum, am beliebtesten Tummelplatz Miamis Leute zu beobachten.

Cape Cod National Seashore Riesige Sanddünen, malerische Leuchttürme und kühle Wälder laden zu endlosen Erkundungstouren an diesem Kap in Massachusetts ein.

Grayton Beach Der unberührte Küstenpark vor Floridas Panhandle lockt mit herrlichen Meereslandschaften und kunstbewussten kleinen Dörfern.

Michigans Gold Coast Endlose Sandstrände, Dünen, Weingüter, Obstplantagen und Städte mit unzähligen B & Bs säumen das Westufer des Staates.

Outer Banks North Carolinas abgelegene Düneninseln bieten gut besuchte Strände, aber auch welche, die so einsam sind, dass dort wildlebende Ponys herumspazieren.

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Monat für Monat

TOP-EVENTS

Mardi Gras, Februar oder März

National Cherry Blossom Festival, März

Bonnaroo Music & Arts Fest, Juni

Independence Day, Juli

Art Basel, Dezember

Januar

Das neue Jahr fängt kalt an: Schnee bedeckt große Landesteile. In den Skiorten steppt der Bär, Sonnenanbeter fliehen ins Wärmere (z. B. Florida).

Mummers Parade

Die großartige Parade an Neujahr ist Philadelphias größtes Event (www.mummers.com). Die Clubs in der Stadt basteln monatelang Kostüme und Umzugswagen, um an Neujahr Eindruck zu schinden. Für allgemeine gute Stimmung bei diesem altgedienten Fest sorgen Musikgruppen und Clowns (www.phillymummers.com).

Chinesisches Neujahr

Ende Januar oder Anfang Februar wird in jeder Stadt, die eine Chinatown hat, das chinesische Neujahr mit farbenfrohen Festen und Schlemmereien begangen. NYC und Chicago läuten das neue Jahr mit einer Parade, reich geschmückten Umzugswagen, Feuerwerk, Bands und einer ganzen Menge Trubel ein.

St. Paul Winter Carnival

Ende Januar ist es kalt in Minnesota – darauf kann man wetten. Die Bewohner verpacken sich in Parkas und Snowboots – denn man rüstet sich für zehn Tage voller Eisbildhauerei, Eislaufen und Eisfischen (www.wintercarnival.com).

Februar

Wenn die Amerikaner nicht gerade im Winterurlaub in den Bergen sind, fürchten sie den Februar mit seinen langen dunklen Nächten und den eisigen Tagen. Für Traveller kann es die günstigste Reisezeit sein: Oft gibt’s riesige Rabatte auf Flüge und Hotels.

Mardi Gras

Mardi Gras („der fette Dienstag“) findet Ende Februar oder Anfang März am Tag vor Aschermittwoch als Abschluss des Karnevals statt (wwww.mardigrasneworleans.com). Legendär sind die Umzüge und Maskenbälle in New Orleans.

März

Die ersten Vorboten des Frühlings zeigen sich – zumindest im Süden (im Norden herrscht noch klirrende Kälte). In den Bergen Neuenglands ist die Skisaison noch in vollem Gange, und in Florida fallen bereits die Massen ein – Spring Break ist angesagt.

Baseball Spring Training

Im März findet in Florida das Major-League-Baseball-Frühjahrstraining der „Grapefruit League“ statt (www.floridagrapefruitleague.com): 15 Teams der Baseball-Profiliga treten in Vorbereitungs- und Testspielen gegeneinander an und locken ihre Fans nach Orlando, Tampa Bay und in den Südosten.

St. Patrick’s Day

Am 17. März wird der Schutzpatron der Iren mit Blaskapellen und Guinness in Strömen gefeiert. Riesige Umzüge gibt es in New York, Boston und Chicago (wo als Höhepunkt sogar der Chicago River grün eingefärbt wird).

National Cherry Blossom Festival (Kirschblütenfest)

Die wunderschönen Blüten der japanischen Kirschbäume rund um das Tidal Basin in Washington, D. C. werden drei Wochen lang mit Konzerten, Paraden, Taiko-Getrommel, Drachensteigen und vielen weiteren Events gefeiert (www.nationalcherryblossomfestival.org). Mehr als 1,5 Mio. Besucher kommen jedes Jahr, also unbedingt ein Zimmer reservieren!

Maple Syrup Tasting

Am Vermont Maple Open House Weekend Ende März laden Vermonts Ahornsirupproduzenten in ihre „Zuckerhäuser“ ein und zeigen, wie der süße Saft hergestellt wird (www.vermontmaple.org). In Maine werden am letzten Sonntag des Monats die Türen fürs Publikum geöffnet.

April

Langsam wird es wärmer, aber der April ist im Norden noch immer unbeständig. Ins kühle Wetter mischen sich betörend warme Tage. Für den Süden ist der April eine gute Reisezeit.

Boston Marathon

Zehntausende Zuschauer jubeln den Teilnehmern des ältesten Marathons (www.baa.org) des Landes zu, wenn sie am Patriots Day, einem Feiertag in Massachusetts am dritten Montag im April, am Copley Square über die Ziellinie laufen.

New Orleans Jazz Fest

Big Easy hat das beste Jazzfestival (www.nojazzfest.com) des Landes: An zehn Tagen Ende April treten tolle Hornisten und Pianisten auf. Fast noch besser ist das Essen: panierter Krebs, Cajun-Küche, Schweinefleisch sowie Brotpudding mit weißer Schokolade.

Tribeca Film Festival

Robert De Niro ist Mitorganisator dieses Festivals in NYC (www.tribecafilmfestival.com), das Ende April an zwölf Abenden stattfindet. Gezeigt werden Dokus und Features. Seit der Gründung 2002 nimmt das Festival an Bedeutung zu.

Mai

Der Frühling ist endlich da. Im Wonnemonat blühen die Wildblumen, das Wetter ist normalerweise mild und sonnig – und das ohne Menschenmassen und hohe Preise!

Kentucky Derby

Am ersten Samstag des Monats werfen sich die oberen Zehntausend in Schale (Nadelstreifenanzüge und extravagante Hüte) und fahren nach Louisville zum Pferderennen (www.kentuckyderby.com) – auch bekannt als die „großartigsten zwei Minuten im Sport“.

Movement Electronic Music Festival

Am Memorial-Day-Wochenende findet auf der Hart Plaza in Detroit das größte Electronic-Music-Festival der Welt statt (www.movement.us). Dem tanzwütigen Publikum werden Newcomer und Stars wie Snoop Dog, Skrillex und Felix da Housecat präsentiert.

Juni

Sommer – die Amerikaner sitzen oft im Café oder fahren zur Küste und in Nationalparks. Es sind Ferien: Die Autobahnen sind voll und die Preise hoch.

Chicago Blues Festival

Das weltweit größte kostenlose Bluesfestival (www.chicagobluesfestival.us) bietet drei Tage lang die Musik, die Chicago berühmt gemacht hat. Mehr als 0,5 Mio. Menschen breiten Anfang Juni ihre Decken vor den vielen Bühnen im Grant Park aus.

Bonnaroo Music & Arts Fest

Das große Musikfest (www.bonnaroo.com) in Tennessee präsentiert Mitte Juni auf einer ca. 3 km² großen Farm mehr als vier Tage lang Vertreter aus Rock, Soul, Country und mehr.

Mermaid Parade

In Brooklyn, NYC, feiert Coney Island den Sommeranfang mit einem kitschigen Umzug (www.coneyisland.com) mit leicht bekleideten Meerjungfrauen und musizierenden Meermännern.

CMA Music Festival

Legionen von Countryfans ziehen zu diesem Festival ihre Cowboystiefel an und treffen sich in Nashville, um ihren Country-Lieblingen zu lauschen. Mehr als 400 Künstler geben im Riverfront Park und Nissan Stadium ihr Bestes (www.cmafest.com).

Summerfest

Ende Juni/Anfang Juli veranstaltet Milwaukee elf Tage lang ein verdammt gutes Festival (www.summerfest.com). Auf den zehn Bühnen am See treten Hunderte bekannter Rock-, Blues-, Jazz- und alternativen Bands auf. Kulinarisch begleitet wird das Ganze von Bier, Bratwurst und Käse.

Juli

Im Hochsommer schmeißen die Amerikaner ihre Grills hinterm Haus an oder fahren an den Strand. Die Preise sind hoch und überall ist viel los – es ist eben Urlaubszeit.

Independence Day

Das ganze Land feiert am 4. Juli mit einem Riesenfeuerwerk seinen Geburtstag. In Philadelphia, wo die Unabhängigkeitserklärung verabschiedet wurde, läutet die Freiheitsglocke. Auch Boston, New York und Washington, D. C., lassen sich einiges einfallen.

National Black Arts Festival

Unzählige Künstler treffen sich auf dem afroamerikanischen Musik-, Theater-, Literatur- und Filmfestival in Atlanta (www.nbaf.org). Wynton Marsalis, Spike Lee, Youssou N’Dour und viele andere sind hier schon aufgetreten.

Newport Folk Festival

In Newport, RI, der Sommerfrische der Reichen, findet Ende Juli ein energiegeladenes Musikfestival statt (www.newportfolkfest.net). Auf der geschichtsträchtigen Bühne hat auch schon Bob Dylan gestanden, der hier zum ersten Mal zur elektrischen Gitarre griff.

August

Im August sollte man sich auf sengende Hitze einstellen. Je weiter man gen Süden kommt, umso unerträglicher wird sie. Die Strände sind voll, die Preise hoch und die Städte recht ausgestorben – jeder flüchtet ans Wasser.

Lollapalooza

Beim unglaublichen Riesenrockfestival (www.lollapalooza.com) in Chicagos Grant Park treten am ersten Augustwochenende 130 Bands auf – darunter viele Hochkaräter.

Maine Lobster Festival

Wer Hummer liebt, sollte sich diesen Genuss Anfang August in Rockland nicht entgehen lassen (www.mainelobsterfestival.com). Neptun wacht über die einwöchigen Feierlichkeiten, auf denen man viele Schalentiere futtern kann.

September

Gegen Ende des Sommers werden die Tage kühler und Ausflüge in die Region angenehmer. Die Kinder gehen wieder zur Schule, und Konzerthäuser, Galerien und andere Veranstaltungsorte leiten eine neue Saison ein.

New York Film Festival

Als eines der vielen Filmfestivals in NYC bietet dieses Event im Lincoln Center (www.filmlinc.com) Weltpremieren und Interviews mit Regisseuren von Indie- und Mainstreamfilmen an.

Oktober

Die Temperaturen sinken, und der Herbst kommt mit feurigen Farben nach Nordamerika. Dort, wo die Blätter am stärksten leuchten (Neuengland), ist Hauptsaison, anderswo fallen die Preise.

Fantasy Fest

Key Wests Pendant zu Mardi Gras lockt kurz vor Halloween über 100 000 Feiernde in die subtropische Enklave – mit Umzügen, Partys und der Wahl des Königspaars (www.fantasyfest.com).

Halloween

Alle verkleiden sich und feiern Halloween. In NYC kann man die Halloweenparade auf der Sixth Avenue mitmachen. Chicago zelebriert den Tag der Toten im National Museum of Mexican Art.

November

Egal, wohin man fährt, es ist überall Nachsaison, und der kalte Wind schreckt die Besucher ab. Immerhin fallen die Preise (um Thanksgiving herum steigen die Flugpreise allerdings sprunghaft). In den großen Städten kann man viel Kultur genießen.

Thanksgiving

Am vierten Donnerstag im November versammeln sich die Amerikaner mit Familie und Freunden und feiern mit Putenbraten, Süßkartoffeln, Preiselbeersauce, Wein, Kürbiskuchen und anderen Gerichten. In New York City findet ein Umzug statt, und im Fernsehen läuft Profi-Football.

DOUGLAS MASON / CONTRIBUTOR / GETTY IMAGES ©

Newport Volksfest, Rhode Island

Dezember

Jetzt ist es Winter, aber die Skibedingungen im Osten der USA sind meist bis Januar nicht ideal. Weihnachtsmärkte beleben die Region während der Feiertage.

Art Basel

Dieses große Kunstfestival (www.artbasel.com) zeigt vier Tage lang moderne Kunst, Film, Architektur und Design. Mehr als 250 Galerien aus der ganzen Welt stellen Kunstwerke von etwa 2000 Künstlern aus, und die Schickeria trifft sich in Miami Beach.

Neujahr

Wenn es um Neujahr geht, spaltet sich die Nation. Die einen feiern in der Menschenmenge, die anderen flüchten vor dem Chaos. Doch wofür man sich auch entscheidet, man sollte rechtzeitig im Voraus buchen. Die Preise sind hoch (vor allem in New York).

BARRY WINIKER / GETTY IMAGES ©

Mermaid Parade, Brooklyn, NYC

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